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Vleit Medane

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Recklinghausen

Titel: Concierge Black

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161

24.08.2017, 22:30

Wer nachtritt, kommt mir nicht so leicht davon :D

Terror im Namen Gottes:

Die 3 gefährlichsten christlichen Terrorgruppen...

Dass christliche Terrororganisation medial nicht aufscheinen, heißt nicht, dass es sie nicht gibt: 3 davon im Überblick.

Die 3 gewaltbereitesten christlichen Gruppen sind:

Das Netzwerk der Armee Gottes: Die Armee Gottes ist für die Ermordung von Abtreibungsgegnern bekannt und berüchtigt. Zu ihren Mitgliedern zählten sich Paul Jennings Hill, der den Abtreibungsarzt John Britton samt Leibwächter getötet hat, John C. Salvi und Scott Roeder, allesamt wegen Mordes von Abtreibungsärzten oder Mitarbeitern von Abtreibungskliniken bekannte Gewalttäter. Aber auch extreme Gewaltbereitschaft gegen Homosexuelle kann sich diese christliche Organisation an ihre Fahnen heften. Einer der Höhepunkte dieser Gewalt stellte die Bombardierung einer Lesbenbar in Atlanta dar.

Die Kirche des Allmächtigen Gottes: Diese, in China gegründete Sekte glaubt an einen Weltuntergang. Aufgabe der Mitglieder ist es, bis zu diesem Weltuntergang so viele Dämonen wie möglich zu töten. Wie es bei extremen Sekten so ist, geht die Tötung von Dämonen mit der Tötung von Andersdenkenden einher. Ein skurriles Detail am Rande: Die Gruppierung glaubt, dass Jesus Christus in Form einer chinesischen Frau auf die Erde wiederkehren wird. Das aber hindert sie keinesfalls Gewalt bei Frauen anzuwenden.

Die LRA - Lords Resistance Army: Die LRA wurde von Joseph Kony 1987 in Uganda gegründet und ist, so Human Rights Watch, für tausende von Morden und Entführungen verantwortlich. Die LRA ist von der Brutalität her der Terrorgruppe Boko Haram gleichzusetzen.

Quelle:

http://de.blastingnews.com/politik/2015/…n-00336779.html
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Sefer Jezirah

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Titel: Lehrstuhl für asiatische Geschichte

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162

24.08.2017, 22:35


Aber wo sind die Außenseiter anderen Glaubens, die sowas tun ?


Also bei den Christen brauchte es dazu keine Außenseiter, da wurde in der Geschichte schon genug, vom Befehl oberen Ranges, Blut vergossen ^^

Selbst bei den Buddhisten gibt es viele gewalttätige Mönche, davon bekommt man im Westen wenig mit, aber wie der Dalai Lama sagt: "Sie tragen vielleicht die Kleidung eines Buddhisten, sind aber keine wahren Buddhisten"

Gnacko

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163

25.08.2017, 12:48

fullquote


Es ist mir schon klar, dass es irgendwo gewalttätige christliche Gruppen gibt. Aber die Frage ist doch ob es mengenmäßig in einem Verhältnis steht. Guck mal welcher Religion die "Perpetrator" hier meistens angehören:

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_te…_in_August_2017
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_te…ts_in_July_2017
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_te…ts_in_June_2017
...




Also bei den Christen brauchte es dazu keine Außenseiter, da wurde in der Geschichte schon genug, vom Befehl oberen Ranges, Blut vergossen


Im großen Stil, ist das aber schon ein paar Jahrhunderte her, wie ich schon mehrfach erwähnt habe. Wo sind heute die christlichen Selbstmordanschläge in Kairo, Istanbul, Baghdad oder sonst wo.


Selbst bei den Buddhisten gibt es viele gewalttätige Mönche, davon bekommt man im Westen wenig mit, aber wie der Dalai Lama sagt: "Sie tragen vielleicht die Kleidung eines Buddhisten, sind aber keine wahren Buddhisten"


"Gewalttätig" ...soso. Aber wo sind die Anschläge ? ...und selbst wenn es die geben würde, dann stell mal folgenden Verhältnisse auf und vergleiche sie

Anzahl Anschläge mit islamischen Hintergrund
pro
Anzahl Muslime auf der Welt

Anzahl Anschläge irgendeiner anderen Religionszugehörigkeit oder Ideologie
pro
Anzahl deren Anhänger

...wer gewinnt wohl mit deutlichem Abstand.

Verschwindent kleine Gruppen zählen da selbstverständlich nicht

Vleit Medane

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Recklinghausen

Titel: Concierge Black

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164

25.08.2017, 13:36

Es ist mir schon klar, dass es irgendwo gewalttätige christliche Gruppen gibt. Aber die Frage ist doch ob es mengenmäßig in einem Verhältnis steht. Guck mal welcher Religion die "Perpetrator" hier meistens angehören:


Weil ich mir nicht die Mühe machen möchte, alle Länder zu durchleuchten, nehme ich jetzt nur Ägypten. (Zahlen habe ich aus dem Wiki zu Ägypten)

Etwa 90 % der Einwohner Ägyptens bekennen sich zum sunnitischen Islam. Die Restlichen 10% sind auf die anderen Religionen aufgeteilt. Wenn Prediger gezielt Populismus in diesem Land betreiben, ist es doch logisch, dass man aus einem Land mit diesem Aufteilungsergebnis mehr radikale Muslime erwarten kann als Christliche.

Zu diesem Thema wäre es jetzt sicher sehr spannend zu wissen, wie die Religionsaufteilungen der ärmeren Länder unserer Welt aussehen. Sprich gibt es dort mehr Christen als Muslime?

Dann käme man vielleicht etwas weiter. Bei Ägypten jedenfalls, wäre deine Frage klar beantwortet.
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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165

25.08.2017, 13:57

Die Logik ist aber auch lückenhaft. In Europa gibts es einen ähnlichen Muslim-Anteil, wie es einen Christen-Anteil in z.b. Ägypten gibt. Dennoch fährt kein Christ mit einem Lastwagen in einen Basar in Kairo. Christen werden dort stark unterdrückt und müssen vorsichtig sein, wie sie ihren Glauben in der Öffentlichkeit ausleben, während in Europa die muslimische Minderheit hofiert wird, trotz der Gewalt, die von manchen ihrer Anhänger ausgeübt wird.

Unter den ärmsten Ländern der Welt sind sowohl christliche als auch muslimischen Anteile. Der Grundsatz, dass die Gewalt nur von der Armut kommt, lässt sich doch überhaupt nicht halten. Osama bin Laden, Abu Bakr al-Baghdadi, Mohammed Atta waren alles studierte Leute mit dementsprechenden Perspektiven, dennoch wurden sie zu Vorzeigebeispielen der Gewaltausübung im Namen ihres Glaubens.

Ich verstehe nicht warum es als Nicht-Muslim so schwer ist zuzugeben, dass diese Religion in einem höheren Maße Anhänger produziert, die Gewalt einsetzen für ihre Zwecke, als andere große Religionen.

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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166

25.08.2017, 14:26

Ich verstehe zwar was du meinst, aber, ganz ehrlich:

Ich verstehe nicht warum es als Nicht-Muslim so schwer ist zuzugeben, dass diese Religion in einem höheren Maße Anhänger produziert, die Gewalt einsetzen für ihre Zwecke, als andere große Religionen.


Ich halte es für etwas gewagt zu behaupten, dass diese Religion solche Menschen "produziert". Eine solche Aussage wäre mir zu platt und da würde ich nach Beweisen fragen, da bin ich bei Candy. Sind das doch nicht eher die defizitären Lebenssituationen und menschenverachtenden Gesellschaftsstrukturen vor Ort? Die Religion wäre dann eher der Vorwand oder das Instrument für die gewaltsamen Handlungen.

Aber wir beginnen uns dahingehend wohl etwas im Kreis zu drehen ;)

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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167

25.08.2017, 14:55

Aber wir beginnen uns dahingehend wohl etwas im Kreis zu drehen ;)


Weil ihr immer meinen Kern-Argumenten ausweicht ;)

Wenn Religion nicht der ausschlaggebende Faktor ist, sondern die wirtschaftliche Lebenssituation der geschundenen Menschen, wo sind dann die armen und unterdrückten anderer Religionen mit ihren Anschlägen? Und zwar auch gerade mengenmäßig.

Man kann doch nicht auf die Aussage, dass der bei weitem meiste Terrorismus der Welt von muslimischen Personen verübt wird, damit antworten "Aber in Uganda und China gibt es auch radikale Christen! Also sind alle Religionen gleich schlimm!".

Ich wiederhole mich: Es muss doch möglich sein einzugestehen, dass der mit dem Islam begründete Terrorismus unverhältnismäßig häufiger und gefährlicher ist. Mehr verlange ich doch garnicht ^^

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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168

25.08.2017, 15:23

Was hältst du davon:

Die Anhänger des Christentums sind über die Jahrhunderte ein wenig aufgeklärter geworden, und gibt es einen spirituellen Führer, der eine verbindliche, gemäßigte Linie vorgibt. Außerdem herrscht in den Nationen, in denen Reichtum und Bildung weltweit am höchsten sind, überwiegend das Christentum vor. Inwieweit sich das bedingt, darüber könnte man sich unterhalten.

Andersherum ist in Ländern, in denen Armut weiter verbreitet ist, die Bildung niedriger, unethische Gesellschaftssysteme vorherrschen und Kriege stattfinden, eher der Islam die häufigste Religion. Warum das so ist kann man historische und geographisch betrachten, aber es sind vielleicht eher die genannten Umstände, die gewaltbereite Menschen "produzieren", welche ihre Taten mit der Religion rechtfertigen und ihren Hass über sie kanalisieren (es ist ja viel besser zu sagen "ich töte die anderen Ungläubigen im Namen meiner Religion und komme dafür in den Himmel", als "ich beneide die anderen, hasse die weltweite soziale Ungerechtigkeit und stimme ihrer Weltanschauung nicht zu").

Erinnert dich die Diskussion nicht ein wenig an "Alle Killerspielespieler sind Mörder"? Oder auch: "Man muss doch eingestehen können, dass Killerspiele viel mehr Massenmörder produzieren, als Flugsimulationen. Darüber sollten wir uns dringend unterhalten!" ;)

Es muss doch möglich sein einzugestehen, dass der mit dem Islam begründete Terrorismus unverhältnismäßig häufiger und gefährlicher ist.


Also, Terrorismus ist imho immer gleich gefährlich, was die RAF gemacht hat, war auch nicht besser. Aber das es mehr islamistische Terroristen gibt, die ihre Gewalttaten religiös begründen, als bei anderen Religionen... hat das jemand in Frage gestellt? Ich glaube, das ist eindeutig.

Allerdings muss man nicht unbedingt die Religion an sich dafür verantwortlich machen und das Risiko für Muslime höher bewerten, ein Terrorist zu werden, als bei Anhängern anderer Religionen. Die Ursachen können eben auch woanders liegen.

Wenn ich genau so platt wie die AfD auf die Vorwürfe antworten würde, müsste ich sagen: einige der friedfertigsten und tolerantesten Menschen, die ich kenne, sind Muslime. Wie kann das sein, wo sie doch der Religion des gewaltproduzierenden Islams angehören?

Taya

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Miss Facepalm

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169

25.08.2017, 15:31

Dazu vielleicht noch:

Zu den Ländern mit dem größten Anteil der muslimischen Weltbevölkerung gehören solche wie Indonesien, Indien, Bangladesh... soweit ich weiß nicht gerade große "Produzenten" von Terroristen, die auf europäischen Weihnachtsmärkten Menschen umfahren ^^


Vleit Medane

Mitglied der Gemeinschaft

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Titel: Concierge Black

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170

25.08.2017, 16:27

Ich verstehe nicht warum es als Nicht-Muslim so schwer ist zuzugeben, dass diese Religion in einem höheren Maße Anhänger produziert, die Gewalt einsetzen für ihre Zwecke, als andere große Religionen.

Dazu möchte dir sagen, dass es für mich keine Sache des Glaubens ist. Ich bin Evangelisch und meine Religion geht mir quer an einem ganz bestimmten Körperteil vorbei, mit dem man harte Geschäfte macht. Von mir aus hätten meine Eltern mich auch kurdisch machen können, egal. Daher sehe ich die Diskussion ohne religiöse Augen, sondern mit meiner Sichtweise. Aus religiöser Sicht gibt es für mich daher nichts zuzugeben^^

Die Logik ist aber auch lückenhaft. In Europa gibt's es einen ähnlichen Muslim-Anteil, wie es einen Christen-Anteil in z.B. Ägypten gibt. Dennoch fährt kein Christ mit einem Lastwagen in einen Basar in Kairo.

Ja, nehmen wir z.B. Deutschland. Hier ist der christliche Anteil wesentlich höher als der muslimische. Da braucht man nicht in die Statistik gucken. Doch Deutschland ist z.B. mit Ägypten (wenn wir schon dabei sind) nicht zu vergleichen. In Ägypten kannst du dich als Radikaler ins TV stellen und sagen was du möchtest. Da gibt's noch nicht mal einen erhobenen Zeigefinger. Machst du das in Deutschland, hast du noch am selben Tag einen orkanartigen Shitstorm am Hals. Hier gibt es aktive Gegenwehr zum Populismus, weshalb er eben auch nicht so erfolgreich ist.

Jetzt kann man sich fragen woran das liegt.

Weil wir hier in Deutschland mehr Christen haben? (Finde ich jedenfalls sehr gewagt. Unsere muslimischen Mitbürger halten davon genau so wenig.) Oder vielleicht hat es doch zumindest ein Stück weit damit zu tun, dass wir hier in Deutschland im Vergleich zu Ägypten wohlhabend und unser Staatssystem mit der Bildung + allem drum und dran einfach besser funktioniert - und Gewalt bzw. Populismus für uns einfach weniger Sinn macht. Man sollte hier schon bedenken, dass die Rahmenbedingungen in einem Land Auswirkungen auf die Stimmungen der Bevölkerung hat und auch nur weil sich die Stimmung in den letzten zwei Jahren verschoben hat, erstarkt die AFD überhaupt. Aktuell 10% soweit ich weiß.

Mit Ägypten hast du einen Staat der nicht ordentlich funktioniert, zumindest nach unseren Maßstäben. Dort gibt es eben mehr Kriminalität, Armut, ein weniger effektives Schulsystem, Staatliche Krankenversicherung?, eine ordentliche Rente die im Verhältnis steht usw. Da hast du einfach bessere Bedingungen für einen Nährboden, der Extremismus fördert - auch für religiösen.


Unter den ärmsten Ländern der Welt sind sowohl christliche als auch muslimischen Anteile. Der Grundsatz, dass die Gewalt nur von der Armut kommt, lässt sich doch überhaupt nicht halten.


"Nur" habe ich nie gesagt. Da habe ich extra drauf geachtet :D Doch ich bin der festen Überzeugung, dass Armut - mit - eine Hauptursache von Gewalt ist. Dabei unterscheide ich nicht zwischen Gewalt und religiöser Gewalt. Ich finde wirklich es wäre Wert, diese Behauptung genauer zu erforschen.

Ich glaube auch, dass wenn wir weniger Armut auf der Erde hätten, wir weniger Kriminalität und Gewalt verzeichnen würden.
Wer bin ich? Ich bin die Summe meiner Erfahrungen und heute bin ich mehr als ich gestern war.

Tangalur

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171

28.08.2017, 07:47

die Wahl ist so langweilig :| 4 Jahre Merkel hat weniger Unterhaltungswert als eine Woche Trump...


Kara

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172

28.08.2017, 08:11

ich bin sehr froh, dass hier nicht solche Umstände herrschen, wie in den USA ^^

Kannst ja umziehen und uns immer aus erster Hand berichten :P

Tangalur

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173

29.08.2017, 09:48

als wenn eine Kamera-Überwachung das alles verhindern könnte...


Kara

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174

29.08.2017, 10:07

Naja, der ein oder andere Schubser könnte sich tatsächlich überlegen: Naja, beim letzten Mal haben sie so einen wie mich durch die Kamera-Überwachung geschnappt und er wurde hart bestraft und öffentlich gebrandmarkt. Vielleicht lasse ich es lieber.

Einen gewissen abschreckenden Wert würde ich dem nicht absprechen wollen, Selbstmordattentätern ist eine Kamera aber natürlich egal. Dennoch könnte es bei einer Aufklärung auch helfen.

Tangalur

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175

29.08.2017, 11:28

Schläger und Hooligans vermummen sich, U-Bahn-Schuber haben nicht genügend Hirn um sich darüber Gedanken zu machen oder sind zu besoffen zum Denken. Die meisten Vergewaltigungen passieren in den eigenen vier Wänden. mydirtyhobby mit staatlich finanzierten Kameras? Grabscher und Taschendiebe rechtfertigen mit Sicherheit keine totale Kamera-Überwachung.

Kara

Stellv. Gildenleitung

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176

29.08.2017, 11:32

Ich will ja auch keinen Überwachungsstaat, aber ab und zu muss man sich schon fragen, was man durch mehr Kameras denn verlieren würde. Wenn man damit nur einen Mord, Diebstahl oder eine Vergewaltigung verhindert, hat es sich aus ethischer Sicht schon gelohnt - nur meine Meinung.

Tangalur

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Tangalur

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178

30.08.2017, 11:51

http://www.tagesschau.de/inland/gzwanzig…uetzer-101.html

Zitat

Der Skandal um den Entzug von Akkreditierungen für Journalisten beim G20-Gipfel ist nur die Spitze des Eisbergs. Auch zahlreiche weitere BKA-Auskünfte, die dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegen, belegen fehlerhafte und rechtswidrige Einträge.

Gnacko

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179

30.08.2017, 12:48

Ich schulde euch noch eine Antwort:


Die Anhänger des Christentums sind über die Jahrhunderte ein wenig aufgeklärter geworden


Ein wenig? im 17. Jahrhundert wurden Ketzer und Hexen teilweise noch verbrannt und hundert Jahre später konnten Leute wie Voltaire oder Kant die Religion schon relativ deutlich in Frage stellen und relativieren. Nochmal ein paar Jahrzehnte später waren Atheismus und Agnostizismus salonfähig. In den größten Teilen der islamischen Welt heute fehlt sogar der erste Schritt.


und gibt es einen spirituellen Führer, der eine verbindliche, gemäßigte Linie vorgibt.


Was ist mit den Protestanten?


Außerdem herrscht in den Nationen, in denen Reichtum und Bildung weltweit am höchsten sind, überwiegend das Christentum vor.


Wie ich schon mehrfach gesagt habe gibt es auch Milliarden von Armen Nicht-Muslimen.


Inwieweit sich das bedingt, darüber könnte man sich unterhalten.


Das ist ein anderes Thema, da es in dieser Diskussion ja bisher eher um den Zusammenhang zwischen Gewalt und Religion ging, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das etwas damit zu tun hat. Aber das wäre ein ganz neues Fass was wir da aufmachen müssten.


...welche ihre Taten mit der Religion rechtfertigen und ihren Hass über sie kanalisieren (es ist ja viel besser zu sagen "ich töte die anderen Ungläubigen im Namen meiner Religion und komme dafür in den Himmel", als "ich beneide die anderen, hasse die weltweite soziale Ungerechtigkeit und stimme ihrer Weltanschauung nicht zu").


Dieses Gegenargument habe ich schon mehrfach gegen genau diese Aussage gebracht und es wurde bisher nicht wirklich beantwortet:

wo sind arme Christen, Hindus, Buddhisten etc. mit ihren Anschlägen/Gewalttaten bzw. warum ist das Verhältnis so stark in Richtung Islam?

"Man muss doch eingestehen können, dass Killerspiele viel mehr Massenmörder produzieren, als Flugsimulationen. Darüber sollten wir uns dringend unterhalten!" ;)


Da würde mich deine Quelle interessieren.


Die Ursachen können eben auch woanders liegen.


Ich bin für Vorschläge offen.



Wenn ich genau so platt wie die AfD auf die Vorwürfe antworten würde, müsste ich sagen: einige der friedfertigsten und tolerantesten Menschen, die ich kenne, sind Muslime. Wie kann das sein, wo sie doch der Religion des gewaltproduzierenden Islams angehören?


Was du da beschreibst ist eine anekdotische Argumentation ("Ich kenn aber den und den..., also..."), das ist natürlich unzulässig. Wo hat die AfD diese Taktik denn benutzt?

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

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180

30.08.2017, 13:01


Ja, nehmen wir z.B. Deutschland. Hier ist der christliche Anteil wesentlich höher als der muslimische. Da braucht man nicht in die Statistik gucken. Doch Deutschland ist z.B. mit Ägypten (wenn wir schon dabei sind) nicht zu vergleichen. In Ägypten kannst du dich als Radikaler ins TV stellen und sagen was du möchtest. Da gibt's noch nicht mal einen erhobenen Zeigefinger. Machst du das in Deutschland, hast du noch am selben Tag einen orkanartigen Shitstorm am Hals. Hier gibt es aktive Gegenwehr zum Populismus, weshalb er eben auch nicht so erfolgreich ist.

Jetzt kann man sich fragen woran das liegt.

Weil wir hier in Deutschland mehr Christen haben? (Finde ich jedenfalls sehr gewagt. Unsere muslimischen Mitbürger halten davon genau so wenig.) Oder vielleicht hat es doch zumindest ein Stück weit damit zu tun, dass wir hier in Deutschland im Vergleich zu Ägypten wohlhabend und unser Staatssystem mit der Bildung + allem drum und dran einfach besser funktioniert - und Gewalt bzw. Populismus für uns einfach weniger Sinn macht. Man sollte hier schon bedenken, dass die Rahmenbedingungen in einem Land Auswirkungen auf die Stimmungen der Bevölkerung hat und auch nur weil sich die Stimmung in den letzten zwei Jahren verschoben hat, erstarkt die AFD überhaupt. Aktuell 10% soweit ich weiß.

Mit Ägypten hast du einen Staat der nicht ordentlich funktioniert, zumindest nach unseren Maßstäben. Dort gibt es eben mehr Kriminalität, Armut, ein weniger effektives Schulsystem, Staatliche Krankenversicherung?, eine ordentliche Rente die im Verhältnis steht usw. Da hast du einfach bessere Bedingungen für einen Nährboden, der Extremismus fördert - auch für religiösen.


Aber das hat doch garnichts mit meinem Argument zu tun. In wiefern hindert es den ägyptischen Christen an einem Anschlag in seinem Land gegen Andersgläubige, nur weil das Land ärmer ist? Dazu kommt, dass anders als die Muslime hier in unserem Land, die Christen in Ägypten ja tatsächlich unterdrückt und teilweise ermordet werden. Nach deiner Logik müsste er noch viel mehr Grund haben irgendwo einen Basar mit dem LKW anzufahren.


"Nur" habe ich nie gesagt. Da habe ich extra drauf geachtet :D Doch ich bin der festen Überzeugung, dass Armut - mit - eine Hauptursache von Gewalt ist. Dabei unterscheide ich nicht zwischen Gewalt und religiöser Gewalt. Ich finde wirklich es wäre Wert, diese Behauptung genauer zu erforschen.

Ich glaube auch, dass wenn wir weniger Armut auf der Erde hätten, wir weniger Kriminalität und Gewalt verzeichnen würden.


Ok also nicht nur. Was denn sonst? Du hast ja schon mehrfach gesagt, dass Religion nichts damit zu tun habe.

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