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Tanner Mirabel

Gildenleitung

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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3 201

23.10.2017, 20:48

Nach 30 Jahren Pause war man froh, Star Trek wieder zu haben, sogar Pille trat auf und half beim Übergang.

Das ist jetzt ja nicht anders. Dass keine Darsteller auftreten, hat ja eher was damit zu tun, dass Discovery nun mal vorher spielt. ;) Und 30 Jahre... dir ist schon bewusst, dass TNG auch schon fast so lange her ist, oder? Das sind auch nur 7 Jahre weniger. ^^

Aber das ist ja auch gar nicht relevant.

Mein Punkt ist der: Bei jeder Umsetzung, die diverse Jahre später stattfindet, wird es massive Änderungen geben. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Sicher Regisseure mit ihren eigenen Visionen, aber eben auch kommerzielle Ursachen.

Wie bereits gesagt, neue Projekte, auch Star Trek, stehen in Konkurrenz zu allem anderen. Wer sich mal anschaut, wieviele Serien im Laufe eines Jahres auf den Markt geworfen werden, weiß wie hart der Kampf um die Gunst des Zuschauers ist. Und wenn ich Zuschauer sage, rede ich nicht vom harten Star Trek Kern. Der ist bei weitem nicht so groß, als dass sich die hohen Kosten rechnen würden. Wie bei allen anderen auch zählt insbesondere der Gelegenheitszuschauer, den man mit packenden Stories und Neuem dauerhaft binden will.

Gerade letzteres ist extrem wichtig. Seien wir doch mal ehrlich: Die alten Serien von Star Trek laufen seit Jahren auf allen Anbietern. Amazon, Netflix, whatever. Die Chance ist groß, dass Leute die entfernt daran interessiert sind, zumindest hin und wieder mal reingeschaut haben, oder die Reboots gesehen haben. Das letzte, was dieser Typ Zuschauer jedoch sehen will, ist etwas, was er meint schon zu kennen. Dann ist er ganz schnell wieder weg, zumal man eher Parallelen zu bereites gesehenem zieht. Auch jemand, der jetzt nicht jede Serie von Star Trek aber zumindest das meiste von einer gesehen hat, ist eben nicht "der" Fan, er mag Star Trek an sich wollen, aber eben nicht "den alten Kram". Von daher sind anders aussehende Klingonen, Raumschiffe und Phaser a la Star Wars, was ja extrem gut angekommen und auch ständig in aller Munde ist, halt erstklassige Mittel um genau diesen Effekt zu erreichen. Ja, die Core-Fanbase verärgert es, es gibt Kritik - aber das macht es halt für die Masse nicht unbedingt uninteressant, ganz im Gegenteil. Und dass das funktioniert, zeigen die Erfolge der Reboot-Filme, und Discovery wird da sicher keine Ausnahme machen.

Wenn man das Universum mal wegnimmt und es ganz objektiv betrachtet, ist die Serie ziemlich cool und vielschichtig gemacht. Erinnert halt von der Machart an aktuelle, erfolgreiche andere Serien, und das eben aus gutem Grund. Ein roter Faden funktioniert heutzutage halt einfach besser als einzelne, in sich abgeschlossene Episoden. Von daher wird man es sich einfach abschminken können, dass es jemals wieder etwas wie STTNG geben wird. Man darf es eben einfach nur nicht mit dem bisherigen Star Trek Universum in Relation setzen. Dann wird man unweigerlich enttäuscht, es ist einfach "zu" anders.

Übrigens ein kleiner Schnitzer in der Argumentation meinerseits von vorher: Das neue Aussehen der Klingonen wurde ja gar nicht von TNG eingeführt, sondern von den Kinofilmen davor. :D

Und ja, es geht mir besser, danke der Nachfrage. :P Da du aber im RP einen Text schreiben wolltest und ich die anderen Rubriken dank Ethans Vorschlag gelesen habe, machts wohl auch keinen Sinn da noch was nachzuholen. ^^

Sefer Jezirah

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Bremen

Titel: Lehrstuhl für asiatische Geschichte

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3 202

23.10.2017, 20:51

http://www.startrek.com/article/discover…r-second-season

2. Season für Discovery angekündigt, auf gehts mit der 2. Runde im Pilzuniversum :rolleyes:

Tanner Mirabel

Gildenleitung

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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3 203

23.10.2017, 20:59

Und das Statement reflektiert ziemlich genau was ich eben ausgeführt habe. Die zweite Season dann also erst 2019.

Vleit Medane

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Recklinghausen

Titel: ***

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3 204

23.10.2017, 21:28

Wo wir gerade so beim Thema der Aufmachung sind. Es gibt in TNG eine sehr schöne Folge, die erklärt bzw. das Thema aufgegriffen wird, warum sich so viele Spezies im Star Trek Universum so ähnlich sehen. Oftmals gesagt, so menschlich. Eine wirklich schöne Folge und nachvollziehbar.

Falls jemand die Folge nicht kennt, hülle ich es in einen Spoiler.

Also da war doch diese Folge, wo ein Wissenschaftler ein uraltes Rätzel der Iconier aufgreift und versucht es zu lösen. Die Iconier waren ja die am höchst entwickelte Spezies im Universum. Sie haben diese Portale gebaut, womit sie von einem Augenblick zum Nächsten quer durch die Galaxis reisen können (dazu gibt es auch viele Star Trek Folgen).

Jedenfalls, da ist dieser Wissenschaftler der das Rätzel lösen will und ich weiß nicht mehr genau wie, aber alle vier großen Mächte (Romulaner, Föderation, Klingonen und Cardassianer) waren am Ende damit beschäftigt diesem Rätzel nachzujagen und jeder wollte der Erste sein, der es löst. Schließlich dachte man, dass am Ende des Rätzels eine Waffentechnologie zu haben ist und keiner wollte dem Anderen diese Technologie überlassen. Schließlich treffen alle vier großen Spezies auf einen alten Planeten der Iconier ein wo sie zusammen den Rest des Rätzels lösen.

Doch am Ende gibt es keine Waffe, sondern eine uralte Botschaft der Iconier zu hören, die mittels eines Iconier-Hologramms abgespielt wird. Dort erklären sie, dass wenn dieses Rätzel gelöst wurde, die jungen Spezies anscheinend so hoch entwickelt und bereit für die Wahrheit sind. Sie erklären, dass sie als letzte überlebende aller Rassen und kurz vor ihrem eigenen Aussterben, ihre DNA überall in der Galaxis mit ihren Portalen verteilt haben und damit alle Spezies einen Teil ihrer Iconier DNA in sich tragen. Sie alle seien "Brüder" oder "ihre Kinder".

So sind die Spezies also nicht menschenähnlich, sondern alle Spezies sind den Iconiern ähnlich. Natürlich konnten das die meisten Anwesenden nicht akzeptieren, vor allem Klingonen und Romulaner. Es sei eine Unehre dass sie verwand wären^^

Ich weiß nur nicht mehr genau... ich glaub die Botschaft wurde dann von den Cardassianern vernichtet und alle bis auf die Föderation haben diese Botschaft dann verleugnet. Es war eine sehr interessante Folge :) Und vor allem eine, wo man als Kind noch was über "äußerliche Unterschiede" und Gleichheit/Rassismus gelernt hat. Die Folge ist pädagogisch wertvoll, wie so einige Folgen der Star Trek Serien :)
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Taya

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Miss Facepalm

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3 205

23.10.2017, 21:30

Typisch, Tanner kann in einer Diskussion einfach nicht nachgeben :D

Es ist ja nicht falsch, was du sagst, aber die Argumentation ist an den Haaren herbei gezogen. Und du weißt doch genau, dass vieles modernisiert und angepasst wurde, weil es in den 60ern eben nicht anders möglich war - inklusive Klingonenmasken. Und man kann nun wirklich nicht behaupten, dass das bekannte Star Trek nicht mehr dem Zeitgeist oder dem Anspruch entsprach. Voy, Ent, die letzten ST-Filme... alles wunderbar. Und man muss doch gar nicht TNG mit Discovery vergleichen, sondern mit dem letzten von "unserem" Star Trek. Und das ist ja nur gut 10 Jahre her.

Und nochmal Karas Argument: Du willst mir doch nicht ernsthaft sagen, dass es finanzielle Einbußen gegeben hätte, wenn man bestimmte Dinge beachtet hätte. Phaser, Klingonen und so weiter. Aber man hätte die Trekkies als Zielgruppe behalten und in einer der größten Fanbases Boden gut gemacht. Und schließlich sind gerade diese Punkte oft kritisiert worden. Das ist doch nur albern.

Laut den aktuellen Nutzerstatistiken bei Netflix sind die alten Star Trek Serien gerade äußerst beliebt, die werden also auch begeistert von Neulingen geschaut. Und die denken alle wirklich: Okay, die vier Serien waren super, aber für die nächste wollen wir bitte etwas, dass total anders aussieht, bloß kein Wiedererkennungswert. Echt jetzt? Komm schon Tanner, lass stecken. Alle großen Franchises arbeiten mit Konsistenz, von Marvel über Harry Potter bis Star Wars. Warum haben die Regisseure bei Star Wars nicht gesagt: Ey, den alten Kram interessiert kein Schwein, lass uns mal total viel ändern.

Nein, Star Wars 7 sollte möglichst stark an Teil 3 erinnern. Insofern ist das bei Star Trek so nicht zu rechtfertigen.


Tanner Mirabel

Gildenleitung

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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3 206

23.10.2017, 21:55

Typisch, Tanner kann in einer Diskussion einfach nicht nachgeben

Och Mann Taya, es wäre echt schön, wenn du deine Tonalität einfach mal änderst. Man muss nicht ständig andere Meinungen als albern bezeichnen und dann von oben herab seinen Senf dazugeben, als hätte man die Weisheit mit Löffeln gefressen.Insbesondere dann, wenn man offenbar keine Ahnung von der Thematik hat. Danke. ;) Und wenn es dich stört, dass ich diskutiere, brauchst du dich ja nicht beteiligen und kannst drüber hinweglesen, du bist ja zu keinem Zeitpunkt direkt angesprochen worden.

Zum Thema: Nur weil etwas für dich unwahrscheinlich klingt, ist es nicht gleich falsch. Ich arbeite jetzt seit 20 Jahren in PR und Marketing und kann dir daher versichern - solche Gründe spielen eine Rolle, ob dir das nun passt oder nicht. Sie finden nicht jedesmal Anwendung, kommen aber viel öfters vor als du vielleicht denkst. Deshalb ist dein Star Wars Vergleich auch eher der Vergleich von Äpfeln und Birnen. Star Trek Discovery beispielsweise ist speziell für Netflix konzipiert. Das ist ein ganz anderer Kanal als eine Kinoleinwand, oder freies TV, die Franchises haben eine unterschiedliche Awareness etc. Dazu kommen noch diverse andere Faktoren.

Warum das bei Star Trek Discovery eine Rolle gespielt haben könnte - wobei ich nicht einmal sage, dass es zwangsläufig so ist - habe ich bereits ausführlich dargelegt. Mit der Auslegung "da hat man sich nur keine Mühe gegeben oder da kannte sich eben keiner aus" machst du es dir jedenfalls ziemlich einfach. Falls Du da noch eine andere Ursache zu kennen meinst, bin ich ganz Ohr. Da geht es um Beträge im mehrstelligen Millionenbereich, bei denen im Vorfeld bis zum Abwinken Marktanalysen und Erhebungen gemacht werden. Bis es da ein grünes Licht gibt, wurde bereits genau geschaut, wie man das kommerziell erfolgreich umsetzen kann, denn das ist der Fokus. "Lasst uns auf jeden Fall nahe am Original bleiben" ist jedenfalls keiner. Ebensowenig wie die Farbe der Phaser.

Das "unser" Star Trek ein fließendes Konzept ist, habe ich ja auch schon angesprochen, daher gehe ich da einfach mal nicht mehr drauf ein.

Allerdings solltest du dich meiner Meinung nach vielleicht wirklich einfach mal fragen, was wahrscheinlicher ist. Dass die Unterschiede von Discovery zu dem "alten" Star Trek Univerum einfach nur existieren, weil sich jemand dort - inklusive Frakes - einfach nicht mit der Thematik auskannte oder keine Mühe gegeben hat, oder ob es nicht doch an den von dir als lächerlich abgetanen, banalen Marketing-Faktoren liegen könnte. ;)

Denn eins steht fest: Zufall ist das nicht.

Ryan

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Berlin

Titel: Mr. Laserbeam

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3 207

24.10.2017, 06:24

Als ob man wegen so einem Thema so emotional diskutieren müsste :rolleyes: Das ist doch von allen Seiten unnötig.

Ich darf Tanner allerdings sagen: dafür, dass du anderen vorwirfst, von oben herab zu diskutieren, kommst du selber ziemlich arrogant herüber mit deinen "20 Jahren PR-Erfahrung" und der Zuweisung, andere hätten "offensichtlich keine Ahnung". Vor allem dadurch entsteht tatsächlich der Eindruck, deine Meinung sei die einzig richtige, da du ja vom Fach bist. Auch wenn es vielleicht noch einen kleinen Unterschied gibt zwischen der Vermarktung von Videospielen und einem Hollywood-Franchise ;)

Zum Thema, falls noch eine andere Meinung erlaubt ist: Ich glaube, es geht auch gar nicht so darum, ob es nicht eine bewusste Designentscheidung der Regisseure war, das wird wohl so sein (Frankes allerdings hatte überhaupt keinen Einfluss auf das Design der Serie, sondern durfte nur bei einer Folge Regie übernehmen), sondern darum, dass sie ziemlich hirnrissig ist ;) Tatsächlich kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Macher von Discovery sch vorher alle Star Trek Folgen angesehen haben und danach dachten... ach, scheissegal, wir machen das anders. Das bringt mehr Zuschauer.

Ich halte ENT auch für eine tolle Serie (auch wenn ich tatsächlich sagen muss, dass die größten Gurken aller Folgen aus dieser Serie kommen - ich nenne gerne viele Beispiele, gegen die Mission Farpoint ein Oscar-Titel ist :D), die sich viel Mühe gegeben hat aufzuzeigen, wie sich das Star Trek Universum entwickelt hat. Gerade diese Serie wäre also Pflichtprogramm für die DIS-Macher gewesen, um einen passenden Rahmen zu schaffen. Eine Konsistenz, wie Kara es nannte. Und wenn man sich wirklich bewusst dagegen entschieden hat, kann ich nur den Kopf schütteln. Denn "das macht man heute so" kann eigentlich nicht sein.

Wer verdient in Hollywood momentan das meiste Geld? Richtig, Disney. Mit welchen Marken? Richtig, Marvel und Star Wars. Was zeichnet diese Marken im Film aus? Die Verantwortlichen gehen extrem wertschätzend mit der Fanbase um. Und sie achten auf Stimmigkeit. Disney kauft Star Wars und erklärt das ganze Fanfiction-Zeug für nichtig. Der Kanon wird eingegrenzt, ganz wichtig genommen und es wird darauf geachtet, dass alles ins Bild passt - sei es bei Filmen wie SW 7 oder Serien wie Rebels. Jeder Marvel-Schauspieler hat die Auflage, sich erstmal alle Comics des Chars durchzulesen. Natürlich können sie nicht alles aus den Comics umsetzen, letztere verändern sich viel zu schnell. Aber innerhalb des MCU bleiben sie sehr strikt und konsistent. Deshalb zünden die Filme auch im Gegensatz zum DCEU.

Und? Gibt es irgendeinen Hinweis darauf, dass das eine Fehlentscheidung war? Haben sie Millionen neue Zuschauer für die Franchise gewonnen, UND die Fans glücklich gemacht? Haben sie sich ihren verdammten Arsch vergoldet? Ja, ja, ja! :D

Und jetzt mal ehrlich: Wenn Disney Star Trek gekauft hätte... was denkst du, hätten sie daraus gemacht? Einen Designwechsel wie beim Reboot und DIS, oder hätten sie sich an die Zeiten erinnert, die das Franchise groß gemacht haben und aus den Zutaten spannende neue Geschichten erzählt? Ich glaube letzteres. Und ich finde auch nicht, dass ST und SW wie Äpfel und Birnen sind. Denn der Designwechsel begann bei ST ja auch mit den Filmen (und den Wassertanks im Maschinenraum, argh!).

Taya

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Miss Facepalm

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3 208

24.10.2017, 07:38

Außerdem habe ich weder dich noch deine Meinung als albern bezeichnet, sondern die Ansicht der Macher, eine Abkehr von den Trekkies durch Detailänderungen würde sich finanziell rentieren.


Tanner Mirabel

Gildenleitung

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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3 209

24.10.2017, 12:42

Ich darf Tanner allerdings sagen: dafür, dass du anderen vorwirfst, von oben herab zu diskutieren, kommst du selber ziemlich arrogant herüber mit deinen "20 Jahren PR-Erfahrung" und der Zuweisung, andere hätten "offensichtlich keine Ahnung". Vor allem dadurch entsteht tatsächlich der Eindruck, deine Meinung sei die einzig richtige, da du ja vom Fach bist. Auch wenn es vielleicht noch einen kleinen Unterschied gibt zwischen der Vermarktung von Videospielen und einem Hollywood-Franchise

@Ryan Danke für das Feedback, das war nicht meine Intention. Hätte es anders geklungen, wenn die 20 Jahre weggefallen wären?

Zum Rest der Aussage stehe ich jedoch. Dass diese Praxis existiert, kann ich halt beurteilen, da ich direkt damit zu tun hatte. Auch im Filmbereich, da ich im Laufe der Zeit mit einigen Hollywood-Lizenzen zu tun hatte und während dieser Zeit zwangsläufig viel Einblick in die Hintergründe erhalten habe. Taya vermutlich nicht. Von daher empfinde ich persönlich es nicht als arrogant, wenn ich darauf hinweise, auch wenn es für Außenstehende vielleicht so klingen mag. Wenn ich jetzt beispielsweise eine Behauptung für den Pflegebereich aufstellen würde, die einfach nicht zutrifft, würden du oder Kara ja vermutlich auch zu recht darauf hinweisen, dass sie es besser wissen - und warum.

Tatsächlich kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Macher von Discovery sch vorher alle Star Trek Folgen angesehen haben und danach dachten... ach, scheissegal, wir machen das anders. Das bringt mehr Zuschauer.

Wenn so viel Geld im Spiel ist, soviele Instanzen die überwunden werden müssen bis für etwas Geld bereit gestellt wird - dann gibt es für solche Abweichungen in der Regel einfach gravierende Gründe. Ich versuche es mal anders:

Du bist jetzt der Chef von Netflix. Du möchtest deine Abonennten-Anzahl erhöhen, und dabei so viele Leute wie möglich ansprechen. Star Trek bietet für dich das Potential, es ist dir gelungen die Lizenz zu bekommen. Jetzt möchtest du aber soviele Leute wie möglich ansprechen. Einfach nur den Trekkie-Kern ansprechen wird weder deine Kosten decken, noch die Zahl der Abonnenten dauerhaft steigern. Mitnehmen möchtest du sie natürlich gern, aber wie gesagt
- das reicht nicht aus. Außerdem bist du nicht auf der Suche nach einer Eintagsfliege. Du möchtest im besten Falle ein Game of Thrones im Weltraum - etwas, wo die Leute lange drüber reden, etwas, dass heiß diskutiert wird und wo die Presse über lange Zeit schreibt. Etwas, dass es dir ermöglicht, über Jahre hinweg weitere Staffeln zu liefern. Was tust du?

Denn "das macht man heute so" kann eigentlich nicht sein.

Meiner Meinung nach leider schon. Und der Hauptgrund dafür ist auch sehr banal. Konsistenz ist schweineteuer, gerade wenn es sich um ein riesiges Universum handelt, dass alle Beteiligten bei jedem Aspekt berücksichtigen sollen.

Bezüglich deiner Aussage zu dem Verantwortungsbewusstsein der Marken in Hollywood: Mit deinen Beispielen hast du auf den ersten Blick recht. Jetzt sind wir aber wieder bei Äpfeln und Birnen und ich werde gerne mal ausführen wieso:

Was statistisches: Star Wars ist ein Franchise, dass gigantisch ist - ein Franchise, dass auf Kinofilmen beruht, von denen selbst ältere jetzt noch zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten gehören. Aktuell sind 5 Star Wars Filme in den Top 100 der besten Filme aller Zeiten nach Einspielergebnis. Star Trek kommt dort nicht vor, Star Trek kommt nur dann zum Tragen, wenn man sich die Top 20 der erfolgreichsten Serien nach Einspielergebnis anschaut. Damit ist nicht TV, sondern weiter Kinofilme gemeint. Und da befindet sich Star Wars auf Platz 3, Star Trek auf Platz 20 (der letzte Platz). Und zwar nicht etwa das hier beliebte Star Trek, sondern der Reboot "Into Darkness".

Fazit: Star Trek, auch wenn das hier anders empfunden wird, ist wirtschaftlich ein Zwerg gegen Star Wars und überhaupt nicht vergleichbar. Darum wird auch nie jemand 4 Milliarden Dollar für die Lizenz ausgeben und darauf achten, dass das Universum auch auf jeden Fall authentisch bleibt. Marvel und Disney sind einfach ganz andere Größen und spielen in einer komplett anderen Liga. Auch ist die Fanbase eine ganz andere, und viel größer, was ganz anders beachtet werden muss. Im Falle von Disney war man diesbezüglich offenbar so besorgt, dass man quasi einen der Vorgänger-Filme kopiert hat, statt inhaltlich was Neues zu wagen. Bei Star Trek geht das den Machern offenbar nicht so und es hat sicher seinen Grund, dass Paramount nicht mehr wie früher drakonische Auflagen gibt. Hier sucht man fieberhaft nach Möglichkeiten, das Franchise zu beleben, und wenn es sein muss auch mit Bruch des Canons. Man darf auch nicht vergessen, dass Star Trek nun einmal historisch betrachtet "nur" eine TV-Serie ist, während Star Wars großes Kino ist. Filme hats zu Star Trek erst später gegeben, und selbst dann waren die Einspielergebnisse gerade mancher Filme mehr als durchwachsen. Von daher kann man diese beiden Universen einfach nicht miteinander vergleichen.


Und? Gibt es irgendeinen Hinweis darauf, dass das eine Fehlentscheidung war? Haben sie Millionen neue Zuschauer für die Franchise gewonnen, UND die Fans glücklich gemacht? Haben sie sich ihren verdammten Arsch vergoldet? Ja, ja, ja!

Wie gesagt, die Fanbases sind hier ganz andere. Star Wars hatte ich ja schon ausgeführt, bei Marvel liegt das alles nochmal ganz anders, hier vergleichst du Äpfel mit... Eimern. :D Es gab keine vorherigen Marvel-Filme, an die sie sich hätten halten müssen, sie waren völlig frei in der Gestaltung. Wenn man also Ûnmengen von Geld und freie kreative Möglichkeiten hast und du dir keine Gedanken darüber machen musst, ob deine Zielgruppe nun Ironmans Anzug aufgrund leicht veränderten Designs für Canon-tauglich hält oder nicht, ist vieles einfacher. Auch releasen sie das Universum nicht über Jahrzehnte, sondern innerhalb weniger Jahre. Das ist auch nochmal ein erheblicher Unterschied. Das wäre so bei Star Trek ja gar nicht möglich.

Am Ende ist es aber doch nun einmal so: Star Trek Discovery ist wie es ist. Kein Star Trek der 90er. Und auch wenn der innere Fan protestierend aufkreischt, ist es doch nun wirklich unrealistisch anzunehmen, die Serie wurde am Lizenzgeber Paramount und den Geldgebern vorbei völlig dilletantisch von jemandem umgesetzt, der einfach keine Ahnung hat.

Außerdem habe ich weder dich noch deine Meinung als albern bezeichnet, sondern die Ansicht der Macher, eine Abkehr von den Trekkies durch Detailänderungen würde sich finanziell rentieren.

Schon, denn ich habe ja genau diese These ja vertreten.

Ryan

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Berlin

Titel: Mr. Laserbeam

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3 210

24.10.2017, 13:34

Okay, ich denke wir können das jetzt abkürzen, auch wenn ich mich natürlich über deine ausführliche Antwort freue ;)

1. Inhaltlich hast du mit der Herausstellung deiner Kompetenz natürlich Recht, allerdings kommt es eben auch ein wenig darauf an, wie man es vermittelt. Und nur weil jemand in einem Bereich ein vermeintlicher Experte ist, nimmt das den anderen nicht das Recht, sich zu äußern. Sachlich natürlich, nicht wahr, Taya?

2. Dem Inhalt deiner weiteren Aussage will ich auch gar nicht groß widersprechen, mit Sicherheit treffen einige Faktoren davon zu. Trotzdem kann ich es für eine Fehleinschätzung der Macher halten und vermuten, dass sie sich und allen anderen einen größeren Gefallen getan hätten, wenn sie ein wenig mehr auf das Star Trek Flair geachtet hätten. Und das hätte mit Sicherheit niemanden verschreckt. Aber das lässt sich nicht beweisen, weder in die eine, noch in die andere Richtung.

3. Nur nochmal zur Ergänzung: Discovery ist eigentlich keine Netflix-Serie, die wird nur in Deutschland darüber gezeigt (und vielleicht noch in anderen Ländern). In den USA läuft das über den CBS-Kanal. Außerdem feiert das MCU nächstes Jahr auch schon 10-jähriges Jubiläum - und kein Ende ist in Sicht. 22 Filme bisher, ist schon ordentlich.

Tanner Mirabel

Gildenleitung

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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3 211

24.10.2017, 15:16

Das kommt mir sehr entgegen, ich sitze wieder zur Eingewöhnung des weiblichen Nachwuchses in der Kita. :D

1. Keine Frage, insbesondere wenn es keine wirkliche Antwort gibt. Meine Argumentation bezog sich auch nur darauf, dass solche Gründe halt allgemein existieren. Vielleicht ist das in dem Punkt nicht gut durchgekommen.

2. Stimme ich vollkommen zu. Nur weil ich vermute, weshalb die Macher sich dafür entschieden haben und in gewisser Weise die Logik nachvollziehen kann, heisst das ja nicht dass ich mir nicht auch eine Canon-treuere Umsetzung gewünscht hätte.

3. Das mit der USA war mir zwar bewusst, ich hatte aber tatsächlich angenommen, dass die Sendung ursprünglich für Netflix bzw. den Abomarkt konzipiert wurde. Ändert das Grundsätzliche nicht dramatisch, aber interessant. MCU: Ja, zwar noch sehr jung gemessen an SW und ST, aber schon echt eine lange Zeit. Ich finde es immer noch bewundernswert, dass ein eigentlich als träge geltender Großkonzern wie Marvel den Schneid hatte, so ein finanzielles Risiko in dem Umfang einzugehen und noch dazu so brillant umzusetzen.

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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3 213

06.11.2017, 08:10

Okay, was habe ich gesehen:

1. Baywatch

Ich habe nichts erwartet und wurde dafür gut unterhalten :D. Story ist lahm, aber die Witze hauen schon rein, auch wenn sie noch so flach sind. Dazu grandiose Bilder. Also mit ein paar Kumpels und nem Bier ein guter Film für einen unterhaltsamen Abend :D

2. Thor 3

Ich... war begeistert. Der Film war einfach nur toll und ist in meinem Ranking ganz nach oben gerutscht. Er war sehr sehr lustig, besser als GotG2, wenn nicht gar als 1. Aber ich fand ihn auch nicht zu lustig, wie einige Kritiken ihn scholten, auch in seinen ernsten und sehr dramatischen Momenten glänzte er sehr. Der Film ist ein wortwörtlicher Donnerschlag im Marvel-Universum, es passieren krasse Dinge, keine Sekunde Langeweile, grandiose Bilder, super gespielt. Bester Marvel Film seit langer Zeit. Allerdings: wer die anderen Marvel-Filme nicht kennt, hat nur den halben Spaß, aber sonst ein absolutes Highlight. SCHAUEN!!!!!

3 214

06.11.2017, 09:14

Naja Thor 2 war nicht schlecht aber bisserl zu Albern und die Computertricks fehler haben mich gestört

Ethan

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Berlin

Titel: Der Pfeffersack

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3 215

06.11.2017, 18:54

Also ich muss sagen, Folge 7 von Discovery war endlich mal echtes Star Trek wie man es sich gewünscht hat. Und Folge 8 geht auch in die Richtung. Entweder hab ich mich schon an den Mumpitz gewöhnt oder es wird wirklich langsam gut :D


"Lieber glücklich auf dem Fahrrad, als heulend im BMW."

Tangalur

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Ravensburg

Titel: Der Erbsenzähler

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3 217

08.11.2017, 04:36

Zitat

Damit steht einem Wiedersehen der X-Men, Deadpool und den Fantasic Four im MCU wohl nichts mehr im Wege.


Der Satz zeigt wie sehr der Artikel durch das Wunschdenken der Autorin geprägt ist :whistling:

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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3 218

08.11.2017, 12:10

Warum? Die Aussage wurde ja getroffen für den Fall, dass die Übernahme klappt.

Candrielle

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Hamburg

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3 219

08.11.2017, 12:13

Für's MCU wäre das auf jeden Fall nur von Vorteil.. und wer weiss, vielleicht würde es endlich mal wieder einen X-Men Film geben, der über reines Mittelmaß hinaus kommt. :P

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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3 220

08.11.2017, 12:18

Das wäre mal was :D

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