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Tanner Mirabel

Gildenleitung

  • »Tanner Mirabel« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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1

09.01.2011, 21:49

Training Ground: Korridor



Die Basis des Außenpostens ist durchsetzt von diversen Gängen und Korridoren.

Beschreibung:
Wie bei republikanischen Vorposten üblich sind diese oft langen Verbindungstunnel recht schlicht gehalten und werden von simplen Röhrenlicht erleuchtet. Funktionalität steht an oberster Stelle. Die Böden bestehen zumeist aus lärmgedämpften Metallplatten, unter denen sich Kabel und Wartungsschächte kilometerweit bis an ihren Bestimmungsort entlang ziehen. In jedem Korridor gibt es eingebaute Kommunkationseinrichtungen, um mit den verschiedenen Einrichtungen der Basis Kontakt aufnehmen zu können. Dazu sind alle Gänge durch ein Lautsprechersystem verbunden. Korridore enden in der Regel an schweren Standard-Funktionsschotts, die entweder durch Sensoren oder per Konsole geöffnet werden.

Samantha Carroll

RP Charakter Outpost 7

Wohnort: Outpost 7

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2

27.01.2011, 10:49

Dieser blöde Captain! "Melden Sie sich bei Christopher Logan." Jaja, und wo war der, zum Teufel? Sie suchte jetzt schon eine halbe Stunde. Sie hatte es in der Kommandozentrale versucht, dort hatte man ihr aber mitgeteilt, Lieutenant Logan sei zum Hangar, die neuen Rekruten einweisen. Na toll! Jetzt hetzte sie wieder durch die Korridore zurück. Vielleicht gab es ja...

"Aua!"

Sam war um eine Ecke gelaufen und hatte eine junge Frau umgerannt. Sie war mit einem spitzen Schrei zu Boden gestürzt, als sie gegen die Rüstung der Artillerie-Schützin geprallt war.

"Oh, Verzeihung, Miss. Kommen Sie, ich helfe Ihnen auf."

Carroll griff nach unten und hob die zierliche Person mit einem Griff in ihre hübsche Uniform vom Boden auf und stellte sie auf die Füße. Sie sah nun etwas zerzaust aus. Hinter ihr kam ein Mann um die Ecke gelaufen.

"Ist etwas passiert?"

Sam starrte ihn an... er war groß und muskulös... hatte langes Haar... wirkte verwegen, erfahren und dennoch zielgerichtet und kompetent. Er war ein Traum! Die Soldatin begann zu stottern.

"Ich... äh, n... nein... i... ich habe nur d... diese Lady hier ausversehen umgerannt, ist aber nichts passiert, sie steht schon wieder, sehen Sie, ich laufe schon seit Stunden durch die Gänge und schleppe meine Ausrüstung mit mir herum und such einen Typen namens Logan, soll mich bei dem melden, hat der Captain gesagt, wie hieß er doch.... Tell... fart, genau, Tellfart, komischer Namen, was, der letzte Teil des Namens klingt wie, na Sie wissen schon, jedenfalls finde ich ihn nicht, den Logan, nicht den Tellfart, können sie mir vielleicht helfen?"

Die junge Frau starrte Sam nur mit offenem Mund an. Logan fand als erster das Wort wieder.

"Sie haben den 'Typen' gefunden, Soldat! Er steht vor Ihnen!"

Oh verdammt, am besten konnte Sie gleich wieder nach Hause fahren.

"Sie... Sie sind Lieutenant Logan?"

"Allerdings. Das hier ist Chief Petty Officer Kathy O’Connor, meine Assistentin."

Wunderbar, dachte Sam, und war etwas enttäuscht. So einer ist das also. Hält sich so ne kleine Tussen-Tippse, die ihm hinter, unter und auf dem Schreibtisch zu Diensten ist. Als hätte Logan ihre Gedanken erraten, musterte er sie streng.

"Und wer sind Sie, Soldat?!"

Samantha ließ ihren Rucksack fallen, stellte die Waffe bei Fuß und salutierte eilig.

"Corporal Samantha Carroll, Sir! Leichte mobile Artillerie, heute Morgen aus der 212. hier her versetzt, Sir! Meine mobile Waffeneinheit ist auch schon angekommen, Sir. Captain Tellfart hat mir die Order gegeben, mich bei Ihnen höchstpersönlich zu melden, Sir. Vermutlich, weil ich von meinem Kommandanten so sehr empfohlen worden bin, er hat eine sehr lange Belobigung geschrieben und an Commander Mirabel geschickt, er konnte es gar nicht erwarten, mich aus seiner Einheit hier her versetzen zu lassen, mein Kommandant. Eigentlich war es ihm etwas zu eilig damit, wenn Sie mich fragen."

Sie zog kurz ihre Stirn in Falten, dann lächelte sie Logan breit an. Sie konnte einfach nicht anders.

"Und Sie können mich Sam nennen... wenn Sie wollen... äh, Sir!"

Logan

Veteran des Outpost 7

Wohnort: Schweiz

Titel: ***

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3

27.01.2011, 14:32

„Belassen wir es zu Beginn doch bei Miss Carroll.“

Logan musterte den Neuankömmling scharf. Die Frau war gross, fast so gross wie Logan. Ihre braunen Haare hingen ihr über die Schultern und ihre massgeschneiderte Rüstung gab ihren keinesfalls bescheidenen Vorbau preis. Logan musste sich beherrschen in Miss Carrolls Augen zu schauen, was durch die Grösse von Carroll zusätzlich erschwert wurde.

„Nun, Miss Carroll, Sie kommen genau richtig, die Rekruten machen sich trainingsbereit. Sie haben eine halbe Stunde Zeit, sich fertig zu machen und pünktlich auf dem Trainingsgelände zu erscheinen. Wie ich sehe, Logan begutachtete die Soldatin von oben bis unten, sind sie schon bereit.“

„Rekruten? Mit Verlaub Sir, was habe ich bei den Frischlingen verloren?, ich habe gedacht es geht gleich ans Eingemachte, ich habe gehört Sie fackeln nicht lange.“

Logan, der in der linken Hand ein Datapad hielt, drückte ein paar Mal darauf herum und wandte sich wider der Soldatin zu.

„Keine Ahnung, so lautet die Order, fragen Sie doch bei Gelegenheit Captain Tellford nach.“ Logan musste über diese Vorstellung ein breites Grinsen unterdrücken. Aber es trifft sich gut, dann können die Rekruten ja einiges von Ihnen lernen. Ihre persönlichen Gegenstände können Sie in Ihr Quartier bringen. Sie wurden zusammen mit zwei Rekrutinnen eingeteilt. Südlicher Flügel, Zimmer........503 C“

„Wie bitte? denken Sie etwa, eine Frau ist sich zu vornehm um mit Männern im gleichen Quartier zu hausen?“ fragte die Soldatin beleidigt und ein wenig angriffslustig.

„Keinesfalls, Ihre vorzüglichen Referenzen und Ihr Auftreten sprechen für sich. Jedoch herrscht auf diesem Stützpunkt strikte Männer/Frauen Trennung, was die Quartiere anbelangt, tut mir leid, das war nicht meine Idee.“

„Ja das kann ich mir gut vorstellen“ flüsterte Carroll und sah allessagend zu O’Connor herunter. Man musste sich das bildlich vorstellen, die Soldatin, war fast zwei Köpfe grösser als die zierliche O’Connor.

„Ähm, wie meinen?“ fragte Logan, der das geflüsterte nicht verstanden hatte

„Nichts ich hatte nur was im Hals“......also in dreissig Minuten beim Trainingsgelände was? Ich werde dort sein.“

„Sehr gut, weggetreten Soldat“

„Aye Sir!“

"Miss Carroll, wenn Sie lust haben, können Sie uns heute Abend zu einer Partie Poker begleiten. 22.00 Uhr in der Cantina"

Die Soldatin antwortete nichts darauf, machte eine 180 Grad Kehrtwende und ging in Richtung der Quartiere. Ob sie wohl, auftauchen wird......

O’Connor wartete bis die Soldatin verschwunden war und stellte sich direkt vor Logan:

„Sir, darf ich meine ehrliche Meinung kundtun?“

„Ich bitte darum“ antwortete Logan gespannt

„Ich habe noch nie so einen peinlichen Auftritt gesehen, dieses ungeschickte Ungetüm gleicht eher einem Wookie. Sie gefällt mir nicht, sie macht sicherlich Ärger. Nicht umsonst, hat man so einem ungeschickten Ungetüm eine schwere Waffe in die Hände gedrückt, wie sagt man so schön: Wer eine grosse Waffe braucht, muss irgendein Defizit kompensieren“

Logan fasste sich mit der rechten Hand ans Kinn und überlegte kurz.

„Hmm, ich finde wir sollten ihr noch eine Chance geben sich zu beweisen, ich war früher nicht besser, ausserdem bin ich ebenfalls jemand, der anscheinend ein Defizit zu kompensieren hat, müssen Sie wissen. Haben Sie ihr Dossier gelesen?“

„O’Connor lief rot an und schüttelte verlegen den Kopf. So viel zum Thema peinlicher Auftritt.

„Verzeihung, ich wusste nicht, dass.......“

„Ein Strom an Belobigungen und Auszeichnungen.“ unterbrach sie Logan.

„Sie hatte schon an einigen Fronten gekämpft und mehrere Tapferkeitsauszeichnungen erhalten. Vielleicht lesen Sie bei Gelegenheit ihr Dossier und wenn Sie schon dabei sind, O’Connor, meines gleich mit.“ antwortete Logan mit einem grinsen und ging davon. Er rief noch zurück ohne sich umzudrehen:

„Sie haben noch zwanzig Minuten um sich bereit zu machen und auf dem Trainingsgelände zu erscheinen.“ Mit diesen Worten machte er sich auf, sich ebenfalls umzuziehen. Das würde eine Lustige Zeit werden.

Samantha Carroll

RP Charakter Outpost 7

Wohnort: Outpost 7

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4

27.01.2011, 19:21

Was für ein Stress! In 30 Minuten! Gehetzt schulterte die Soldatin ihren großen Rucksack und ihre Waffe und lief durch die Gänge. Vermutlich würde sie schon fix und fertig sein, wenn sie beim Trainingsgelände ankam, und kaum noch gerade aus schießen können. Vielleicht traf sie ja aus Versehen die kleine süße Chief Petty Officer... das wäre ein Tragödie. Was wohl der schicke Lieutenant dazu sagen würde... aber er sah ja so gut aus!
Sie kam an einem Schott vorbei und stoppte. Wohnkomplex C. 503C... hier musste es sein. Samantha hetzte weiter durch die Gänge und drängte sich an zwei Frauen vorbei, die sich im Gang unterhielten. Eine von ihnen war ein Twi'lek, so lila, dass es schon fast in den Augen weh tat. Sam sprach Sie an.

"Sorry, ich suche mein Quartier, 503C, wisst ihr zufällig, wo das ist?"

Die Twi'lek musterte sie kurz und schien doch tatsächlich die Nase zu rümpfen. Eingebildete blöde Jedi! Als sie sprach, klang ihre Stimme aber ganz freundlich.

"Militärbereich, nehme ich an? Den nächsten Gang recht, und dann gleich links, dort sind die 500er Nummern."

"Danke."

Sam Carroll lief weiter und kam endlich im Quartier an. Sie drückte den Öffner und stürzte in einen großen Raum, in dem drei Betten, drei große Schränke, und diverse Einrichtungsgegenstände standen, auch eine Couchgarnitur und ein Fernseher. An zwei Schränken standen zwei junge Frauen und packten ihre Koffer aus. Die eine war eine Mirialanerin, die andere von der Spezies der Sullustaner. Auch das noch! Nicht nur musste sie sich ihr Quartier teilen, auch noch mit Aliens! Genervt stapfte sie zu dem verbliebenen freien Schrank.

"Tach... Sam Carroll, Artillerieschützin."

Die beiden Zimmergenossinnen sahen sich vielsagend an. Die zierliche Mirialanerin wandte sich schnippisch wieder ihrem Schrank zu.

"Cathara Lumin. Ich war bisher als leichte Infanterie und Späherin eingesetzt."

Die kleine, etwas rundlich-stabile Sullustanerin versuchte ein Lächeln, welches Sam vorerst ignorierte, als sie ihren Rucksack in ihrem Schrank ausleerte.

"Ich heiße Elura Thoom. Ich bin eine Kampfpilotin..."

Sie schwiegen eine Weile, dann siegte anscheinend die Neugier der kleinen Frau.

"Du hast da eine tolle Rüstung an."

Sam nickte.

"Japp."

"Wozu brauchst du eine, wenn du die ganze Zeit in einem Artillerie-Panzer sitzt? Ist das nicht unbequem?"

Samantha Carroll war so überrascht, dass sie ganz vergaß, Aliens zu missbilligen.

"Meinst du das ernst? Nun ja... also..."

"Wenn ich in meinem Raumschiff die ganze Zeit in so einer Rüstung sitzen müsste, ich würde verrückt werden. Stell dir vor, dich stört irgendwas am Po."

"Am... Po?"

Elura nickte.

"Ja, manchmal passiert es doch, dass einem die Unterhose verrutscht und in die..."

"UNTERWÄSCHE! NEIN!"

Sam drehte sich erschrocken zu der Mirialanerin um.

"Was? Du trägst keine Unterwäsche?"

"Doch! Aber ich habe sie vergessen! Verdammt! Ich hatte sie in einem Extrabeutel, aber der liegt wohl noch in meinem Spind. Eine Katastrophe!"

Die Sullustanerin sah sie mitleidig an.

"Ich würde dir ja meine leihen, aber..."

Sie zuckte die Schultern. Cathara sah sie giftig an.

"Aber was? Rutscht sie immer in die Po-Ritze?!"

Darauf hin musste Sam so schallend mit ihrer rauchigen Stimme lachen, dass die anderen bald einfielen, sogar die Mirialanerin. Sie lachten, bis sie nicht mehr konnten. Schließlich fasste sich die Artillerieschützin wieder.

"Mach dir keine Sorgen, die Stadt ist nicht weit vom Außenposten weg, ich war früher schon mal auf Ord Mantell. Wenn du willst, zeige ich dir heute Abend ein paar Läden, wo du neue kaufen kannst."

"Das ist nett, danke Samantha."

"Nennt mich Sam. Und jetzt kommt mal, Ladies, Mister Logan erwartet uns auf dem Trainingsgelände, ob mit oder ohne Unterwäsche. So wie ich ihn einschätze, eher ohne. Aber sieht er nicht toll aus?"

"Na, ich weiß nicht, ein wenig abgerissen, oder? Der Tellford gefällt mir besser, aber an den kommt man wohl nicht ran. Es heißt, er schläft immer mit seinem Gewehr."

Sam machte große Augen.

"Ich hoffe, er schießt sich nicht aus Versehen die Eier weg."

Cathara errötete.

"Aber Sam! Wer weiß ob das überhaupt stimmt. Und hast du schon Lieutenant Nilani gesehen? Der ist auch hier Ausbilder und nicht übel!"

Elura winkte ab.

"Ich kann ja den Menschen nichts abgewinnen. Aber ich habe schon zwei Sullustaner gesehen vorhin... nur kurz, ich glaube, das waren Brüder. Die fand ich toll! Aber sie trugen so komische Kleider, vielleicht sind sie sogar Jedi."

"Dann wirst du an die noch schwerer rankommen, als an Tellfart. Und jetzt kommt Mädels, sonst bekommen wir von Logan nen Einlauf. Nicht dass ich mir nichts schlimmeres vorstellen könnte..."

"SAM!"
"SAM!"

Sie eilten wieder durch die Gänge, mussten noch bei der Rekrutenausrüstungsstelle vorbeischauen, wo Sam's Zimmergenossinnen ausgerüstet und bewaffnet wurden, und gingen dann direkt zum Trainingsgelände.

Wohnort: Wuppertal

Titel: Ehemaliges Outpost 7 Mitglied

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5

16.06.2011, 05:12

Auf dem Weg zum Quartier 503c, des Militärbereichs sprachen weder Sinara, welche damit beschäftigt war sich den Weg zu merken und all die neuen Eindrücke auf zu saugen, noch der Trooper der sie begleitete. Die Schilder an einigen Gängen waren auch so weit hilfreich das eine große Erklärung sich erübrigte.

Bei dem Quartier angekommen öffnete sich dessen Türe mit einem leisen zischen und Sinara warf einen Blick hinein. Vier Spinde und jeweils zwei Stock Betten sonst beinhaltete das Zimmer nicht viel, sah man einmal von dem Tisch mit den zwei Stühlen ab. Der bisher noch leere Spind war schnell gefunden also stopfte sie erst einmal ihre Reisetasche hinein, wozu zwar etwas Gewalt nötig war aber ordentlich auspacken würde sie dann eben später.

Dann schaute sie sich die jeweiligen Betten genauer an, bei zwei davon fand sie Bilder einer Familie, zum einen Sullustaner, zum andern irgend etwas Menschliches mit gelblicher Haut, was Sinara nun nicht viel über die Rasse verriet. Das dritte scheinbar belegte Bett lies sie dann doch schmunzeln, einzig eine relativ schlechte Aufnahme eines Mannes mit langen Haaren schien etwas Persönliches zu sein, der Rest sah aus wie eine Werbung für das Heer der Republik, Bilder verschiedener schwer gepanzerter Fahrzeuge waren zu sehen. Mit einem etwas irritierten Kopfschütteln wand sie sich dem verbliebenen Bett zu und klemmte ihr Datapad unter die Decke die das obere Stockbett bildete.

Da ihre neuen Zimmer Genossinnen nicht zu gegen waren und sie auch nicht wusste wann diese zurück sein würden, verließ sie das Quartier wieder um den Stützpunkt weiter zu erkunden und ihre weiteren „Termine“ wahr zu nehmen. Ihre erste Station würde Captain Tellford und die Kommandozentrale sein, sie war immer noch überrascht das sie das Herzstück der Station betreten durfte, auf der andern Seite würde dort wohl auch die höchste Präsenz an Wachpersonal zu gegen sein. Außerdem hatte sie nicht vor sich unbeliebt zu machen also tat sie das ganze mit einem Schulterzucken ab. Captain Tellford, so erinnerte sie sich nun auch, war ihr auch schon begegnet, der Scharfschütze aus dem Transporter. Kurz darauf kamen sie auch schon an der Kommandozentrale an und die Türen öffneten sich vor ihr. Der Trooper trat ohne zu zögern ein und bezog auf der anderen Seite an der Türe Posten um auf sie zu warten und wie sie vermutete auch im Auge zu behalten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sinara Adera« (09.07.2011, 12:00)


6

16.06.2011, 06:13

Die Gänge die Bep nun betrat sahen fast identisch aus. Zweimal links einmal rechts, dann wieder links. Die zweite Tür auf der rechten Seite, wenn er sich den Weg richtig eingeprägt hatte.

"Sektor Grün, Sektion A1",

war die Bezeichnung gewesen, welche ihn zur Kommandozentrale und zur dortigen Besucherrezeption dirigieren sollte. Er befand sich in:

"Sektor Blau, Sektion C2"

Offenbar gab es mehrere Möglichkeiten vom Hangar aus in die Gänge zu gelangen und somit in Richtung Kommandozentrale.

So machte er sich auf den Weg, ja darauf bedacht die Sektorenbezeichnung im Auge zu behalten, bis ihm auffiel, dass der Weg zur Kommandozentrale gut ausgewiesen war und er sich so nur an den Hinweisschildern zu orientieren brauchte.

Er stieß einen leisen Pfiff aus. Und murmelte etwas.

"Wow. Diese Militärtypen haben offenbar dazu gelernt."
RP-Char von Phillipsen (BEP)



Wohnort: Wuppertal

Titel: Ehemaliges Outpost 7 Mitglied

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7

17.06.2011, 00:02

Etwas aufgelöst ging sie neben dem Trooper her, irgendwie hatte sie gehofft das der Scharfschütze sie mögen würde. Es schien aber so als würde er sie für das geschehene Verantwortlich machen. Vielleicht war er aber auch einfach wie viele andere Menschen die sie getroffen hatte einfach von vorne herein gegen Aliens eingestellt gewesen. Mit einem energischen Kopfschütteln verbannte sie die Gedanken an den Captain vorerst aus ihrem Geist und konzentrierte sich auf das hier und jetzt. Denn sie fand sich inzwischen vor einer weiteren Türe wieder. Neben dieser war ein kleines Schild zu finden Lt. C. Logan. Ah der Ausbilder schoss es ihr durch den Kopf, für heute der letzte Termin ehe ich morgen Nachmittag an den Jedi Übungen teil nehmen soll.

Als sie vor die Türe trat gab diese ein summen von sich und kurz darauf ertönte ein etwas genervtes. „Herrein“ Gefolgt von einem kaum hörbaren: „Wenn das nichts wichtiges ist erschieße ich heute noch jemanden“

Sie trat durch die sich vor ihr öffnende Türe und setzte erneut zu einem Salut an, führte ihn aber erst einmal nicht zu ende als sie in ihm den Mann mit den langen Haaren erkannte der an der Decke von einem der Betten erkannte, nur das er irgendwie älter aus sah. Dann führte sie die Hand doch noch an die Stirn um den Salut zu vollenden.

„Lt. Logan, Commander Mirabel trug mir auf mich bei ihnen zu melden, ich hatte gebeten am Training ihrer Männer teil nehmen zu dürfen, abgesehen vom Schusswaffen und bewaffneten Nahkampf.“

Wieder nahm sie die Hand viel zu früh runter ohne ihm auch nur die Gelegenheit zu geben den Gruß zu erwidern. Er machte aber ohnehin nicht die Anstalten dazu, er schaute sie eher ungläubig an als sie da vor ihm stand. Dann öffnete er den Mund um etwas zu erwidern das eher in eine Cantina kurz vor Morgengrauen passen würde als in einen Stützpunkt der Republik, fasste sich aber noch rechtzeitig um sie nicht aus seinem Büro zu brüllen, Meisterin Rilyntar hatte ihn gebeten der jungen Frau eine Chance zu geben.

„Miss Adera, richtig? Schön das sie wieder auf den Beinen sind.“

Ausbildung mit meinen Männern? Was hat Tanner denn da geritten das er das genehmigt?

„Nun wir werden sehen ob sie mithalten, erwarten sie aber nicht das ich bei ihnen die Samthandschuhe anziehen werde, sie sollten also erst antreten wenn ihre Verletzungen sie nicht mehr beeinträchtigen, sonst landen sie gleich wieder auf der Krankenstation.“

„Keine sorge Sir, ich denke es wird gehen, außerdem ist Schmerz relativ, ich freue mich sogar darauf mich endlich wieder richtig bewegen zu dürfen.“

Dann erkannte sie auch warum er älter aussah als auf dem Bild, die dunklen Augenringe waren bei Menschen ein Zeichen für zu wenig oder schlechten Schlaf. Sie fragte sich woran dies liegen mochte, vermutete aber es würde wohl mit ihr und dem Einsatz zu ihrer Rettung zu tun haben.

„Sir, darf ich offen etwas aussprechen? Ich kenne mich mit den Gepflogenheiten der Armee nicht so aus weshalb ich es vermutlich eh nicht richtig hin bekommen würde wenn ich es anders versuche.“

Er sagte weder ja noch nein oder sonst irgendwas, schien sie einfach nur abwartend an zu sehen, was sie als Aufforderung verstand fort zu fahren.

„Der Verlust ihrer Männer tut mir wirklich leid...

Er hob die Hand um sie zu unterbrechen, er wollte das nicht hören, noch konnte er sie irgendwo für das ganze verantwortlich machen und sie für das was seinen Männern zugestoßen war hassen.

Sie schien sich aber nicht aufhalten lassen zu wollen und redete einfach weiter, machte sogar ein paar kleine Schritte auf ihn zu.

… ich weiß nicht was man ihnen inzwischen sagte, also fange ich einfach irgendwo an. Der Anführer nannte mich eine Jedi, nun das bin ich nicht, ich weiß auch nicht wie er darauf kommt. Es ist so das ich vor einiger Zeit mein Gedächtnis verloren habe und nichts aus meiner Vergangenheit weiß, wäre ich eine Jedi so müsste es darüber ja Aufzeichnungen geben.“

Logan schritt inzwischen hinter seinem Schreibtisch auf und ab, er wollte das alles nicht hören, ihm war eher danach die Wahrheit aus ihr heraus zu prügeln als sich diesen Schwachsinn weiter an zu hören. Einzig das Gedenken an seine Kameraden hielt ihn im Augenblick noch davon ab, wenn er ihr jetzt den Kopf abriss wären sie völlig umsonst gestorben und dieser Gedanke machte ihn noch wütender als er ohnehin schon war.

„Jedenfalls möchte ich versuchen das ganze irgendwie wieder gut zu machen.“

Das war nun einfach zu viel des ganzen, wie konnte dieses Miststück davon sprechen irgendetwas wieder gut machen zu wollen, nichts und niemand würde seine Männer zurück bringen und diese Heuchelei erst recht nicht. Noch ehe er realisierte was als nächstes passierte ging er um seinen Schreibtisch herum, rammte ihr die Faust in den Magen und als sie mit einem leisen umpff mit dem Oberkörper nach vorne kam verpasste er ihr noch einen Schlag ins Gesicht. Sie sah den Schlag kommen, versuchte aber nicht ihn ab zu wehren, drehte nur den Kopf etwas so das sie den Schlag nicht voll abbekam, dennoch ging sie zu Boden. Von dem Krach den sie beim zu Boden gehen machte alarmiert ging die Türe auf und der Trooper kam mit erhobener Waffe herein, bereit sie nieder zu blastern so fern sein Leutnant von ihr bedroht würde. Ohne Helm hätten die beiden nun einen verdutzt drein blickenden Trooper sehen können, der zwar immer noch auf die am Boden liegenden Frau zielte aber scheinbar nicht ganz mit der Situation klar kam wie der deutlich größere Logan mit erhobenen Fäusten über ihr stand.

Sinara blickte von Logan fort rüber zu dem Trooper, dann spuckte sie etwas Blut als sie sprach, ihre scharfen Zähne hatten ihr die Unterlippe aufgeschlitzt.

„Trooper, hier drin ist überhaupt nichts passiert, ich bin vorhin in der Dusche ausgerutscht und habe mich dabei verletzt, das haben sie doch gesehen oder?“

Der Trooper schaute von ihr kurz zu Logan und wieder zurück dann war ein kurzes knarzen zu hören ehe er mit gefilterter Stimme antwortete.

„Ja und es scheint die späteren folgen dieses Sturzes beeinträchtigen ihr Gleichgewicht, Miss.“

Dann verschwand der Trooper wieder durch die Türe, sich sicher das dem Leutnant keinerlei Gefahr drohte.

Sinara indes blickte zu Logan auf der Anstalten machte sich entschuldigen und ihr aufhelfen zu wollen, jetzt wo die Wut durch das Einschreiten des Troopers verraucht war. Sie jedoch legte ihm die Hand auf den Mund als er gerade anfangen wollte.

„Denken sie nicht einmal daran Leutnant, ich kann ihre Wut verstehen, wäre die Situation anders herum, hätte ich sie auch nieder geschlagen.“

Er zog sich von ihr zurück und musterte sie einen Moment ehe er anfing zu lachen, zwar glaubte er ihr nicht das sie das schaffen würde und deshalb fing er auch an zu lachen, dies wandelte sich aber schnell in eine Form des Lachens der nichts mit Spott zu tun hatte sondern einfach den Knoten in seiner Magengegend, der sich in den letzten Tagen gebildet hatte, lockerte. Sie rappelte sich hoch und stand überraschend gerade dafür das er ihr gerade eine verpasst hatte, sie grinste ihn auch an, wobei etwas Blut aus ihrem Mundwinkel lief, welches sie mit dem Handrücken weg wischte.

„Sie schlagen eine ordentliche Rechte Logan, wenn ich ihnen einen Rat geben darf, Zorn ist an und für sich nichts schlimmes, auch nicht wenn man ihm nachgibt, er darf sie nur nicht auffressen. Wobei ich mir sicher bin das die Jedi ihnen was anderes sagen würden. Tun sie mir einen Gefallen und nehmen sie sich ein paar Tage frei, nehmen sie sich die Zeit um was immer in ihnen schwelt zu verarbeiten. Oh und sagen sie Captain Telford das selbe. Ich wäre sehr traurig, wenn sie beide mich für das geschehene verantwortlich machen würden, ich spiele kein falsches Spiel mit ihnen und wenn sie die Daten meines Flugschreibers durch sehen, werden sie auch zu diesem Schluss gelangen. Was die Seperatisten von mir wollen weiß ich auch nicht, doch das werde ich heraus finden und sie dann für jedes Leben das sie genommen haben bluten lassen und das werde ich entweder mit ihrer Hilfe tun oder ich mache es ohne sie, das liegt ganz bei ihnen.“

Das von Wut und Trauer erzeugte blitzen ihrer grünen Augen, gepaart mit dem Blut das ihr aus dem Mund lief während sie sprach ließen sie einen Moment lang sehr wenig wie ein kleines Mädchen und sehr wie das Raubtier das sie ihrem Erbe nach war erscheinen, was bei Logan dazu führte das ihm ein weiteres Lachen im Hals stecken blieb, dieses mal glaubte er ihr, das sie es zumindest versuchen würde. Also nickte er einfach nur. Woraufhin sie ihn allein lies um in ihr Quartier zurück zu kehren, dort würden ihre Zimmer Genossinnen sie auch schlafend vor finden wenn sie in das Zimmer zurück kehren würden, nun zumindest würde sie sich erst mal schlafend stellen, denn das zischen der Türe würde ausreichen um sie zu wecken, außerdem waren Soldaten selten leise wenn sie in der nähe ihrer Quartiere waren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sinara Adera« (09.07.2011, 11:59)


Wohnort: Wuppertal

Titel: Ehemaliges Outpost 7 Mitglied

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8

06.07.2011, 10:30

Das letzte was Sinara in ihrem unruhigem Schlaf sah, war wie sich zwei gekreuzte, die Nacht in rotes Licht tauchende, Lichtschwerter auf den Hals eines zehn Jahre alten Menschenjungens zu bewegten. Bevor sie diesen aber erreichten schreckte sie aus dem Schlaf auf, eine Hand fuhr sofort unter ihr Kopfkissen, unter welchem sich für gewöhnlich ihr Messer befand, doch ihre Hand griff ins leere, dass Messer war fort. Sie rollte sich seitlich aus dem Bett und dann mit einer Rolle durch den halben Raum, fort von dem Attentäter den sie in der nähe ihres Bettes vermutete. Als sie wieder aufrecht stand, sickerte langsam auch die Realität wieder in ihr Bewusstsein, hilfreich unterstützt von dem Schnarchen einer Sullustanerin.

Es war noch mitten in der Nacht auf Ord Mantell und der Außenposten der Republik, der nun ihr neues Zuhause war, lag bis auf einige wenige, die Wache hatten, schlafend da. So erging es auch den anderen drei Frauen mit denen Sinara ihr Zimmer teilte, sie waren gestern weniger Laut als erwartet erschienen, alle waren reichlich erschöpft, selbst die sonst so laute Sam war einfach nur in ihr Bett gekrochen und kurz darauf eingeschlafen. So war den dreien ihr neuer „Gast“ bisher nicht aufgefallen. Sinara betrachtete die drei schlafenden Frauen von ihrer Position nahe der Türe und musste schmunzeln. Es schien als würden diese drei nicht erwarten das man sie im Schlaf umbringen könnte. Langsam schritt sie wieder zwischen die Betten und beobachtete sie weiter, die Sullustanerin lag auf dem Rücken und schnarchte vor sich hin. Die gelbliche Menschenfrau hatte ihre Decke zu einem Knäuel am Fußende gemacht und schien zu frieren, zumindest zitterte sie leicht. Sam hingegen lag einfach nur auf der Seite und schlief den Schlaf der Gerechten.

„Vermutlich träumt sie von diesem Logan, ihren Panzern oder einer Kombination von beidem.“

Dachte die Togruta während sie behutsam die Decke wieder über die grüne Menschenfrau zog.

Dann schnappte sie sich ihr Waschzeug und ein Paar ihrer Trainingsklamotten und verließ den Raum. Der Flur war nur dämmrig beleuchtet um Energie zu sparen, der ganze Stützpunkt sparte etwas Energie, konnte aber binnen Sekunden wieder auf volle Leistung gebracht werden so fern dies nötig sein würde. Nachdem Sinara sich die Zähne geputzt hatte streifte sie die Trainings Sachen über und verließ den Waschraum wieder, da sie sich noch nicht wirklich im Stützpunkt auskannte, war eine Richtung so gut wie die andere und sie begann zu laufen. Einige der Wachen schauten unter ihrem Helm doch etwas sparsam als aus dem Dämmerlicht plötzlich eine Togruta an ihnen vorbei joggte, denn gehört hatten sie vorher nichts. Einige kontrollierten sogar ihr Helm internes Chrono und schüttelten leicht den Kopf als dieses ihnen verriet das es wirklich erst halb vier war.

Sinara drehte einige „Runden“ durch den Stützpunkt, wobei sie nicht wirklich im Kreis lief, sondern aus dem Bauch heraus Abzweigungen nahm, leider führte das auch dazu das sie irgendwann etwas ratlos war, wo sie nun genau steckte. Also suchte sie einen der Trooper auf, die Wache standen.

„Entschuldigung, ich suche die Mannschaftsquartiere, wo muss ich da nun hin?“

Der Trooper schien zu lachen, zumindest vermutete sie das, da seine Brustplatte etwas zitterte, als er ihr dann den Weg beschrieb, zeigte sich allerdings keine Spur von Belustigung mehr in der Stimme, die ohnehin noch elektronisch gefiltert war.

Als sie wieder in den Mannschaftsquartieren ankam, ging sie erst einmal duschen, huschte dann wieder zurück ins Zimmer, in denen die andern drei noch immer schliefen, wohl aber bald durch den Weckruf aus ihren Träumen gerissen würden. Sinara schlüpfte in eine enge schwarze Hose und ein ebenfalls enges Tanktop und war dann auch schon wieder aus dem Zimmer verschwunden.

Ihr Weg sollte sie nun in die Messe führen, zwar war sie los gezogen um etwas zu Essen zu finden, doch gerade der Geruch, der für das Frühstück vorbereiteten Speisen hatte sie nun hier her gelockt. In einer halben Stunde würden auch die anderen langsam hier eintrudeln, also wurde von dem Personal alles vor bereitet. Außer ihr schien es noch niemanden aus der Koje getrieben zu haben und so erbat sie sich schon einmal etwas Obst und zwei Scheiben trockenen Brotes. Zwar murrte das Personal etwas über offizielle Essenszeiten, da man sie aber nicht als Soldatin oder gar Jedi identifizieren konnte, nahm man an das sie auch nicht an derlei Disziplin Vorschriften gebunden sei und händigte ihr beides aus. Die Schmuggler kamen und gingen ja schließlich auch wie sie wollten.

Es dauerte eine Weile bis auch andere die Messe aufsuchten um ihren Tag zu beginnen, Sinara genoss die Früchte die sie bekommen hatte, zwar konnte sie nicht eine davon identifizieren aber das war ihr auch recht egal. Als sie fast fertig war gesellte sich eine kleine Gruppe von Rekruten zu ihr, welche die Togruta aber nicht weiter beachteten. Neugierig lauschte sie dem Gespräch, es ging um die vergangene Schlacht, die Verluste dieser und wie viel besser es doch verlaufen wäre, wären eben diese Rekruten auch dabei gewesen. Rookies eben die noch nie unter Feindbeschuss waren und auch die Schreie ihrer Freunde nicht kannten wenn diese in Fetzen gerissen wurden.

Mit einem leisen räuspern machte Sinara auf sich aufmerksam und zwei der Rekruten bekamen große Augen als sie ihrer gewahr wurden, einer der jungen Männer musterte sie einen Moment ehe er das Wort ergriff: „Was gibt es Rotkehlchen?“

Es war nicht das erste mal das man sie so nannte also tat sie die offensichtliche Provokation mit einem Schulterzucken ab. „Ich wollte eigentlich nur wissen wann das Training heute los geht und ob ich dafür noch etwas brauche.“

Wie einstudiert kam die Antwort von einem der anderen: „Nach dem Frühstück, Ausdauertraining, danach ein Hindernislauf und im Anschluss Nahkampf. Nach dem Mittagessen geht es dann mit Zielübungen weiter.“

Dann mischte sich wieder der erste Sprecher ein: „Und was geht dich das an Püppchen?“

„Oh ich werde schauen ob ich mit so starken Männern mithalten kann, nichts weiter.“ Entgegnete sie ehe sie sich erhob und die Messe verließ. Mit erneutem Nachfragen fand sie dann auch die Halle in der das Training stattfinden sollte, dort angekommen stellte sie sich auch bei O’Connor vor.

„Hallo ich bin Sinara, Commander Mirabel hat mir erlaubt am Training teil zu nehmen.“

Die Frau schaute von ihrem Datapad auf und Sinara hatte den Eindruck das sie schon jetzt genervt schien. „Ja ich weiß, hab die Befehle erhalten, wenn du mit machen willst, ab zum Magazin um dir deine Klamotten zu besorgen. So machst du nur die Männer Kirre“

Sinara öffnete den Mund um etwas zu erwidern, nickte dann aber nur und machte auf dem Absatz kehrt. Im Magazin fragte man nach ihrer Größe, welche sie bis auf die Schuhe auch nannte, als die Schuhgröße erneut hinterfragt wurde, erntete sie ein ungläubiges Starren als sie antwortete sie würde nie Schuhe tragen. Die Hose krempelte sie unten um so das ihre Knöchel nicht bedeckt waren und sie somit nicht auf die Hose treten würde. Dann eilte sie wieder zurück in die Halle, inzwischen war auch der Rest der Rekruten die an diesem Training teil nehmen würden eingetroffen. Beim Ausdauer lauf hielt sich Sinara bewusst im Mittelfeld, einige der Rekruten hatten kleine Grüppchen gebildet und unterhielten sich leise. Nachdem die Geräte für den Hindernislauf aufgestellt waren, stellten sich alle in einer Reihe auf und als O`Conner sich das ganze nochmal an schaute rief sie: „Also gut wer den Anfang machen will tritt einen Schritt vor, sonst machen wir es einfach dem Alphabet nach.“ Als sie sich zu den Rekruten umdrehte musste sie fest stellen das alle einen Schritt nach hinten gemacht hatten, bis auf die Togruta, die etwas überrascht über ihre Schulter schaute, als sie den fast völlig synchronen Schritt der anderen durch ihr Echolot registriert hatte.

O`Conner musste grinsen, so erging es wohl allen neuen in der Truppe, egal bei welchem Anlass, einmal waren sie alle die blöden, die sich „freiwillig“ meldeten.

„Also gut Miss Adera, dann fangen sie mal an.“ Spielte sie das Spielchen der Rekruten mit.

Diese drehte den Kopf wieder nach vorne und schaute kurz zu O`Conner ehe sie nickte los lief. Das erste Hindernis war eine Wand die mit Hilfe von Seilen überwunden werden sollte, was für jemanden der des Nachts mehr als eine Hausfassade erklommen hatte, kein Problem dar stelle. Dahinter hatten die Rekruten einige Reifen in Zweierreihen abgelegt hatten, etwas unschlüssig was sie damit nun genau machen sollte, suchte sie sich einfach einer der Reihen aus, statt beide zu nutzen und flitzte über diese. Das vorletzte Hindernis war ein Schwebebalken auf dem die Rekruten entlang balancieren sollten, nur hatte ihr auch das keiner gesagt, also hüpfte sie auf den Schwebebalken und überquerte diesen mit einem Radschlag und einem Flickflack ehe sie von dem Gerät wieder herunter sprang und sich einer Bretterwand gegenüber sah, die zwar kleiner war als die erste, hier befanden sich aber keine Seile. Kurz maß sie die Wand vor sich und rannte dann los, ein Stück an der Wand empor und zog sich dann auf die Wand hinauf und Sprang auf der anderen Seite wieder herunter. Als sie zurück zu den anderen kam hatte inzwischen die nächsten Rekruten mit ihrem Lauf begonnen und O`Conner winkte sie zu sich. „Ganz ordentlich Adera aber lassen sie demnächst die Showeinlagen weg.“ Als Sinara sie nur Verständnislos anschaute nahm die Frau ihr das noch etwas auseinander. „Na ihr herumgeturne am Schwebebalken, wir sind hier nicht beim Zirkus, wir laufen einfach drüber.“ Sinara nickte daraufhin leicht auch wenn sie nicht ganz verstand wo das Problem lag über so einen Balken zu laufen bzw. warum etwas so leichtes teil eines Trainings sein sollte. Der ganze lauf wiederholte sich bis alle Rekruten den Parcour dreimal hinter sich gebracht hatten und bei ihren zwei folgenden Runden lief Sinara auch brav über den Schwebebalken und siedelte sich auch wie in ihrem ersten Versuch, zeitlich relativ weit vorne an.

Nach einer kurzen Pause und dem wegräumen der Hindernisse ging das Training im unbewaffneten Kampf weiter. Die Rekruten hatten die Grundausbildung alle bereits hinter sich, das ganze diente nun also nur noch dem verinnerlichen des gelernten, so wurden nun Pärchen gebildet und das Training begann. Sinara indes schaute sich das ganze erst einmal an und lehnte an einer Wand in der Halle. Das ganze versetzte sie doch in Erstaunen, ließen die Kämpfer doch immer voneinander ab wenn einer zu Boden ging, oder ein etwas härterer Treffer gelandet wurde. Sicher die Rekruten sollten sich nicht wirklich verletzen aber das hier war für sie mehr ein Eiertanz als ein Nahkampftraining, wie sollten die Männer und Frauen so lernen ihren Gegner zu besiegen?

Noch in ihren Gedanken über den Sinn des ganzen verstrickt bemerkte sie die vier Rekruten die auf sie zu kamen erst als sie fast schon vor ihr standen, es waren die, die sie bereits in der Messe kennen gelernt hatte. Der, der sie dort schon hatte provozieren wollen ergriff das Wort als erster:
„Was ist los Missi, angst das du dir die Fingernägel abbrichst? Oder kannst du nur rumhüpfen und rennen? Kein wunder das unsere Leute deinen roten Arsch her schleppen mussten, nachdem du deinen Kahn in den Bergen abgestellt hast, fliegen kannst du scheinbar auch nicht.“

Sinara blickte von einem zum andern: „Naja ich brauch zumindest keine 3 Mann Verstärkung um mit einer Frau einen Streit an zu fangen. Was meine Fingernägel an geht, ich mach mir mehr sorgen ärger mit deiner Vorgesetzten zu kriegen wenn ich dich damit kratze, nicht das der arme Junge noch weinend zu Mami O`Conner laufen muss.“

Einen Moment stutzte der Redeführer, konnte sich nun aber vor seinen drei Freunden keine Blöße geben. „Auf den Mund bist du bei deinem Absturz ja scheinbar nicht gefallen, kommt außer der großen Klappe denn noch was oder bleibst du da an der Wand stehen?“

Inzwischen war auch O`Conner auf das ganze aufmerksam geworden und kam mit ihrem Datenblock in der Hand angelaufen. „Erklärt mir mal jemand warum ihr vier das Training unterbrochen habt?“

„Wir wollten nur unseren Gast dazu animieren mit zu machen, Ma'm“ Antwortete der Mann der zuvor schon gesprochen hatte.

„Nun Simmens, Miss Adera steht es frei sich zu beteiligen wenn sie glaubt ihre Verletzungen lassen dies zu.“ O`Conner hoffte auch das sich die Togruta anschließen würde, so könnte sie der Datei die sie über die Frau angelegt hatte noch etwas Gehalt beifügen.

„Mir juckt es schon in den Fingern, ich möchte aber niemanden verletzen, ich habe versprochen mich ohne Schwierigkeiten in den Alltag des Stützpunktes ein zu fügen.“ Erwiderte Sinara mit einem Blick zu O`Conner.

„Für mich klingt das sehr nach einer Ausrede unserer kleinen Prinzessin.“ Ergriff Simmens wieder das Wort.

O`Conner überlegte einen Moment wie weit sie gehen konnte um Logan und Mirabel Informationen über die Togruta zu beschaffen, entschied dann aber das ein paar Schrammen mehr an der Togruta wohl nicht der Rede wert seien. „Nun Simmens warum zeigen sie Miss Adera nicht wozu Soldaten der Republik in der Lage sind wenn es um mehr als nur Training geht? Aber keine ernsten Verletzungen, verstanden Simmens? Sie ist immer noch unser Gast.“

Simmens grinste und machte sich auf in eine Ecke der Halle. Die anderen drei schlossen sich den übrigen Rekruten wieder an und nahmen ihr Training wieder auf.

Ehe Sinara Anstalten machte Simmens zu folgen wandte sie sich nochmal an O`Conner. „Gut er soll mich nicht verletzen aber was ist mit mir? Wie weit soll oder darf ich gehen?“

O`Conner musterte sie erneut und schüttelte lächelnd den Kopf. „Ganz ehrlich Miss Adera, ich bezweifle das sie ihn ernsthaft verletzen könnten aber nur für den Fall, übertreiben auch sie es nicht, ich will weder sie noch ihn auf der Krankenstation besuchen müssen, dabei fiele viel zu viel Papierkram an.

Mit einem ernsten nicken ging Sinara dann auf Simmens zu der sich derweil seiner Schuhe entledigt hatte um für gleiche Verhältnisse zu sorgen, er wollte nicht das es nachher hieß er hätte der Prinzessin nur in den Arsch getreten weil er seine schweren Stiefel an hatte während sie barfuß war.
Bei ihm angekommen, jedoch noch deutlich außerhalb seiner Reichweite, verbeugte sie sich leicht vor dem deutlich größeren Mann, er hingegen grinste nur überheblich, nahm die Fäuste hoch und hopste zweimal auf und ab, ehe er auf sie zu ging. Sie nahm daraufhin eine leicht geduckte Haltung ein um ihren Schwerpunkt möglichst tief zu halten. Simmens trat nach ihrem Schienbein, was sie dazu brachte das linke Bein aus dem Weg zu nehmen und einen kleinen Schritt nach hinten zu machen. Zwei Schlägen der dreier Kombination entging sie indem sie den Kopf einzog und unter dem dritten rollte sie sich an ihm vorbei weg. Nachdem er sich umgedreht hatte, musste er fest stellen das der Abstand zwischen den beiden immer noch genau so groß war wie zu beginn des Kampfes, nur das sie ihn nun kokett anblinzelte und ihm eine Kusshand zu warf. Mit einem geschnaubten: „Ich sag ja weg laufen kannst du.“ folgte er ihr und setzte zur nächsten Kombination an die wieder ins leere ging als sie sich mit einem Flickflack davon stahl. O`Conner war inzwischen dazu übergegangen alles mit dem Datapad auf zu zeichnen, sie ging davon aus das ihre Vorgesetzten dies interessant finden würden. Der Kampf selbst gestaltete sich zunehmend eintönig, was immer Simmens auch versuchte er kam nicht wirklich an die deutlich schnell- und beweglichere Togruta heran. „Hör auf rum zu hüpfen und stell dich mir end...“ Weiter kam er nicht als sie plötzlich unter seiner Deckung hin wegtauchte und ihm einen Kuss auf die Wange gab ehe sie wieder mit einer Rolle an ihm vorbei verschwand. Sie schien des Spiels überdrüssig und wollte gerade an O`Conner vorbei gehen, da sie es für bewiesen erachtete das Simmens ihr nicht gewachsen war, da wurde sie von diesem an der Schulter gepackt und herum gerissen. Zwar war ihr klar was als nächstes kommen würde aber auch ihr Echolot verriet ihr das sich die Faust seiner anderen Hand mit ihrem Gesicht anfreunden wollte. Mit einem klatschen traf die Faust auf ihre offene Hand und ihre Fingernägel gruben sich in die weiche Haut seines Handrückens bis etwas Blut an ihnen vorbei ran. Das folgende musste sich O`Conner erst noch zweimal auf dem Datapad an sehen ehe sie wusste warum Simmens plötzlich auf dem Hallenboden lag, die Togruta auf seiner Brust sitzend und an ihrer Brust vorbei in das Gesicht des Mannes schauend während sie sprach. „Auf deiner Akademie hätten sie dir als erste beibringen sollen, zu erkennen wann ein Gegner dir weit voraus ist.“

Das Datapad verriet dem geneigten Betrachter, das nach dem abfangen des Schlages von Simmens, Sinara mit einem Bein einfach an ihm vorbei und hinter ihn getreten war, dann war ein Schlag mit der gesamten Armlänge oben vor die Schulten des Mannes erfolgt der ihn über das Bein fallen lies, noch während er im Fallen begriffen war, sprang die Togruta neben ihm in die Höhe und auf seine Brust, was seinen Aufprall noch deutlich verschlimmerte. Dann hockte sie einfach auf seiner Brust und sagte ihm was sie von ihm hielt.

Als sie dann von ihm herunter stieg und zu O`Conner schaute sagte sie nur ein Wort: „Sanitäter“ keinerlei Emotion zierte ihr Gesicht als sie daraufhin die Halle verließ um sich zum Mittagessen wieder in die Messe zu begeben, sie war weder wütend weil er sie von hinten angegriffen hatte noch empfand sie Freude darüber mit dem Mann den Boden aufgewischt zu haben.

Nach dem Essen begab sie sich zu den anderen Jedi um an dem Training teil zu nehmen wie Meisterin Rilyntar sie gebeten hatte. Heute standen Telekinetische Übungen auf dem Plan, die Schüler sollten kleine bis mittelgroße Objekte hochheben und dann in einer gewissen Höhe halten.
Mit kleineren Verzögerungen hier und da, schwebten auch schon bald alle Objekte in dem Raum, einige fortgeschritteneren Schüler hielten auch gleich mehrere Objekte in verschiedenen Höhen. Nur ein Objekt bewegte sich nicht einmal, während eine zunehmend frustrierte Togruta den Faustgroßen Stein an starrte. Satah ging zwischen den Schülern umher und brachte hier und da Vorschläge ein wie der betreffende Schüler seine Fähigkeiten erweitern könnte. Schließlich kam sie auch bei Sinara an und legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Du versuchst es viel zu sehr zu erzwingen, fühle es, die Macht ist kein Werkzeug, sie ist ein verbündeter.“ Doch so sehr Sinara auch versuchte den Ratschlägen folge zu leisten der Stein bewegte sich genau so wenig wie er es von Natur aus tun würde. Satah war inzwischen wieder weiter gegangen spürte aber den Zorn in Sinara aufsteigen, als sie sich umdrehte um nach ihr zu sehen, stieg der Stein gerade auf Augenhöhe und Sinara vollführte eine Zupackende Geste, was mit einem Knirschen den Stein in Kiesel zerbrach. Hierbei ging von Sinara eine solche Welle der Wut und des Hasses auf diesen Stein aus, das die meisten Schüler in dem Raum erschrocken Luft holten und dabei die Konzentration einbüßten, die für die Übung nötig war. Überall in dem Raum fielen Steine und andere Objekte zu Boden. Satah bedeutete den älteren Schülern sich um die anderen zu kümmern, ergriff selbst Sinara am Arm und zog sie hinter sich her aus dem Raum hinaus. Draußen angekommen drehte sie sich zu der jungen Togruta um, Sinara rechnete mit einer Standpauke oder damit angeschrien zu werden und wappnete sich dagegen. Deshalb nahm ihr die Ruhige Stimme der Twi'lek auch völlig den Wind aus den Segeln.

„Sinara wir verwenden die Macht nicht im Zorn, dies ist der Pfad zur dunklen Seite, unsere Kraft stammt aus unserer inneren Ruhe. Es gibt keinen schnellen weg zum Erfolg, du brauchst Geduld, wenn du etwas an einem Tag nicht schaffst, machst du einfach am nächsten weiter und am darauf folgenden. Es denkt niemand schlecht von dir nur weil du diese Übung nicht auf Anhieb beherrschst, die anderen Schüler sind schon seid sie Kinder waren in unserem Orden. Was sie in Jahren erlernt haben, sollst du nicht von heute auf morgen lernen. Verstehst du?“

Sinara dachte eine Weile über das gesagte nach und die ruhige Stimme der Twi'lek erstickte die Flamme des Zorns in ihrem inneren. „Ja Meisterin Rilyntar ich verstehe. Wärt ihr so gut mir erst einmal die Meditation näher zu bringen, so das ich vielleicht diese Ruhe von der ihr spracht, finden kann?“

Satah nickte und ihre Lekku zuckten kurz. „Gewiss mein Kind, ich werde einen der älteren Schüler bitten mit dir zu Meditieren, komm wieder mit rein.“ Als die beiden den Raum wieder betraten, schauten viele der Schüler in ihre Richtung, und Sinara seufzte halb laut.

„Der Vorfall tut mir leid, es wird nicht wieder vor kommen.“

Nicht alle Schüler schienen dadurch beruhigt, für einige unter ihnen war das der heftigste Gefühlsausbruch den sie je erlebt hatten und so wie Sinara erstmals die Fähigkeiten der Jedi erkundete, zumindest so weit sie wusste, so würden diese Schüler erst die Emotionen erkunden müssen die ihnen bisher verboten waren. Beide Seiten würden voneinander lernen, für die Schüler bot sich eine Gelegenheit wie sie wohl einzigartig im Orden war, sie konnten sich gegen diese Gefühlsausbrüche wappnen ehe sie auf dem Schlachtfeld mit ihnen konfrontiert wurden und Sinara, nun sie hatte noch einen sehr weiten Weg vor sich ehe sie ein Teil des Ordens werden würde.

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Samantha Carroll

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08.07.2011, 21:50

“Aufwachen! Hey, aufwachen, ihr Schnarchnasen!”

Samantha blinzelte und blickte in das tätowierte Gesicht ihrer Zimmergenossin, bevor sie die Augen rasch wieder schloss. Doch Cathara erwies sich als hartnäckig.

“Hey, Sam! Los, raus aus den Federn, wenn du vor dem Training noch etwas vom Frühstück abhaben willst. Und außerdem: hast du mitbekommen, dass wir eine neue Zimmergenossin haben? Der letzte Raumplatz ist belegt.”

“Was?!”

Die Artillerieschützin setzte sich ruckartig auf.

“Seit wann denn das?”

Auch Elura erhob sich nun gähnend.

“Ja, ich habe das schon gestern Abend gesehen. Da lag jemand im Bett, aber ich war viel zu müde, um da genauer nachzu... hey, Sam, was machst du denn da?”

Neugierig war die dunkelhaarige Frau aufgestanden und stöberte vorsichtig in den Sachen der neuen Unbekannten. Alles wirkte fast schon übertrieben ordentlich. Die Mirialanerin verschränkte die Arme vor der Brust.

“Bemüh’ dich nicht, Corporal, ich kann dir genau sagen, wer hier eingezogen ist.”

Sam blickte sie erstaunt an.

“Ach, und woher weißt du das schon wieder?”

“Der Name wird unter Unseren draußen vor der Tür am Quartiersdisplay angezeigt. Du wirst es nicht glauben, ein Hammer!”

“Nun sag schon, lass dir nicht jeden Rotz einzeln aus der Nase ziehen!”

Cathara rümpfte die Nase und teilte ihre Informationen schon allein aus dem Grund, um sich weitere Vulgaritäten zu ersparen.

“Ihr Name lautet: Sinara Adera!”

Die kleine Sullustanerin plumpste fast aus dem Bett.

“Waaas? Ist das nicht die... die... die...”

Sam nickte.

“Genau. Die Kleine, deren Arsch wir gestern gerettet haben. Möchte mal wissen, welcher Schreibtischpisser auf die glorreiche Idee gekommen ist, dieses Früchtchen ausgerechnet zu uns zu stecken! Das hier ist ein Mannschaftsquartier für Soldaten! Und wo ist sie jetzt?”

Cathara zuckte mit den Schultern.

“Scheint eine Frühaufsteherin zu sein.”

“Na wunderbar.”

Vor sich hingrummelnd schlich Sam ins Bad, um sich frisch zu machen und eine halbe Stunde später saß sie mit den beiden Rekrutinnen in der Messe zum Frühstück. Als sie sich kurz darauf in der Trainingshalle einfanden, verdunkelte sich Samanthas Laune erneut.

“Scheiße, Training bei der blöden O’Connor. Wo zum Teufel steckt Logan?”

Elura kicherte.

“Zumindest nicht in O’Connor.”

Sam stieß die Sullustanerin mit dem Ellenbogen an.

“Was sind das denn für Sprüche? Willst du mir Konkurrenz machen? Der Penner drückt sich wahrscheinlich einfach, und wir müssen’s ausbaden. Das wird ein ätzend fades Training.”

“Vielleicht auch nicht. Schau mal, Sam, wer da kommt.”

Cathara zeigte zum Eingang und die jungen Frauen beobachteten erstaunt, wie sich eine Togruta wie selbstverständlich zum Training gesellte.

“Hab’ ich was verpasst? Ist das Rotkehlchen plötzlich vereidigt worden? Erst unser Quartier, und jetzt das.”

“Du weißt, ich mag deine rassistischen Herablassungen nicht.”

“Und du weißt auch, dass ich es nicht so meine, du tätowierter Gelbling.”

Elura starrte Sinara an.

“Sie hat nicht mal Schuhe.”

“Vielleicht passen ihr keine”

“Vielleicht haben Rotkehlchen chronische Schweißfüße.”

“Sam!”

“Sam!”

Das Training begann und mit gemischten Gefühlen beobachteten die Teilnehmer die Leistungen von Sinara Adera. Bei ihrer akrobatischen Übung auf dem Schwebebalken rollte Sam mit den Augen. Sie selbst hatte genug zu tun, sich überhaupt oben zu halten und hielt diese Einheit eh für Soldaten ungeeignet, schließlich wollte hier niemand Prima Ballerina werden.
Elura hingegen bewunderte den Anmut der Togruta, wohl in dem Wissen, dass sie selbst eine solch grazile Bewegung in ihrem ganzen Leben niemals würde zustande bringen können. Doch als der erste Übungskampf vorbei war stand auch der Artilleristin der Respekt ins Gesicht geschrieben.

“Haste das gesehen, Cathara? Das halbe Hemd hat Simmens bis zum Anschlag in den Arsch getreten, und zwar barfuß! Das kann ich ihm noch Jahre unter die Nase reiben! Und der Abgang danach war auch nicht schlecht.”

Die Mirialanerin sah unsicher zur Tür, durch die Sinara die Halle verlassen hatte.

“Also ich weiß nicht. Simmens muss ärztlich versorgt werden.”

“Na und? Das Großmaul hat es gar nicht anders verdient.”

“Darum geht es nicht. Diese... Frau ist gefährlich. Man unterschätzt sie leicht. Und sie liegt mit uns im Zimmer. Ärger sie bloß nicht, Sam, die bringt uns alle um.”

Sam Carroll sah sie einen Moment verblüfft an, und dann lachte sie lauthals los. Nach dem Training ging es zum Mittagessen und anschließend zum duschen in das Quartier. Von der neuen Mitbewohnerin fehlte jedoch jede Spur. Elura sah nachdenklich zu ihrem Bett hinüber.

“Wenn ich das richtig mitbekommen habe, ist sie heute nachmittag noch zum Jedi-Training gegangen.”

Sam verschluckte sich beim Zähneputzen.

“Na holla, was hat die denn für ein Programm? Und wie geht es dann weiter? Abendessen mit der Führungsetage und danach ein gepflegter Liebesbesuch beim Kommandanten?”

Die Sullustanerin schüttelte entschieden den Kopf.

“Wohl kaum. Ich habe auch keine Ahnung, was das mit ihr werden soll. Sie mutet sich ziemlich viel zu für den ersten Tag nach Absturz. Wisst ihr was? Ich habe einen Vorschlag. Wollen wir ihr nicht für sie heute Abend ein Abendessen vorbereiten? So ein nettes Dinner in angenehmer Atmosphäre?”

Sam klappte der Mund auf.

“Elura, hast du dich verknallt?”

“Quatsch!”

Sie errötete leicht.

“Aber das macht man doch so mit neuen Zimmergenossen, oder? Außerdem haben wir dabei die Möglichkeit, sie etwas näher kennenzulernen und erfahren vielleicht etwas.”

“Also mit mir habt ihr sowas nicht gemacht, als ich neu hier reinkam und damals in der Kompanie auf Balmorra haben sie mir zur Begrüßung den Kopf ins Klo...”

“Also ich finde die Idee sehr gut.”

Cathara schloss geräuschvoll ihren Kleiderschrank.

“So eine nette Geste kommt bestimmt gut an, vielleicht bringt sie uns dann nicht um.”

Samantha seufzte und schlüpfte in eine frische Trainingshose.

“Also schön, einverstanden. Aber wenn du heute Abend Kerzen anzündest und anfängst zu singen, geh ich mir in der Kneipe ein Bier reindrücken. Ihr seid echt ein paar durchgeknallter Aliens.”

“Halt die Klappe, Sam.”

“Halt die Klappe, Sam.”

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