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Ryan

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Wohnort: Berlin

Titel: Mr. Laserbeam

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81

14.02.2018, 08:59

Ryan hob grinsend die Hand.

“Bandit, richtig? Passender Rufname übrigens. Ich denke, Sie wissen um die Ähnlichkeit ihres Namens mit einem berühmten Banditen, der vor über 1000 Jahren den sogenannten Wilden Westen dieses Planeten unsicher gemacht hat, was?”

Er strich sich durch den Bart.

“Die Samurai ist kein großes Schiff, aber ich habe dennoch zwei freie Kojen, falls Sie möchten, sind Sie gerne eingeladen.”

Ethan

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  • »Ethan« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Berlin

Titel: Der Pfeffersack

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82

14.02.2018, 09:00

Ethan hatte die Unterhaltung am Rande mitbekommen und kam nun wieder zurück. Eny war auf dem Weg und sollte bald hier eintreffen.

"Du hast immer noch das Quartier auf der Merchantman, Jess. Können wir uns nachher mal unter vier Augen unterhalten?"

Dann sah er noch einmal in die Runde.

"Davon abgesehen haben wir noch weitere 4 freie Quartiere auf dem Schiff, die wir zur Verfügung stellen könnten. Spätestens wenn wir ausrücken werden die sowieso benötigt, sofern man nicht in der eigenen Sardinenbüchse übernachten will."


"Lieber glücklich auf dem Fahrrad, als heulend im BMW."

Projekt G89

C.R.A.S.H. Corps - Marine Corps

Wohnort: Alfter

Titel: ***

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83

14.02.2018, 16:50

Pryson sah kurz in die Runde als sich das Thema nun dahin bewegte wer noch eine Unterkunft benötigte.

Er lehnte sich zurück und nahm einen Schluck aus dem Becher bevor auch er sein Angebot unterbreitete.

"Meine Valkyrie ... eine Constellation verfügt noch über 3 freie Kojen ... und über eine Not Möglichkeit. Sie befindet sich in einem Hangar des Greenville Yards."

Er dachte sich das es ein recht guter Schachzug war von Tanner diese derzeitige Lage zu nutzen und zu fragen wer obdach bräuchte und wer welchen anbot. So konnte man schon im Vorfeld prüfen wie man aufeinander einging.

Bei diesen Gedanken nahm er noch einen Schluck und sah sich im Raum um.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Projekt G89« (14.02.2018, 19:18)


84

15.02.2018, 09:56

"Ach und Unicorn Stallion, Ihre Schiffstypenbezeichnung lautet Origin 890 Jump, nicht 600i."

"Verstanden Bodenkontrolle 890 Jump, nicht 600i."


Für einen kurzen Moment konnte Fionn noch das Gelächter am anderen Ende der Funkverbindung vernehmen, ehe der Kontakt abgebrochen wurde. Doch dieser Spott interessierte den Jungen nicht sonderlich, wusste er doch, dass sein Schiff, ganz egal welche Bezeichnung hierfür die korrekte war, ausnahmslos jeden beeindrucken musste, und das war das einzige, was für Fionn zählte. Sein Schiff… an diesen Gedanken gewöhnte er sich langsam, jetzt, da er schon einige Tage auf dem Kommandostuhl verbracht und sich dabei nach und nach die Bedienung der Hauptsysteme erarbeitet hatte. Eine unschätzbare Hilfe war dabei Mona gewesen. Mona, die einbeinige Lisa, eine ganz spezielle Frau, aber vorerst der einzige Mensch, den Fionn für seine Crew gewinnen konnte. Eine Frau, die nicht nur etwas von Technik verstand, sondern sich zudem an den Märkten auskannte und das Weltall bereist hatte. Für Fionn war sie die perfekte Unterstützung, so zumindest war seine naive Sicht der Dinge, sie selber sah in den Jungen freilich nur leichte Beute, eine Quelle massiven Reichtums, die sie nach Belieben anzapfen konnte. Allerdings war es nur im ersten Moment für sie so einfach gewesen, denn allmählich entwickelte die ältere Dame für den so unschuldig wirkenden Jungen Schutzinstinkte, vielleicht sogar eine Art Muttergefühl, auf jedem Fall war er ihr aber der Schlüssel zu dem riesigen Vermögen, das hinter diesem prachtvollen Schiff aus der Origin Werft stecken musste.





Vor wenigen Tagen hatte Mona die Wahrheit herausgefunden. Fionn war jedoch schlau genug gewesen, sich gegen eine Meuterei abzusichern, einfach dadurch, dass er die Zugangscodes für die Bankkonten auswendig gelernt und dann alle Spuren vernichtet hatte. Alle Spuren, bis auf die Leiche im Eisschrank natürlich, deren Netzhaut und Fingerabdruck weiterhin gebraucht wurden.

Auch der kleine Samuel hatte die Leiche fast gefunden, als er, um an ein Eis zu gelangen, dem Schrank gefährlich nahe gekommen war. Mit wilden Schreien war die Einbeinige jedoch herangeeilt, und hatte das kleine Kind an den Haaren zufassen bekommen und dann mit zwei entsetzlich klatschenden Schellen zu Boden geschlagen. Nun holte sie mit weiten Schwüngen ihres hölzernen Beinstumpens aus, um den Jungen weiter treffen zu können, doch rollte sich der kleine Samuel aus ihrer Reichweite, rappelte sich unter wimmernden Schluchzen auf die Beine auf, und lief an die Hand seiner Mutter, die den plötzlichen Gewaltausbruch der zuvor so nett auftretenden älteren Dame fassungslos mit angesehen hatte, es aber nicht wagte, sich ihrem kräftigen Leib entgegenzustellen, sondern lieber mit ihrem Kind davon rannte.

Die beiden Passagiere hatten sich aus Furcht vor Mona in einer der Kabinen des Schiffes eingeschlossen. Für Fionn wäre es ein leichtes gewesen, die elektronische Verriegelung von seinem Kontrollpult im Cockpit aus zu öffnen, doch er wollte ihnen für den Rest der Reise nicht die Illusion von Sicherheit nehmen und beließ es dabei, sie durch eine kleine versteckte Kamera zu beobachten. Dann, kurz vor dem Landeanflug, hatte Fionn mit den beiden Verängstigten Kontakt aufgenommen und ihnen Schweigegeld wegen des Vorfalles aufschwatzen können.

Am Raumhafen angekommen stürmten sie an die grimmig dreinblickende Mona vorbei aus dem Schiffsinneren heraus und die lauten Rufe der Mutter: "Wenn wir zuhause sind, wäschst du dich an der Stelle, wo die Frau dich angefasst hat! Mit Seife! Junge hörst du, mit Seife!", waren das letzte, was Fionn von seinen ersten Kunden hören sollte.

"Du lässt sie abziehen, ohne sie für die Reise zahlen zu lassen?"

Was folgte war eine lange Diskussion darüber, wie wenig Fionn als Chef dieses Touring-Unternehmens zu taugen schien und das er noch viel lernen müsse. Im Übrigen verständigten sich beide darauf, dass die Aufbewahrung der Leiche im Gefrierschrank keine dauerhafte Lösung sei, es vielmehr reichen würde, Hände und Augen aufzubewahren, dies aber mit einer professionelleren Konservierungsmethode. Zudem musste die Crew aufgestockt werden, damit zukünftige Passagiere besser kontrolliert aber auch versorgt werden konnten. Überdies war es wohl notwendig, dass Fionn bei erfahrenen Unternehmern in die Lehre gehen musste, wenn auch nur für eine gewisse Zeit, um das Handwerk zumindest soweit zu verstehen, dass er zukünftig mit solchen Reisen Gewinne und keine Verluste einfahren würde. Ein Praktikum schien hierfür der richtige Weg zu sein.

Nach kurzer Recherche und der Befragung ihrer zahlreichen Kontakte, präsentierte Mona die Stellenanzeige des Outpost 7, die zwar schon einige Wochen alt war, ihr aber dennoch am geeignetsten erschien.

"Wie du, sind die erst am Anfang und bauen ihre Organisation gerade erst auf. Ich denke, wir fahren da jetzt einfach hin, und du fragst, ob du denen eine Zeitlang über die Schulter schauen kannst. Zur Not leg halt einfach etwas Bares auf den Tisch!"





Wenige Stunden später hielt der kleine Gleiter der X85-Klasse, das Begleitschiff der Origin 890, vor einer heruntergekommenen Lagerhalle in einem heruntergekommenen Stadtteil von New York. Für Fionn wurde es nun ernst und er zögerte, den Gleiter zu verlassen. Unvermittelt streckte er seinen Arm über den Steuerknüppel und packte Monas Hand, wobei er sie fest anblickte:

"Ich habe solche Angst, was wenn mich keiner von denen ernst nimmt?"

Mit stechenden Blicken packte er ihre Hand umso fester: "Das wäre – die Hölle!"

"Nimm erstmal den Ohrring raus, und dann reis dich zusammen!"

Mit viel Schwung sprang Fionn aus seinem Sitz nach draußen auf die Straße und verabschiedete sich von Mona, die sich während Fionns Vorsprechens um alle anderen Angelegenheiten kümmern wollte.

"In einer Stunde hol ich dich wieder ab, dann sollte das hier geklärt sein."

Fionn wartete, bis die X85 aus seinem Sichtfeld verschwunden war und nahm dann seinen Ohrring wieder rein. Auf dem Weg, die Treppe hinauf, versuchte er seine Gedanken zu ordnen:

Eine archäologische Unternehmung, und du willst hier lernen, wie man sowas wie eine Unternehmung halt macht. Ein Schiff kannst du anbieten, sogar zwei und eine Crew hast du auch. Naja zumindest die Einbeinige. Zur Not dann halt Bares auf den Tisch…

Fionn hatte alle Treppenstufen erklommen und näherte sich nun zögerlich der Hallentür. Hier stand auf einem Schild Outpost 7, er war also an die richtige Adresse geraten.


Der erste Eindruck ist wichtig Junge!


Nervös fingerte Fionn in seiner Hosentasche herum und holte einen kleinen Taschenspiegel hervor. Die Haare saßen und wenn er sich dazu zwang, konnte er seiner Miene einen entschlossenen Ausdruck abringen. Hastig zupfte er noch einmal seinen Anzug zurecht, den Mona für ihn rausgelegt hatte, ehe er den Spiegel zurück steckte und mit einem aufgesetzten Lächeln die Halle betrat.

Er wollte gerade laut grüßen, doch niemand schien anwesend zu sein. Der Raum, den er betreten hatte, erweckte den Eindruck, dass er als Empfangsbereich gedacht war, doch niemand war dort, um ihn in Empfang zu nehmen. Durch ein großes Panoramafenster konnte er in die Haupthalle blicken, doch auch diese schien zurzeit verlassen. Neben einem Aufzug sowie einer Doppeltür, welche zu einer Treppe, führen musste, waren zwei weitere Türen zu sehen. Eine war mit einem großen roten “Privat” beschriftet, neben der anderen Tür stand auf einem kleinen Schild “Konferenzraum”. Ein rotes Licht mit der Aufschrift “Besetzt” leuchtete darüber.

Zunächst überlegte Fionn, ob er vielleicht einfach warten sollte. Nach kurzem Zögern durchschritt er aber doch den Empfangsraum und presste sein Ohr an die Tür des Konferenzzimmers und lauschte.

Da waren viele verschiedene Stimmen zu hören, doch genaueres konnte er durch die Türe nicht verstehen. Es mussten einige Personen anwesend sein, nicht nur zwei oder drei, soviel glaubte Fionn zumindest aus dem Gespräch heraus hören zu können. Nachdem er einige Minuten an der Türe stand und lauschte, nahm er allen Mut zusammen und nutzte eine kurze Gesprächspause um an die Tür zu klopfen, diese zu öffnen und den Raum zu betreten. Drinnen, nahm er sich die Zeit, sich der Türe wieder zuzudrehen und diese mit vorsichtiger Bewegung zu verschließen. Dann erst wandte er sich den Insassen des Konferenzzimmers zu.



Hier stand er nun. Ein junger Mann von 19 Jahren, den man jedoch auch noch jünger einschätzen konnte, mit eher schmächtiger Statur aber umwerfend gutem Aussehen. Ein Lächeln, so natürlich und herrlich, dass es jeden Menschen Herzen berühren musste, zumindest bei jenen, wo dass noch möglich war; funkelnde Augen, den Sternen gleich, und eine Stimme, die jeden nur allzu leicht verführen konnte:

"Entschuldigen Sie die Störung meine Herren… und Damen, es war offen, und da dachte ich… naja, da dachte ich, ich lass mich einfach selbst herein. Mein Name ist Fionn Masters. Ich bin Schiffseigner und Unternehmer… Jungunternehmer, … nun um ganz ehrlich zu sein, ich habe gerade erst angefangen. …Ich möchte mich Ihnen heute vorstellen als Kompagnon. Als Teilnehmer ihrer, nein unserer archäologischen Unternehmung. Hierfür biete ich ein Schiff, die Unicon Stallion, mit samt Crew, der besten Crew, die man jemals gesehen hat."

Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu:

"Und mein Callsign ist Cash. Fionn Cash Masters. Den Namen trage ich nicht umsonst."

Fionn nutze die kurze Pause, die entstand, bevor jemand auf sein Hereintreten reagierte, um sich die anwesenden Personen genauer anzuschauen und was er sah, erschreckte ihn. Viele schienen deutlich älter als er zu sein, manche waren von Narben gezeichnet. Größer als er waren sie auch, selbst die Frauen.

Trotz aller aufkommenden Furcht bemühte sich Fionn Mut und Entschlossenheit auszustrahlen. Er zwang sich, jedem einzelnen seiner Gegenüber wenigsten kurz in die Augen zu blicken und anzulächeln, doch konnte er nur schwerlich verbergen, dass er vor Nervosität am ganzen Körper zu zittern begann.

Er schluckte kräftig, als die erste Person auf ihn reagierte…

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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85

15.02.2018, 10:31

Carol sah überrascht auf und warf Tanner kurz einen irritierten Blick zu. Masters war augenscheinlich ein weiterer Bewerber, jemanden, den sie noch nicht auf ihrer Liste hatten. Und eigentlich waren sie gut versorgt, mit allem, was sie brauchten. Und dieser Typ war... jung. Ein Hänfling in einem Anzug. Mit großer Sicherheit ein Händler, der vermutlich sein Leben lang von Daddy Geld in den Arsch geblasen bekommen hatte und nun erste eigene Gehversuche machte. Konnte ihnen so jemand überhaupt nützlich sein?

Eine Stimme in ihrem Hinterkopf tönte "Kommt drauf an, wieviel Geld er hat", außerdem wirkte er so nervös und unsicher, dass er Mitleid in Carol hervorrief. Sie nickte Tanner noch einmal zu und erhob sich dann.

„Willkommen beim Outpost, Mister Masters. Dies ist Mister Mirabel und mein Name ist Danvers. Wir leiten dieses Unternehmen und beenden gerade unsere Einweisungssitzung für unsere Partner.“

Carol sah ihn einen Moment abschätzend an.

„Nehmen Sie doch einen Moment Platz. Wir werden uns Ihnen nach Abschluss des Treffens widmen und schauen, ob wir zueinanderkommen können.“

86

15.02.2018, 11:07

"Ist es hier recht?"

Fionn wollte sich gerade neben Jessica James setzen, als ihm der beißende Geruch des alkoholischen Getränks auf dem Tisch vor der Latina in die Nase stieg. Hastig ging er ein paar Stühle weiter und setzte sich neben die Fox Zwillinge.

"Ich denke, hier werde ich sitzen wenn ich darf."

Fionn schnaubte erleichtert. Der erste Schritt war gegangen. Noch einmal stand er auf, da er vergessen hatte, sein Jackett zu öffnen. Dann verfolgte er der restlichen Besprechung von seinem Platz aus…

Taya

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Miss Facepalm

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87

15.02.2018, 16:27

Jessie warf einen abschätzigen Blick auf das Milchgesicht und leerte dann ihren Becher.

"Ich denke, wir sind hier dann auch fertig. Was die Unterkunft angeht..."

Sie erhob sich langsam und dachte kurz nach. Sie hatte die Auswahl zwischen der Merchantmen, Gene's Connie und Tellfords Redeemer. Tja... die Redeemer war klein und anscheinend auch schon mit Personal besetzt. Zurück zu den Twins wollte sie auf keinen Fall. Sie hatte den Frachter satt und wollte Ethan nach heute partout nicht entgegenkommen, auch wenn sie sich dem ominösen "unter-4-Augen-Gespräch" nicht zu entziehen traute. Und wer wusste schon, wer sich noch auf Eny's Kahn einquartierte.

"... entscheide ich mich vorerst für das Angebot von Mister Gene. Vielen Dank dafür. Ich werde heute Abend mal zum Hangar kommen. Mister Mirabel, Miss Danvers... wenn es losgeht oder Sie eine Aufgabe für mich haben... rufen Sie mich einfach an. Ich stehe jederzeit zur Verfügung."

Sie zwinkerte ihm zu und schritt zur Tür, bevor sie sich zu Ethan umdrehte.

"Wenn du reden willst, ich warte unten bei meinem Schiff auf dich. Aber nur kurz."

Damit verließ sie den Raum, stieg die Treppe wieder hinab, ging auf die Dirtbag zu und zündete sich eine Zigarette an.


Ethan

Mitglied der Gemeinschaft

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Wohnort: Berlin

Titel: Der Pfeffersack

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88

16.02.2018, 09:42

Etwas irritiert sah Ethan dem Treiben zu und fand keine Worte zu diesem dreisten Auftritt. Platzt der Kerl doch einfach hier rein, da könnte ja jeder kommen.So abwegig ist der Gedanke dann aber auch nicht, dachte er sich und sah dabei Jess aus dem Augenwinkel hinterher. Schließlich ist hier so ziemlich ‘jeder’ hergekommen.

Da das Meeting damit wohl beendet war, wollte Ethan aus hier raus. Er wendete sich an seine Schwester.

“Eny dürfte gleich hier eintreffen. Ich hole schnell die ‘Last Hope’ und komme hierher zurück. Und dann reden wir erstmal mit Jayden.”

Dann stand er auf, verließ den Raum und ging nach draußen. Jessica lehnte dort an ihrem Schiff.

“Ok, ich hab’s begriffen,” sagte Ethan und machte eine resignierende Geste mit seinen Händen. “Jessica James interessiert sich nur für Jessica James und wenn es mal nicht rund läuft, haut sie ab. Chloe hatte wie immer Recht.
Da du dich schon entschieden hast, kann ich mir die Entschuldigung für vorhin aber auch klemmen. Jetzt musst du wenigstens nichts mehr abgeben, ist vermutlich für uns alle besser.”

In seinen Augen zeigte sich eine Mischung aus Wut und vor allem aus Enttäuschung.

“Ich dachte wirklich, dass ich für dich mehr bin als nur Mittel zum Zweck. Aber ich wurde in den letzten Wochen dank dir mit einer Waffe bedroht, festgenommen und selbst die Tatsache, dass ich dich vor dem Knast bewahrt hab, war wohl zu wenig um wenigstens mal ‘Danke’ zu sagen.”

Ein bedrohlicher Schatten kam aus der dunklen Wolkendecke und schwebte langsam hinab. Momente später zeigten sich die Konturen der Merchantman deutlich und Ethan beobachtete, wie Enyalios das große Schiff anmutig auf einem freien Platz neben der großen Halle landete. Vermutlich gehörte das Grundstück nicht dem Outpost, doch es war im Moment der einzige Ort, der genug Platz zum landen bot.
Der Händler ging langsam auf den Ausgang des Geländes zu, welcher zur Straße führte und drehte sich noch einmal kurz um.

“Ich hab vorhin gesagt, dass ich deine Hilfe mit dem Scanner brauchen könnte, und das ist die Wahrheit. Aber wenn du besseres zu tun hast…”

Er zuckte mit den Achseln.

“... ich bekomm das auch irgendwie ohne dich hin. Schaff nur deine Razor von der Merchantman runter.”

Damit ging Ethan auf die Straße und zurück zum Landeplatz der ‘Last Hope’. Seinen Frust ließ er dabei an einer alten verbeulten Mülltonne ab, die er mit einem Fußtritt lautstark auf die leere Straße beförderte.


"Lieber glücklich auf dem Fahrrad, als heulend im BMW."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ethan« (Heute, 16:06)


Taya

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Miss Facepalm

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89

16.02.2018, 10:24

Jessie schnippte wütend die Kippe weg und stapfte hinter Ethan her, während sie immer wieder mit dem Finger auf ihn deutete, als wäre er ein spitzer Dolch.

"Wage es ja nicht, mich mit so einem Scheiß hier einfach stehen zu lassen, hörst du? Wage es nicht!"

Ihre Stimme war laut zu vernehmen, doch das war ihr egal.

"DU warst derjenige, der mir mitgeteilt hat, ich könnte ja verschwinden. DU musstest ja unbedingt mit meiner Razor herumfliegen und dich festnehmen lassen, anstatt sie lieber erstmal unter Verschluss zu halten. DU hast mich nicht vor dem Knast bewahrt, das waren glückliche Umstände, DU hättest mich fast da hineingebracht! DU hast dich schon immer von deiner Schwester gegen mich aufhetzen lassen, nur weil sie nicht zulassen kann, dass eine andere Frau in deinem Leben eine Rolle spielt."

Ihr Tritt beförderte die Mülltonne noch gut 3 Meter weiter.

"ICH habe mich auf alles eingelassen, mein Rennschiff voller Erinnerungen verhökert, um mir ein Arbeitsschiff zu kaufen, mit dem ich nicht wenig Credits für dich und deine Schwester verdient habe. ICH bin euch aus dem Weg gegangen, damit Chloe sich nicht immer so aufregt und ICH bin bereit, für diesen Outpost zu arbeiten. Und DU besitzt die Frechheit MIR vorzuwerfen, dass ICH nur an mich denke und abhaue?! Zum Teufel mit Dir!"

Sie ballte die Fäuste, doch dann lies sie die Arme kraftlos hängen.

"Die Solis Ortis ist nicht dein Schiff und du bist nicht der Captain. Aber ich werde die Razor runterschaffen, keine Sorge."

Jessie zögerte einen Moment, bevor sie sich abwandte.

"Ich... habe gesagt, ich arbeite für den Outpost. Wenn du mit dem Bau des Scanners beauftragt wirst und entscheidest, dass du meine Hilfe dabei brauchst, dann werde ich mich dem nicht verweigern. Das ist mein Job, natürlich habe ich nichts besseres zu tun. Klemm' dir solche Bemerkungen. Sag mir, wann und wo du mich brauchst. Du hast meine Nummer."

Damit schlenderte sie missmutig in Richtung Dirtbag zurück.


Tuan

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90

16.02.2018, 13:58

Die Versammlung löste sich langsam auf, während die unterschiedlichen neuen Mitglieder und Angestellten des Outpost 7 den Konferenzraum verliessen. Wie Fisher vermutet hatte, fanden sich bei dem Haufen einige interessante Persönlichkeiten. Nicht zuletzt natürlich der junge Unternehmer, der so nonchalant mitten in die Sitzung geplatzt war und den offenbar bisher noch niemand kannte.
Was die Frage der Unterkunft anging, der Journalist hatte sich erst einmal in einem günstigen Hotel eingemietet. Allerdings war das natürlich nur eine Übergangslösung und er hoffte, schlussendlich bei den verschiedenen Operationen und Unternehmungen auf den unterschiedlichen Raumschiffen bei deren Crews unterkommen zu können. Für ihn ging es bei der ganzen Sache ja darum, möglichst viel zu dokumentieren, da konnte er sich schlecht jahrelang in einer einzigen dunklen Koje verkriechen.
Vorläufig waren noch keine grossartigen Expeditionen geplant und während der Vorbereitungsphase genügte sein Hotelzimmer völlig, doch sobald erste Projekte anlaufen würden, würde Fisher sich mit dem jeweiligen Captain in Verbindung setzen und dafür sorgen, dass er die Leute begleiten und ihre Arbeit direkt mitverfolgen könnte.

Ethan

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91

16.02.2018, 14:20

Ein lautes freudloses Lachen entsprang seiner Kehle als Jess ihn zum Teufel jagte und ging. Er drehte sich um und rief ihr laut hinterher.

“Genau, glückliche Umstände waren das. Die Zahnfee hat das Scheißding registriert. Aber schieb nicht Chloe als Grund vor, dass zwischen uns nie was gelaufen ist. Ich hab dich ihr gegenüber immer verteidigt und bin dir lange genug hinterher gelaufen. Du hättest nur zugreifen müssen!”

Der kleine Junge, dem Ethan und Chloe auf dem Hinweg begegnet sind, saß noch immer ein paar dutzend Meter weiter am Straßenrand. Mit offenem Mund starrte er in die Richtung der Beiden. Sie erinnerten ihn an seine Eltern. Sie stritten sich auch oft, doch hatten sie wenigstens den Anstand, es nicht mitten auf der Straße zu tun wo es jeder mitbekommen würde.

Ethan selbst sah der Latina noch einige Augenblicke wütend nach und ging dann in die entgegengesetzte Richtung. Der Junge sah ihn etwas mitleidig an, senkte aber schnell seinen Kopf und spielte weiter als der Händler vorbei lief. Vereinzelte Regentropfen fielen zu Boden und verkündeten den Beginn des nahenden Gewitters.


"Lieber glücklich auf dem Fahrrad, als heulend im BMW."

Kara

Stellv. Gildenleitung

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92

Heute, 15:13

Carol nickte allen zu.

"Ich denke, wir wären soweit fertig. Willkommen beim Outpost 7. Ihre Tätigkeit für unser Unternehmen beginnt… jetzt."

Sie strich lächelnd über die kahle Stelle an ihrem Kopf.

"Machen Sie sich so gut es geht nützlich. Verdienen Sie Geld. Helfen Sie, diese Bruchbude in eine Firmenzentrale zu verwandeln, welche den Namen verdient. Bereiten Sie sich auf eine Expedition vor, warten Sie Ihre Schiffe, ölen Sie Ihre Maschinen und Waffen. Aber halten Sie sich bereit. Es kann sein, dass es irgendwann losgeht und wir Sie brauchen. Wenn Sie uns brauchen, erreichen Sie uns hier oder über Interkom. Und jetzt raus mit Ihnen, wir haben hier noch… ein Gespräch zu führen. Mister Gene, warten Sie bitte draußen, Sie wollten ja auch noch mit uns sprechen."

Carol wartete, bis alle außer Tanner, Masters und sie den Besprechungsraum verlassen hatten. Sie schloss die Tür und musterte den schmächtigen Mann intensiv.

"So mein Junge, jetzt zu Ihnen. Sie scheinen noch nicht viel Erfahrung zu haben, was das Tätigen von Geschäften angeht. Man macht in der Regel zuerst einen Termin, bevor man einfach so aufkreuzt und irgendwo hineinplatzt."

Sie setzte sich wieder neben Tanner und lehnte sich zurück. Dabei leerte sie die letzten Tropfen aus dem Becher, den Bandit dort hatte stehen lassen.

"Also schön… Cash, richtig? Sie haben Glück, bei uns einzusteigen ist noch möglich. Was können Sie uns anbieten? Wie wollen Sie uns davon überzeugen, dass Sie nützlich für uns sind? Was sind Ihre… Kompetenzen? Was haben Sie da für ein Schiff?"

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