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Vleit Medane

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Wohnort: Recklinghausen

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141

22.08.2017, 12:04

Historisch habe ich nicht vor irgendwen zu belehren. Warum auch?^^ Gewaltbereitschaft ist keine Sache der Geschichte. Gewaltbereitschaft gibt es unter den Menschen überall. Hier mehr und da weniger.

Wenn ich mir diese Statistik da oben angucke, fällt mir auf, dass diese praktisch die ärmsten Länder der Welt zeigt. Und das ist meiner Meinung nach kein Zufall. In der Liste sind Staaten dabei, die kriegen es nicht mal hin ihre Bevölkerung anständig mit Klopapier zu versorgen – so arm sind sie. In einigen Ländern aus dieser Liste, töten sich die Menschen gegenseitig nur wegen eines Leibes Brot.


Dort wo Armut herrscht, sind die Menschen naturgemäß für alles offen, was ihnen „etwas gibt“. Teilweise haben die Menschen dort einfach nichts anderes als ihre Religion. Leider sind genau dort die Rattenfänger unterwegs um ihre eigenen Ideologien zu verbreiten und Macht zu erlangen. Dort haben sie es eben am einfachsten. Der Koran ist ein Buch. Ein Buch hat noch nie einen Menschen getötet. Aber es gibt Menschen, die den Koran für ihre eigenen Zwecke missbrauchen und andere Menschen anstacheln sich in die Luft zu sprengen. Die Menschen in diesen armen Ländern, die haben einfach nichts was sie verlieren könnten. Nur ihr Leben im Angesicht Gottes – was ihnen von irgendwelchen Pennern indoktriniert wird. Und wenn sie ihr Leben für Gott geben – so sagen sie es ihnen – werden sie reich belohnt.

Die heutige Gewaltbereitschaft, hat nicht ihre Hauptursache in der Religion, sondern in der Armut, die in großen Teilen unseres Planeten andauert – und es ist kein Ende in Sicht. (Deswegen wird es weiter gehen). Das ist zumindest meine Meinung.

Das oben beschriebene deckt allerdings nur einen kleinen Teil der menschlichen Verhaltensdynamik ab. Es ist natürlich viel komplexer. Aber ich hoffe ich konnte mich nun besser ausdrücken was ich meine.

Noch mal ein Star Trek Zitat - „Menschen sind Zivilisiert, freundlich und zuvorkommend. Aber wenn du den Menschen etwas wegnimmst – Ihr Essen zum Beispiel- dann verwandet sich der Mensch mit dem du dich noch eben nett unterhalten konntest, in den blutrünstigsten Klingonen, den du je gesehen hast.“ - oder so ähnlich ^^
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Gnacko

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142

22.08.2017, 12:59

"Es gibt einen Zusammenhang zwischen..."
Kann man behaupten. Aber das Plakat sagt nichts darüber worin dieser Zusammenhang angeblich besteht.
Ich kann auch behaupten, es gäbe einen Zusammenhang zwischen dem Spielen von Welt-umspannenden Strategiespielen und megalomanischen Erkrankungen. Ist aber eben auch bloß die Behauptung eines Zusammenhangs und nicht mehr.


Ok aber eine Behauptung kann Gewicht haben oder eben nicht. Hier spricht der Vertreter der größten muslimischen Vereinigung im größten muslimischen Land. Welche Agenda sollte er haben seine eigene Religion stärker zu kritisieren, als es angebracht wäre ?

Der Versuch als Deutscher Nicht-Moslem den Islam gegen die Aussage dieses Mannes in Schutz zu nehmen, wäre als wenn ein Moslem aus Indonesien den Katholizismus gegen Kritik eines deutschen Bischofs an seinem eigenen Glauben in Schutz nehmen würde. Was ziemlich absurd wäre.


Gewaltbereitschaft ist keine Sache der Geschichte. Gewaltbereitschaft gibt es unter den Menschen überall. Hier mehr und da weniger.


Das ist genau mein Punkt. Verschiedene Regionen / Kulturen haben ein eigenes Verhältnis zur Anwendung von Gewalt.


Wenn ich mir diese Statistik da oben angucke, fällt mir auf, dass diese praktisch die ärmsten Länder der Welt zeigt. Und das ist meiner Meinung nach kein Zufall. In der Liste sind Staaten dabei, die kriegen es nicht mal hin ihre Bevölkerung anständig mit Klopapier zu versorgen – so arm sind sie. In einigen Ländern aus dieser Liste, töten sich die Menschen gegenseitig nur wegen eines Leibes Brot.


Indonesien, Ägypten, Malaysia und einige andere ...das sind jetzt nicht gerade "die ärmsten Länder der Welt"
Und wenn es eher an Armut als an Religion liegt, wo sind dann die christlichen Terroristen aus dem Kongo, Simbabwe, Kenia, Botswana, Äthiopien etc. oder die hinduistischen Inder, buddhistischen Burmesen ? ...auch alles Regionen mit sehr viel Armut. Warum haben 95 % aller Terroranschläge der heutigen Zeit einen muslimischen Hintergrund ?

Zitat

Dort wo Armut herrscht, sind die Menschen naturgemäß für alles offen, was ihnen „etwas gibt“. Teilweise haben die Menschen dort einfach nichts anderes als ihre Religion. Leider sind genau dort die Rattenfänger unterwegs um ihre eigenen Ideologien zu verbreiten und Macht zu erlangen. Dort haben sie es eben am einfachsten. Der Koran ist ein Buch. Ein Buch hat noch nie einen Menschen getötet. Aber es gibt Menschen, die den Koran für ihre eigenen Zwecke missbrauchen und andere Menschen anstacheln sich in die Luft zu sprengen. Die Menschen in diesen armen Ländern, die haben einfach nichts was sie verlieren könnten. Nur ihr Leben im Angesicht Gottes – was ihnen von irgendwelchen Pennern indoktriniert wird. Und wenn sie ihr Leben für Gott geben – so sagen sie es ihnen – werden sie reich belohnt.


Rattenfänger ...Perspektivlosigkeit ...das mag ja alles sein, aber warum eignet sich der Koran und die Hadhiten (Erzählungen über Taten und Aussprüche Mohammeds) so gut dafür? Warum passiert das selbe nicht mit anderen Religionen ...weil deren Glaubensgrundsätze es einfach nicht hergeben.

Vleit Medane

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Recklinghausen

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143

22.08.2017, 18:52

Das mit den Star Trek Zitaten lass ich aber jetzt sein. Ist mir im Nachhinein peinlich, egal :D


Indonesien, Ägypten, Malaysia und einige andere ...das sind jetzt nicht gerade "die ärmsten Länder der Welt"

Zu den Sozialstaaten gehören sie aber auch nicht ;)

Und wenn es eher an Armut als an Religion liegt, wo sind dann die christlichen Terroristen aus dem Kongo, Simbabwe, Kenia, Botswana, Äthiopien etc. oder die hinduistischen Inder, buddhistischen Burmesen ? ...auch alles Regionen mit sehr viel Armut. Warum haben 95 % aller Terroranschläge der heutigen Zeit einen muslimischen Hintergrund ?

Dagegen zu argumentieren ist nicht einfach. Doch ich will lieber in der Hölle braten, als gegen einen Spruch auf einem AFD Plakat zu verlieren :D

Deswegen hole ich dieses Mal etwas weiter aus.

Vor 10 Jahren, hätte keiner geglaubt, dass wir uns mal mit einer AFD oder Pegida auseinander setzen müssen. Denn wir sind ja alle so hoch gebildet, aufgeklärt und furchtbar tolerant. Trotzdem sind diese Organisationen plötzlich da und es zeichnet sich ab, wer diese Organisationen befürwortet bzw. unterstützt. Um dies zu untermalen, nehme ich mal dieses Bild aus einem älteren Beitrag hier im Forum.



Darauf sehen wir, dass die Tendenz auf solche Organisationen anzuspringen, eher in den ärmeren Schichten unseres Landes liegt. Klar, jetzt sprengen sich AFDler nicht in die Luft und eine AFD ist keine Religion.

Doch ärmere Menschen sind für Populismus einfach geöffneter als andere.

Rattenfänger ...Perspektivlosigkeit ...das mag ja alles sein, aber warum eignet sich der Koran und die Hadhiten (Erzählungen über Taten und Aussprüche Mohammeds) so gut dafür? Warum passiert das selbe nicht mit anderen Religionen ...weil deren Glaubensgrundsätze es einfach nicht hergeben.

Ich würde sagen, dass es toll ist, dass wir uns um so wenige (bis keine?) radikale Christen Sorgen machen müssen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wenn es jemand wirklich darauf anlegt radikal-christlich zu predigen, dieser jemand seine Anhänger finden würde.

Man sollte hier bedenken, dass der Islam nicht erst seid gestern existiert. Diese radikalen Strukturen sind über Jahrzehnte in den betroffenen Ländern aufgekeimt und niemand hat etwas dagegen getan. Die radikalen Prediger haben ungestört ihre Anhängerschaft vergrößert und gefestigt - mit verdrehten Ansichten und Weltanschauungen. Die Religion an sich - so glaube ich - hat daran keine Schuld.

Das es in den betroffenen Ländern, wenige bis keine radikal-christliche Prediger gibt, werte ich eher als Glücksfall. In der Bibel gibt es auch genug Sprüche die man mit bösen Gedankengut füllen könnte, wenn man offene Menschen dafür findet. "Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben außer mir..." bla bla bla.
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Candrielle

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144

22.08.2017, 20:39

Wenn die Behauptung Gewicht hat und nicht Plakat-tauglich aus einem viel komplexeren Kontext gerissen wurde, dann dürfte es doch nicht schwer fallen diesen Zusammenhang aufzuzeigen.
Weder die Position noch das Herkunftsland des Zitierten ändern irgendwas daran.
Zugegeben: ich bin zu faul den FAZ Artikel zu lesen. Schon alleine weil er dort im Feuilleton steht. Es könnte also tatsächlich so sein, dass der Zusammenhang eindeutig aufgezeigt wurde und dies bloß aus Platzgründen nicht auf dem Plakat zu finden ist. Aber irgendwie bezweifle ich das.

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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145

23.08.2017, 07:36

Naja... so ein ganz klein bisschen muss ich Gnacko an die Seite springen... (jaja, ich weiß, gerade ich ;)).

Die Religion an sich - so glaube ich - hat daran keine Schuld.


Es gibt eben schon Religionen, die lassen sich radikaler interpretieren als andere - und kann dann als Instrument für die Gewalt benutzt werden - wie eine Waffe. Natürlich kann eine Waffe nicht alleine töten, das macht der Mensch, der sie benutzt. Aber hätte er sie nicht gehabt, hätte er nicht töten können ;)

Okay, das ist ziemlich platt, aber was ich eigentlich damit sagen will: Was ist denn Religion? Ist es nur ein Buch? Oder sind die Menschen, die sie (offiziell) vertreten nicht auch die Religion? Sind es dann nicht die (oder vielleicht eher einige) Prediger des Islams, die eben auch der Teil der Religion sind und das Problem sein könnten? Wenn die Interpretation der Religion durch die Menschen den Ausschlag gibt, dann muss man vielleicht dort ansetzen. Da schlägt sich dann aber wieder der Bogen zu Vleits Standpunkt: Diese Menschen aus diesen Kulturkreisen mit diesem Bildungsstand und ihrer Armut - wollen die überhaupt eine gemäßigte Vertretung ihrer Religion?

Vor 700 Jahren sagte der Papst: Los, erschlagt alle Heiden, erobert für den Herrn, verbrennt alle Hexen. Und die Leute taten es.

Heute sagt der Papst: Seid tolerant und akzeptiert auch die Menschen anderer Religionen. Gott liebt sie alle. Dafür wäre er im Mittelalter als Ketzer gevierteilt worden ;)

Ich stimme aber auch Candy zu. So einen Spruch auf ein Plakat zu knallen, ist unreflektiert und dumm. Man soll denken: Hey, da wird die Wahrheit endlich mal ausgesprochen, und zwar von einem selbst "Betroffenen", dagegen kann ja dann die Lügenpresse nichts sagen.

Das ist einfach dämlich, wirkt aber bei der Zielgruppe der AfD wunderbar ^^

Tangalur

Mitglied der Gemeinschaft

  • »Tangalur« ist der Autor dieses Themas

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Titel: Der Erbsenzähler

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146

23.08.2017, 10:30

ich halte mich noch kürzer. what Kara said ^^

Tangalur

Mitglied der Gemeinschaft

  • »Tangalur« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Ravensburg

Titel: Der Erbsenzähler

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Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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148

24.08.2017, 12:25


Dagegen zu argumentieren ist nicht einfach. Doch ich will lieber in der Hölle braten, als gegen einen Spruch auf einem AFD Plakat zu verlieren :D

Deswegen hole ich dieses Mal etwas weiter aus.

Vor 10 Jahren, hätte keiner geglaubt, dass wir uns mal mit einer AFD oder Pegida auseinander setzen müssen. Denn wir sind ja alle so hoch gebildet, aufgeklärt und furchtbar tolerant. Trotzdem sind diese Organisationen plötzlich da und es zeichnet sich ab, wer diese Organisationen befürwortet bzw. unterstützt. Um dies zu untermalen, nehme ich mal dieses Bild aus einem älteren Beitrag hier im Forum.



Darauf sehen wir, dass die Tendenz auf solche Organisationen anzuspringen, eher in den ärmeren Schichten unseres Landes liegt. Klar, jetzt sprengen sich AFDler nicht in die Luft und eine AFD ist keine Religion.

Doch ärmere Menschen sind für Populismus einfach geöffneter als andere.


Aber was hat das mit dem Islam zu tun? War das nicht eigentlich das Thema? Diese "ad hominem"-Argumentation, dass es ja falsch oder verwerflich sein muss, weil es von der bösen AfD kommt, ist doch albern.

Ich habe auch zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass ich die AfD als ganzes unterstütze, aber wenn sie sich als einzige Partei gegen das Dogma der politischen Korrektheit wehren, welches den Islam ja quasi unantastbar macht, da kein anderer als "islamophob" gelten möchte, dann kann ich doch diesen Aspekt ihrer Politik befürworten.

Auch finde ich, dass darstellen des AfD-Publikums, welches berechtigte Bedenken bei Zuwanderung und solchen Themen hat, als ungebildete Proleten nicht nur falsch, sondern auch kontraproduktiv.


Ich würde sagen, dass es toll ist, dass wir uns um so wenige (bis keine?) radikale Christen Sorgen machen müssen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass wenn es jemand wirklich darauf anlegt radikal-christlich zu predigen, dieser jemand seine Anhänger finden würde.


Ok, aber warum legt es dann keiner an "radikal-christlich" zu predigen und damit die Leute zu Gewalt anzustacheln? Es gibt genug arme christliche Länder, oder allg. anderer Religionen als dem Islam, wo man - nach deiner Logik - die frustrierten Armen Menschen rekrutieren können müsste, da die Religion ja angeblich keine Rolle spielt.



Das es in den betroffenen Ländern, wenige bis keine radikal-christliche Prediger gibt, werte ich eher als Glücksfall. In der Bibel gibt es auch genug Sprüche die man mit bösen Gedankengut füllen könnte, wenn man offene Menschen dafür findet. "Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben außer mir..." bla bla bla.


Ja im Alten Testament gibt es auch verwerfliche Stellen, aber das Christentum basiert zum größten Teil auf dem Neuen Testament mit seiner überwiegend friedlichen Botschaft. Desweiteren hatten Christen wie schon erwähnt vor ein paar hundert Jahren die Bewegung der Aufklärung, welche zwar auch den Glauben als ganzes in Frage stellte, aber auch den gläubigen Christen selbst dazu motiviert hat, ihre Schriften nicht mehr wörtlich zu nehmen (zumindest nicht alles).

Während es diese Bewegung im Islam eben noch nicht gab. Die wörtliche Lesung des Korans aus dem 7. Jahrhundert ist nachwievor standard. Natürlich befolgt nicht jeder der 1,5 Milliarden Muslime den Koran wortwörtlich und propagiert einen heiligen Krieg oder die Scharia wie die Warlords des frühmittelalterlichen Arabiens, aber laut repräsentativer Umfrage-Ergebnisse (siehe oben) viel zu viele.

Es gilt diese Umstände, ohne Angst Tabus zu verletzen, anzusprechen und gemäßigte Moslems in ihrem Kampf gegen die weitverbreitende fundamentale Auslegung des Korans zu unterstützen.
Wenn man ein Problem aus politischen Gründen nicht wahrhaben will und das Benennen von Ross und Reiter (Islam und Terrorismus) in der Öffentlichkeit verpöhnt ist, wird man das Problem nie lösen können.

Taya

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Titel: Miss Facepalm

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149

24.08.2017, 13:22

Es gilt diese Umstände, ohne Angst Tabus zu verletzen, anzusprechen und gemäßigte Moslems in ihrem Kampf gegen die weitverbreitende fundamentale Auslegung des Korans zu unterstützen.


Das ist ja prinzipiell richtig. Aber traust du das der AfD (und ihrer Anhängerschaft) zu? Also ich mit Sicherheit nicht.

Auch finde ich, dass darstellen des AfD-Publikums, welches berechtigte Bedenken bei Zuwanderung und solchen Themen hat, als ungebildete Proleten nicht nur falsch, sondern auch kontraproduktiv.


Zugegeben, das ist auch ein wenig populistisch, aber die gesellschaftlichen Strukturen der AfD-Wähler zu ignorieren, ist auch ein wenig blauäugig. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Teil der gebildeten, aufgeklärten Menschen, die sich konstruktiv mit dem Problem auseinandersetzen wollen, nur einen SEHR kleinen Bruchteil der Wählerschaft der AfD ausmacht. Viel zu häufig wird das radikal braune Gedankengut dieser Menschen deutlich. Allein schon die Tatsache, dass dort, wo die wenigsten Zuwanderer leben, die Angst und der Fremdenhass (und damit auch die Stimmen der AfD) am höchsten ist, ist für mich sehr aussagekräftig. Auf dieser Seite gibt es imho viel mehr politische Probleme, welche bestimmte Menschen nicht wahrhaben wollen. Und man tut Deutschland keinen Gefallen, wenn man die AfD für einen Spruch auf ihren Plakaten wählt, den man unter Umständen auch konstruktiv diskutieren kann.


Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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150

24.08.2017, 14:00

Weils gerade zum Thema passt: Aktuelle Bertelsmannstudie



https://www.welt.de/politik/deutschland/…-verbunden.html

Auch interessant:

Zitat

Allerdings fällt es laut der Studie hoch religiösen Muslimen schwer, einen Job zu finden, der ihrem Qualifikationsniveau entspricht. Laut den Forschern um Projektleiterin Yasemin El-Menouar verdient diese Gruppe erheblich weniger als Muslime, die ihre Religion nicht praktizieren. Anders in Großbritannien: Dort seien sehr religiöse Menschen muslimischen Glaubens bei gleicher Qualifikation in den gleichen Berufsfeldern genauso stark vertreten wie weniger fromme Muslime.

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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151

24.08.2017, 14:05

Zitat

Das ist ja prinzipiell richtig. Aber traust du das der AfD (und ihrer Anhängerschaft) zu? Also ich mit Sicherheit nicht.


Ich auch nicht, aber niemand hätte in den 80ern den Grünen zugetraut irgendwelche konstruktiven Beiträge zur Umweltpolitik beizutragen und dennoch hat diese Partei die politische Landschaft über die Jahre verändert. Themen, wie Umweltschutz, die ein Schattendasein führten, bekamen Aufmerksamkeit und konnten von den anderen Parteien nicht mehr ignoriert werden. Deutschland wurde zu einem der fortschrittlichsten Länder in dieser Hinsicht. Ich unterstütze bei weitem nicht alles wofür die Grünen stehen, aber das muss man ihnen anrechnen. Aus Steinewerfern können eben auch nach einiger Zeit auch Vizekanzler und Außenminister werden.

Zitat

Und man tut Deutschland keinen Gefallen, wenn man die AfD für einen Spruch auf ihren Plakaten wählt, den man unter Umständen auch konstruktiv diskutieren kann.


Ich habe nie gesagt, dass man sie dafür wählen sollte. Ich selber werde es nicht tun, aber derartige Themen müssen einfach mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Und um einen SPD-Kanzler zu zitieren, wir müssen die Kirche doch auch mal im Dorf lassen. Zwischen dem hier und der AfD gibt es doch noch einen gewaltigen Unterschied:



(sogar mit Bösewicht-Musik im Hintergrund. Was haben die sich dabei bloß gedacht ? :D )

Ich glaube, dass viele Bedenken, die die AfD anspricht, wirklich ihre Berechtigung haben. Und die "ad hominem"-Argumentation, dass ein Argument nicht richtig sein kann und keiner Diskussion oder Überlegung wert ist, nur weil sie von vermeintlichen Schmuddelkindern angesprochen wird, ist auch fragwürdig. Man muss auch die Argumente aus einer Quelle, die einem persönlich unsympathisch ist, unparteiisch bewerten und aufnehmen können.

Andere Dinge wie z.b. der Klimaskeptizismus der AfD (es gäbe keinen menschlichen Einfluss auf den Klimawandel) ist wiederrum natürlich völliger Unsinn.

Taya

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Titel: Miss Facepalm

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152

24.08.2017, 14:20

Weils gerade zum Thema passt: Aktuelle Bertelsmannstudie


Interessant! Stehen auch ein paar Dinge drin, die Vleits Meinung stützen. Zum Beispiel:

Zitat

Im Übrigen ist nicht auszuschließen, dass in der Bertelsmann-Studie hierbei der Faktor Religion überschätzt und andere Faktoren unterschätzt werden. Der niederländische Integrationsforscher Ruud Koopmans kam unlängst in einer Studie zu dem Ergebnis, dass nicht speziell Religiosität, sondern allgemein die soziokulturelle Assimilation den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst.


Zitat

Die Studienautoren sehen eine Ähnlichkeit zu Christen: Auch unter den Muslimen gebe es viele, die sich zwar zu ihrer Religion bekennen, ihren Glauben aber kaum leben – also selten beteten oder in die Moschee gingen. Diese sogenannten Kulturmuslime unterschieden sich deutlich von Strenggläubigen, die von den Pflichtgebeten über Essensvorschriften bis hinzu den Kleidungsregeln versuchten, die jeweils als verbindlich erachteten Vorschriften des Korans möglichst vollständig zu befolgen.


Zitat

Das Verhalten der Aufnahmegesellschaft ist für die Studienautoren dabei entscheidend. „Wie schnell dieser Prozess voranschreitet, hängt weniger an dem Willen und den Fähigkeiten des Einzelnen, sondern … an den Rahmenbedingungen des Landes, in dem sie leben.“ Dazu zählen sie neben den Zugangsvoraussetzungen zum Arbeitsmarkt eine Bildungspolitik, die Chancengleichheit unabhängig vom Elternhaus fördert.


Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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153

24.08.2017, 14:31


Interessant! Stehen auch ein paar Dinge drin, die Vleits Meinung stützen. Zum Beispiel:



Welcher Standpunkt genau wird da unterstützt? In der Diskussion zwischen Vleit und mir ging es eher um den Zusammenhang zwischen Gewalt und Religion.

Taya

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Titel: Miss Facepalm

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154

24.08.2017, 14:36

Ja, okay, nur indirekt. Ich habe jetzt einfach mal kackendreist vorausgesetzt, dass Menschen, die gut integriert sind und sich mit europäischen Ländern verbunden fühlen, weniger dazu neigen, sich in diesen Ländern in die Luft zu sprengen, um unschuldige Einwohner zu töten ;)


Gnacko

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155

24.08.2017, 14:58

Bekanntes Gegenbeispiel: Mohammed Atta, Diplomingenieur. ;) ...und "unschuldig" sind die Opfer nicht aus Sicht der Attentäter. Sie sind Ungläubige.

Vleit Medane

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156

24.08.2017, 19:10

Aber was hat das mit dem Islam zu tun? War das nicht eigentlich das Thema? Diese "ad hominem"-Argumentation, dass es ja falsch oder verwerflich sein muss, weil es von der bösen AfD kommt, ist doch albern.


Was ich dort eigentlich rüber bringen wollte ist, dass ärmere Menschen für Populismus offener sind. In den ärmeren Ländern, wird bei den ärmeren Menschen mit dem Islam/Koran radikaler Populismus betrieben. Die AFDler sind wie ich oben sagte keine Religion, doch auch dort findet sich eher die ärmere Schicht wieder, eben durch das Betreiben des Populismus. Daher die Schussfolgerung, das es nicht erforderlich ist einer Religion anzugehören um radikalisiert werden zu können. Es reicht unter Umständen aus, einfach nur arm zu sein. Ich hoffe dieses Mal konnte man mich besser verstehen ^^

Es gibt genug arme christliche Länder, oder allg. anderer Religionen als dem Islam, wo man - nach deiner Logik - die frustrierten Armen Menschen rekrutieren können müsste, da die Religion ja angeblich keine Rolle spielt.


Dazu sage ich jetzt mal folgendes... bzw. nehme mich selbst als Beispiel (Das Beispiel ist absolut frei erfunden. Ich denke jeder hier weiß mittlerweile wo ich so stehe.)

Ich wohne im Ruhrpott und ich kenne die Ecken hier ganz genau. Angenommen ich fahre nach "Alten Essen" oder "Gelsenkirchen Süd" (das sind die ärmsten Teile des Ruhrgebietes. Da kannst du nachts wirklich nicht alleine durch die Straßen laufen.). Jetzt Stelle ich mich mit einem Megafon auf die Straße und Rufe... "Alle Türken sind Scheiße, lasst sie uns verprügeln, die nehmen uns sowieso nur die Arbeitsplätze weg." Du würdest ja nicht glauben, wie schnell ich da eine Horde halbstarker Arschgeigen zusammen kriegen würde, die Türken verprügeln wollen.

1. Alle die ich da anlocke sind Deutsche.
2. Fast alle von ihnen werden Christen sein.

Zugegeben, dass ist jetzt ein krasses und vielleicht überspitztes Beispiel, aber es ist nicht unmöglich.

Greifbarer ist da eher - Hells Angels gegen die Osmanen Germania. Christen gegen Muslime. Und das gibt es hier im Pott. Die prügeln sich wund und blau.

Jetzt gibst du zu bedenken, dass die Christen ja nicht so radikal und friedlicher sind. Passt aber zu den oben genannten Beispielen nicht. Daher nochmal meine These, dass es egal ist welcher Religion du angehörst. Gewalt ist nicht von der Religion abhängig. Und wenn in den ärmeren Ländern keiner ein Interesse daran hat die Christen zu radikalisieren, dann beschwere ich mich nicht darüber :D
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Kara

Stellv. Gildenleitung

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157

24.08.2017, 21:15

Naja... Die ISIS-Terroristen töten aber schon im Namen ihrer Religion, Hells Angels tun das nicht. ;)

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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158

24.08.2017, 21:30

fullquote


Aber du redest wieder an meiner Argumentation vorbei. Warum sind 90 % aller Terroranschläge islamischen Ursprungs, wenn -wie wir festgestellt haben- es auch genug arme christliche Länder gibt ?

Vleit Medane

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159

24.08.2017, 21:50

Naja... Die ISIS-Terroristen töten aber schon im Namen ihrer Religion, Hells Angels tun das nicht ;)

Ja, die machen das im Namen ihres Clubs und die ISIS im Namen ihrer Religion. Aber Gewalt ist doch Gewalt, finde ich, und auch Hells Angels haben bereits Menschen getötet, bzw. haben doch zur not stets einen Zollstock dabei, um schon mal die Nieren ihres Opfers ausmessen zu können :D

Aber du redest wieder an meiner Argumentation vorbei. Warum sind 90 % aller Terroranschläge islamischen Ursprungs, wenn -wie wir festgestellt haben- es auch genug arme christliche Länder gibt ?


Die Frage kann ich nicht beantworten - Nicht mit meiner Sichtweise. Da bin ich wohl Schachmatt :(

Doch gebe ich noch zur Bemerkung, dass
90 % aller Terroranschläge islamischen Ursprungs

... von Außenseitern begangen werden. Jedenfalls habe ich noch nie davon gehört, dass sich ein reicher oder normal mittelständischer Muslime in die Luft gejagt hätte.
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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160

24.08.2017, 21:59


... von Außenseitern begangen werden. Jedenfalls habe ich noch nie davon gehört, dass sich ein reicher oder normal mittelständischer Muslime in die Luft gejagt hätte.


Aber wo sind die Außenseiter anderen Glaubens, die sowas tun ? ;)

...außerdem gibt es eben auch solche Beispiele gebildeter muslimischer Terroristen. Einer der mir spontan einfällt ist der oben schon erwähnte Mohammed Atta, der Anführer der 9/11 Terroristen.

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