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Ethan

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Titel: Der Pfeffersack

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241

25.04.2018, 21:50

Dumpfe Schläge hallten durch das große Schiff. Sie klangen völlig abnormal und das nicht, weil sie von Asteroiden stammten, die in regelmäßigen Abständen auf die Schilde der Merchantman prallten. Vielmehr war es das Medium, welches diese Geräusche übertrug. Eine Mischung aus heißem Gas und dem Rest der Atmosphäre, die in den Korridoren und Räumen des Schiffes noch vorhanden war.

Es war natürlich lebensfeindlich, keine Frage. Ohne die EVA-Anzüge wären Jessica und Ethan bereits lange tot und selbst mit den Anzügen war es nur noch eine Frage der Zeit, die Temperatur in dem Schiff betrug mittlerweile über 100° Celsius und stieg aktuell pro Minute um weitere 5 Grad.

Es waren bereits dreißig Minuten vergangen seitdem sich die Flotte auf den Weg gemacht hat. Mona, die zuvor das Kommando über die Unicorn Stallion übernommen hatte, verstand anscheinend etwas von der Steuerung eines Schiffes. Sie begab sich in Position, funkte die Solis Ortis an und nahm das Schiff in Schlepp.

Ethan rechnete irgendwie damit, dass das Schiff ordentlich durchgeschüttelt wurde, aber das passierte nicht. Stattdessen bewegte sich die Öffnung, an der er gerade arbeitete einfach von ihm weg. Wie er vermutet hatte, waren die Trägheitsdämpfer auch ausgefallen und alles, was nicht festgebunden war, blieb auf der Stelle.

So ernst die Lage auch war, Ethan musste schmunzeln. Sowas erlebte man nicht jeden Tag und da Jess mit ihm hier war, fühlte es sich nicht so kritisch an, wie es objektiv betrachtet vielleicht war. Erst, als ihn die Wand hinter ihm einholte und etwas unsanft mitnahm, widmete er seine Aufmerksamkeit wieder dem eigentlichen Problem. Nach einem prüfenden Blick auf Jess arbeitete sich der junge Mann an der Wand zurück zu seinem Arbeitsplatz und das Paar arbeitete eifrig daran, die Lebenserhaltung wiederherzustellen.

Es dauerte noch weitere zehn Minuten, bis diese endlich ansprang und ihren Dienst verrichtete und es kostete Jessica und Ethan all ihr Können.
Auf Höchstleistung getrieben, dauerte es nicht lange, bis die Temperaturen wieder annehmbar und die Luft atembar waren, während die beiden nebeneinander saßen und auf die Meldung warteten. Ethan nahm zuerst seinen Helm ab, sein Sauerstoffvorrat war trotz der Spende fast aufgebraucht.

“Ahhh… frische Luft. Ich denke, wir sind hier fertig. Die Gravitation und Trägheit können wir hier drin nicht reparieren.”

Er nahm einige tiefe Atemzüge und wartete, bis Jess ebenso ihren Helm abgenommen hatte. Dann grinste er sie an, nahm ihre Hand und zog sie in der Schwerelosigkeit mit sich.

“Darf ich dich zur Brücke geleiten? Ich hab gehört, die Aussicht soll zu dieser Jahreszeit spektakulär sein.”

Und tatsächlich bot sich zumindest in seinen Augen ein Anblick, den er nicht so schnell vergessen würde. Die wunderschöne Jump 890i direkt vor ihnen, die ihren Traktorstrahl auf die Nase der Merchantman gerichtet hatte und sie sicher durch diese Suppe zog.

Es dauerte auch nicht lang, bevor neue Befehle von Danvers kamen.

"Hier Warbird. Verstanden. Valkyrie, konzentrieren Sie Ihr Feuer auf die Gesteinsbrocken am Rand. Venus, leicht aus der Formation ausscheren, wir beide unterstützen PG mit unseren Bordkanonen. Sobald wir das... Auge... erreicht haben, sammelt sich die Flotte kreisförmig um die Magellan und die Solis Ortis. Fox, wie ist Ihr Status an Bord der Merchantmen?"

Ethan blickte etwas nachdenklich zu Jess und zog es vor, erst einmal nicht zu antworten.

“Korrigier mich, Jess. Aber wenn das ein Hurricane sein soll, dann kommt da kreisförmig eine Menge Scheiße auf uns zu, die uns in den Weg fliegt. Meinst du, die 3 Schiffe schaffen das?”

Er schwebte zu einer Konsole und rief die taktische Anzeige des Schiffes auf.

“Soweit ich weiß, hat die Merchantman mindestens drei fette Geschütze. Eins davon könnten wir sicher nutzen und ein wenig unterstützen. Na sieh mal an, voll funktionsbereit.”

Ethan grinste sie frech an.

"Hast du Lust, ein wenig rumzuballern?”


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Taya

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242

26.04.2018, 09:44

Jessie zuckte müde mit den Schultern.

"Wenn du meinst, dass das was bringt... dass wir genug Energie dafür haben, ohne dass uns gleich die Lebenserhaltung wieder ausfällt... und ohne, dass wir die Stallion vor uns in Stücke schießen... tu dir keinen Zwang an. Beim Thema Raumschiffgeballer bin ich raus, die Entscheidung überlasse ich ganz dir."


Ethan

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243

26.04.2018, 11:11

Das Grinsen verschwand und Ethan war etwas enttäuscht.

"Das ist wohl ein Nein."

Er öffnete einen Funkkanal zur Marvel Star.

"Warbird, hier Solis Ortis. Das Schiff ist stabilisiert und die Lebenserhaltung wieder online."


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Projekt G89

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244

28.04.2018, 02:03

Folgte den Funksprüchen von Cutter und Carol als sie den Rand der Hurricanes erreicht hatten. Auf dem weg hierhin hatten 4 weitere Raketen ihren Platz mit einem bläulichen Schweif verlassen.


"Hier Warbird. Verstanden. Valkyrie, konzentrieren Sie Ihr Feuer auf die Gesteinsbrocken am Rand. Venus, leicht aus der Formation ausscheren, wir beide unterstützen PG mit unseren Bordkanonen. Sobald wir das... Auge... erreicht haben, sammelt sich die Flotte kreisförmig um die Magellan und die Solis Ortis. Fox, wie ist Ihr Status an Bord der Merchantmen?"



"Hier Valkyrie, zu Befehl Boss." Erwiederte er kurz und knapp auf Carols funkspruch bevor er einige Befehle das dazu führte das nun alle vier Geschütze einer anderen Waffen Gruppe zugeordnet waren eingab. Dadurch konnte er jedes Geschütz einzelnd abfeuern was dazu führte das er die Kadenz selber bestimmen konnte. Auf der Strecke bis hier her war die kadenz mehr zweitrangig in seiner Meinung da sich die Asteroiden nicht allzu schnell bewegten doch hier sah es anders aus.


Desweiteren entkoppelte er seinen Antrieb von seiner Bewegungsrichtung. Was dafür sorgte das er in die bisherige richtung weiter flog als er die Nase der Valkyrie leicht nach backbord bewegte um die Asteroiden zu beschießen die den Punkt erreichen würden den sie passieren wollten. Es machte wenig Sinn gerade aus zu feuern da die Lücke in Sekunden wieder weiterziehen würde.


Da nun ein Zeitpunkt gekommen war wo er sich konzentrieren sollte wechselte er mit wenigen handgriffen das Lied welches vom Schiffscomputer abgespielt wurde. Pryson hatte sich inzwischen genügend entspannt.




Der ihm zögerlich vorkommende Funkspruch von Chloe gab ihn jedoch zu bedenken.

"Ist alles in Ordnung Angel One?" erkundigte sich Pryson über Funk. Er machte sich ein wenig Sorgen. Wäre er allein würde er mit der Strömung eindringen, doch dies war nicht möglich und abgesehen von Forschungsschiffen hatte man es eher weniger mit solchen Gebieten zu tun was ihn dazu brachte darüber nachzudenken wie oft die anderen wohl in einer solchen Lage waren. "Angel One, MarvelStar wenn was sein sollte nehmt hinter der Valkyrie Deckung bevor ihr weiter macht." Fügte er noch an.

Kurz darauf begannen die vier Geschütze erneut zu feuern nun jedoch jedes minimal zeitversetzt so, dass das erste Geschütz wieder feuern konnte wenn das vierte fertig war. Statt der feuerpause von 2-3 Sekunden die die Valkyrie normalerweise hatte während alle vier Geschütze zeitgleich feuerten und abgekühlten. Gab es nun ein ununterbrochenes feuermuster ähnlich dem der Repeater. Für die anfänglich Lücke die was größer werden sollte waren noch 5 Raketen von der Constellation gestartet die sich ihre Ziele in den Asteroiden suchten.

"Ethan? Wenn wir zurück sind sollten wir etwas am Schiffscomputer machen"

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Projekt G89« (28.04.2018, 21:17)


Ethan

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245

28.04.2018, 23:31

Ethan vernahm den Funkspruch von PG und machte sich eine geistige Notiz, denn das war im Moment seine geringste Sorge.

Die lädierte Flotte erreichte nach weiteren, nicht enden wollenden Minuten das ruhige Zentrum dieses Strudels. Es war nicht groß, doch die einzelnen Schiffe fanden gerade genug Platz und kein Asteroid flog hier wild herum. Ein sicherer Hafen innerhalb dieser sonst so tödlichen Umgebung.

Die Bedingungen waren hier drin wesentlich angenehmer. Die Temperatur lag bei groben 50° Celsius und die Strahlung war so gering, dass man mit einem EVA-Anzug mehrere Stunden problemlos überleben konnte. Es würde nur etwas warm werden.

“Solis Ortis hat fast ihre Position erreicht.” funkte Ethan an die Flotte. “Unicorn Stallion, Traktorstrahl deaktivieren. Den Rest machen wir allein, aktiviere Manövriertriebwerke. Danke für’s mitnehmen.”

Das mächtige Frachtschiff zündete seine Triebwerke und verlangsamte seine Geschwindigkeit gemächlich, bis es völlig zum stehen kam.

“Geschafft.,” stöhnte Ethan. “Für’s erste sind wir in Sicherheit.”

Jetzt wäre der passende Moment gewesen, um eine komplette Diagnose der Schiffssysteme zu starten, doch dazu fehlte ihm die Kraft.
Erst jetzt, wo der Druck von ihm abfiel, merkte Ethan, wie sehr ihn die letzten Stunden eigentlich mitgenommen haben. Wäre die Gravitation aktiv gewesen, wäre er auf der Stelle zu Boden gesunken, so kraftlos fühlte er sich gerade. Erschöpft ließ er sich auf einen der Sitze nieder und lehnte den Kopf zurück, während er mit einem schmunzeln zu Jess blickte.


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Tuan

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246

29.04.2018, 09:52

Als sich die angeschlagene kleine Flotte in Bewegung setzte, um zu einer sichereren Position zu gelangen, damit sie wenigstens notdürftige Reparaturen durchführen konnten und hoffentlich nicht permanent von weiteren kleinen Asteroiden bombadiert wurden, war Fisher im ersten Moment froh, dass er sich nur auf die Scanner konzentrieren und nicht das Schiff durch diesen Wirbel steuern musste. Die Erleichterung hielt allerdings nur kurz, nachdem die ausgewerteten Daten auf den Monitoren angezeigt wurden und dem Journalisten all zu deutlich zeigten, wie prekär ihre Lage war. Und er konnte nichts weiter tun, als die Daten zu analysieren und an den Rest der Flotte weiterzuleiten, in der Hoffnung, dass die dann schon wussten, was sie damit anfangen sollten. Ein feiner Schweissfilm bildete sich auf seiner Stirn, während er sich angestrengt auf die Scanner konzentrierte. Davon, wie Enyalios die kleine Dirtbag steuerte, bekam Fisher kaum etwas mit.
Endlich, nach endlos scheinenden Minuten, erreichten die Schiffe des Outpost ohne weitere Verluste eine kleine ruhige Oase inmitten dieser Hölle. Selbst getrennt durch die Schiffsrümpfe und das sie umgebende All konnte man das erleichterte Aufatmen jedes einzelnen Expeditionsteilnehmers spüren. Fisher liess sich erschöpft in den Sessel sinken und gratulierte Enyalios zum sicheren Flug durch diese Suppe.
Da im ruhigen Auge des kleinen Strudels nicht mehr so viel Energie für die Schilde und andere Systeme benötigt wurde, konnten die beiden Männer mit Hilfe von Alexa, der Bord-KI, die Energiezufuhr einiger Systeme reduzieren und dafür mehr Power auf die Scanner umleiten. Diese liefen nun auf Hochtouren und lieferten ein viel deutlicheres Bild des Asteroidenfeldes, als der kleinen Flotte bisher zur Verfügung gestanden hatte.
So erkannten sie nun, wie riesig das komplette Feld überhaupt war, mehrere hunderttaussend Kilometer im Durchmesser, schwirrten Millionen Gesteinsbrocken unterschiedlichster Grössen durch das All. Ausserdem zeigte sich, dass es dutzende solcher Wirbel wie jener, in dem sie gerade Schutz suchten, gab. Ein bestimmter solcher Strudel stach hervor, denn laut den Daten war er etwa 1000 Kilometer gross und nicht allzu weit entfernt. Im ruhenden Pol innerhalb dieses Wirbels drehten sich zwei grössere Asteroiden sehr langsam um einen gemeinsamen Schwerpunkt. Der "kleinere" der beiden Felsbrocken mass etwa 50 Kilometer, der andere war etwa viermal so gross.
Und dann wies Alexa darauf hin, dass ihre Sensoren dank dem Spezialscanner Triniumvorkommen in diesen beiden Asteroiden entdecken konnten.
Fisher öffnete einen flottenweiten Kanal und leitete die gewonnenen Erkenntnisse an den gesamten Outpost7 weiter.

Projekt G89

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247

01.05.2018, 00:14

Pryson hatte ebenfalls seine Constellation auf Position gebracht. Die seitlichen Ausleger für die Raketen hatte er eingefahren als er in das Auge des strudels gedrungen war um Platz zu sparen und diese vor versehentlichen Kollidationen zu schützen.

Auch Pryson atmete erleichtert durch als alle Schiffe scheinbar ohne nennenswerten neuen Schäden in dieser Oase ihren Platz fanden. Als er sich jedoch gerade erheben wollte um sein Schiff zu prüfen kamen die Scannerdaten der Dirtbag herein.

"Soll das ein Witz sein? Wir sind immer noch nicht da wo wir hinwollen? ... wofür ist dann dieser vedammte Beacon? Und jetzt sagt nicht. Sie ist da im Schutz zu suchen." Kommentierte Pryson die neusten Erkenntnisse über Funk. "Wieso würden soviele Infos zurückgehalten?" Das war bereits bei den Marines eines der Punkte die ihm sauer aufstießen. Infos die das Überleben vereinfachten.

Etwas gereizt von der Situation das man das Outpost 7 quasi in ein Mienenfeld geschickt hatte schnappte er sich seinen Helm und wechselte die Musik welches in seinem Schiff lief auf ein Album mit dem namen Black Lagoon.

"Wenn mich jemand sucht. Ich bin draußen spazieren und begutachte die Valkyrie." Hab er noch kurz über Funk Bescheid bevor er sich den Helm aufgesetzt hatte und auf dem weg nach draußen ein Multitool schnappte.

Es dauerte etwa 45 Minuten in denen Pryson die Wichtigen Stellen an der Hülle prüfte. Doch abgesehen von den üblichen nutzungskratzer war nichts neues hinzugekommen. Somit konzentrierte er sich nun auf die Stelle wo er durch die Kollision eines seiner Steuerdüsen Pakete verloren hatte nachdem er seinen Sauerstoff aufgefüllt hat. Eine der Düsen war bis zur hälfte abrasiert die andere zur Hälfte aus der Verankerung gerissen. Pryson hatte zwar gerade keine Ersatzteile an der Hand um diese zu ersetzen. Doch mit dem Multitool konnte er die beschädigten Teile entfernen und vorbereiten, damit sich die Überreste nicht irgendwann losreißen würde und ein Folgeschiff beschädigen würde.

Die Arbeit dauerte etwa 20 Minuten um die Überreste zu entfernen.

"Ethan? Sie haben nicht zufällig ein Paket von Steuerdüsen für eine Constellation an Bord oder?" Zusammen mit der Nachricht schickte er ein mit dem mobiglas aufgenommenes Bild von der Stelle der Gondel als auch dem irreparablen paar Thruster welche er in der Hand hielt. "Ich gehe jedenfalls zurück an Bord ich bin soweit fertig hier draußen."

Mit diesen Worten und dem kaputten Teil in der Hand stieg er wieder durch die Luftschleuse ins Innere. Als er seinen Helm abzog stand der Schweiß auf der Stirn und er atmete tief durch.

Nachdem er das kaputte Teil in den Frachtraum abgelegt hat. Zwängte sich Pryson aus seinem EVA Anzug heraus und nahm eine Dusche. Was er dabei vergessen hatte war die automatische Andockerlaubnis zu deaktivieren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Projekt G89« (01.05.2018, 01:24)


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