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Tangalur

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Titel: Der Erbsenzähler

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Gnacko

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82

05.12.2016, 13:34


Tanner Mirabel

Gildenleitung

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83

05.12.2016, 19:31

Sehr lange Artikelin englischer Sprache, der aber historisch sehr gut beleuchtet dass unsere aktuelle Situation kein Zufall ist - sondern nur ein sich stets wiederholender Zyklus destruktiver Ereignisse, dessen Warnsignale von der Menschheit immer wieder missachtet werden.

Tangalur

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Gnacko

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Titel: Der philosophische Shit-Poster

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85

06.12.2016, 13:29

Sehr lange Artikelin englischer Sprache, der aber historisch sehr gut beleuchtet dass unsere aktuelle Situation kein Zufall ist - sondern nur ein sich stets wiederholender Zyklus destruktiver Ereignisse, dessen Warnsignale von der Menschheit immer wieder missachtet werden.


Malt ja ziemlich schwarz der Artikel. Ich habe da einen optimistischeren Ausblick. Auch wenn ich kein völliger Fan von unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem bin (Ich halte es für ineffektiv, unfair und verschwenderisch), so hat die immer weiter fortschreitende Globalisierung doch zu gewissen Abhängigkeiten geführt, die einen nächsten Weltkrieg immer unwahrscheinlicher machen. Man muss sich alleine die Verwobenheit der chinesischen Wirtschaft mit der des Westens vor Augen führen. Zig Billionen (!) von Euro pro Jahr hängen davon ab, ob diese Wirtschaftsflüsse stabil bleiben, keiner der Beteiligten hat ein Interesse daran, dass sich das ganze destabilisiert.

Ich halte Russland und damit Putin für maßlos überschätzt. Die Bedrohung wird aufgebauscht, und ist nicht wirklich so akut, wie viele schreiben. Russland hat einfach nicht die Mittel die Welt herauszufordern.

Taya

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86

06.12.2016, 13:48

Ich bin zwar eine Geschichts-Null, aber ich wette, das hat die Welt von Deutschland nach der Weimarer Republik auch gedacht, oder?


Tangalur

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87

06.12.2016, 14:01

Ich bin zwar eine Geschichts-Null, aber ich wette, das hat die Welt von Deutschland nach der Weimarer Republik auch gedacht, oder?


Wie ist es mit Geographie? ;)


Taya

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88

06.12.2016, 15:10

Wie ist es mit Geographie?


Da auch ^^, aber kannst du mir erklären, was du damit meinst, ohne dass ich mir ein 8-Minuten-Video ansehen muss?


Tangalur

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89

06.12.2016, 15:41

500km sind einfacher zu verteidigen als 3000km. von Polen bis Moskau ist alles flach. Das lässt sich leicht erobern.


Taya

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90

06.12.2016, 15:45

Pffff. Es ging mir ja nur um den Satz.

Russland hat einfach nicht die Mittel die Welt herauszufordern.


Im Prinzip hat Hitler doch das gleiche gemacht: die Welt herausgefordert. Was dabei rauskam hätte vorher niemand vermutet und wenn ich mich richtig erinnere, ist es auch nicht bei Polen geblieben ^^


Sefer Jezirah

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91

06.12.2016, 15:47

Ungefähr dort lässt sich auch Asien bei Risiko am besten verteidigen :D

Hitler wurde am Anfang auch nicht ernst genommen, da Deutschland ja überwacht wurde, aber mit Tricks haben sie eine Militärmacht aufgebaut bevor es entdeckt wurde... z.B. durften Kriegsschiffe ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten, was hat man gemacht, die Schiffe leichter und schneller gemacht als die der anderen...

Gnacko

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Titel: Der philosophische Shit-Poster

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92

06.12.2016, 15:52

Pffff. Es ging mir ja nur um den Satz.

Russland hat einfach nicht die Mittel die Welt herauszufordern.


Im Prinzip hat Hitler doch das gleiche gemacht: die Welt herausgefordert. Was dabei rauskam hätte vorher niemand vermutet und wenn ich mich richtig erinnere, ist es auch nicht bei Polen geblieben ^^


Das Ding ist aber, dass wir heute eine völlig andere Situation haben. Das heutige Russland ist viel schwächer im Vergleich zum Rest der Welt, als es Deutschland war bei den Weltkriegen.

Taya

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93

06.12.2016, 16:08

Wenn du das so beurteilen kannst, okay. Fragt sich nur, ob wirklich alle, die im Vergleich stärker sind als Russland, sich auch immer gegen sie stellen würden ^^


Tanner Mirabel

Gildenleitung

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94

06.12.2016, 17:39

Das Ding ist aber, dass wir heute eine völlig andere Situation haben. Das heutige Russland ist viel schwächer im Vergleich zum Rest der Welt, als es Deutschland war bei den Weltkriegen.

Das würde ich so nicht sehen. Russland hat in einigen wichtigen Bereichen die Nase soweit vorn (siehe Panzer, die von den Britain beispielsweise als etwa 20 Jahre der Zeit voraus angesehen werden). Ich würde auch den Faktor, dass die Welt sich verändert hat, nicht unbedingt als positiv betrachten. Eigentlich kann Putin alles machen, er hat weder von China noch von der USA aktuell groß etwas zu befürchten. Und heutzutage gibt es Atomwaffen, was die Sache wesentlich brisanter macht. Keiner will sie natürlich einsetzen, aber dadurch können Leute, die sie besitzen und einfach ihr Ding durchziehen, wesentlich freier agieren. Zumindest in der Theorie.

Sefer Jezirah

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Wohnort: Bremen

Titel: Lehrstuhl für asiatische Geschichte

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95

06.12.2016, 17:53

Wer als erster schießt, stirbt als zweites, das weiß Putin genau, wie auch die anderen Atommächte... aber bei Trump macht mir sein Kommentar vor einiger Zeit bedenken: "Wenn wir Atomwaffen haben, warum benutzen wir sie nicht?"

Das es in absehbarer Zeit einen konventionellen Krieg der Großmächte geben wird, ist wohl eher wahrscheinlich und die zersplitterte EU als Beute mittendrin :rolleyes:

Gnacko

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Titel: Der philosophische Shit-Poster

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96

06.12.2016, 17:57

Das Ding ist aber, dass wir heute eine völlig andere Situation haben. Das heutige Russland ist viel schwächer im Vergleich zum Rest der Welt, als es Deutschland war bei den Weltkriegen.

Das würde ich so nicht sehen. Russland hat in einigen wichtigen Bereichen die Nase soweit vorn (siehe Panzer, die von den Britain beispielsweise als etwa 20 Jahre der Zeit voraus angesehen werden). Ich würde auch den Faktor, dass die Welt sich verändert hat, nicht unbedingt als positiv betrachten. Eigentlich kann Putin alles machen, er hat weder von China noch von der USA aktuell groß etwas zu befürchten. Und heutzutage gibt es Atomwaffen, was die Sache wesentlich brisanter macht. Keiner will sie natürlich einsetzen, aber dadurch können Leute, die sie besitzen und einfach ihr Ding durchziehen, wesentlich freier agieren. Zumindest in der Theorie.


Da bin ich komplett anderer Meinung, Russland hat bis auf Atomwaffen absolut keine Schnitte gegen den Westen.

Tanner Mirabel

Gildenleitung

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97

06.12.2016, 18:04

Er muss überhaupt nicht gegen den Westen antreten.

Glaubst du wirklich, Europa unternimmt etwas, wenn sich Putin hier und da einen Staat auf die bisherige Art einverleibt? Hat der Westen etwas unternommen, als er sich die Krim unter den Nagel gerissen hat? Hat der Westen etwas unternommen, als russische Soldaten ganz offen in der Ukraine Gebiete eingenommen haben, als Touristen getarnt (was aber jeder wusste). Oder als er sich in Syrien eingemischt hat?

Das wird so schnell auch nicht passieren. Schau dir "den Westen" doch mal an. Würden Frankreich, Deutschland und andere Länder Truppen gegen Russland entsenden? Würde die Öffentlichkeit dieser Staaten das dulden? Wohl eher nicht. Schon gar nicht in Zeiten des Rechtspopulismus. So geschickt, wie Putin zurzeit die Ostblock-Länder destabilisiert wird er vermutlich von großen Teilen sogar noch mit offenen Armen empfangen. Solange er nicht einfach über ein Nachbarland herfällt und nahe an unserer Türschwelle steht, wird da nichts passieren. Und während der Westen hadert, rüstet Putin sein Arsenal auf. In Vergleich mit den USA und China mögen seine Arsenale klein wirken. Die braucht er aber wie gesagt gar nicht zu füchten, solange er es nicht übertreibt. Man darf auch nicht vergessen, dass seine Truppen eigentlich dauerhaft irgendwo eingesetzt werden. Die sind im Gegensatz zu europäischen Truppen extrem erfahren, während wir uns quasi übertrieben ausgedrückt auf Wehrpflichtigem-Niveau befinden (mit wenigen Ausnahmen). Setz dem mal eine Armee aus Europa entgegen, nimm die Bundeswehr. Ich glaube es ist ziemlich absehbar, welche Seite da nach kurzer Zeit wie die Hasen davonrennt. Vom Equipment ganz abgesehen. Russische Superpanzer und Flugzeuge gegen nicht einsetzbares Equipment bei uns. ;)

Von daher sehe ich das wie Taya und stimme ihr da voll zu. Wann immer eine solche Situation entstanden ist, lag das auch einfach daran, dass die Menschen aufgrund ihrer Gewohnheit nicht willens wahren, die Gefahr überhaupt ernst zu nehmen.

Tanner Mirabel

Gildenleitung

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98

07.12.2016, 19:51

Leider ein Bezahl-Artikel. Die Zusammenfassung zeigt jedoch deutlich, in welche Richtung es aktuell geht.

Zitat


Die Angst vor Putins Aggression und Trumps Desinteresse

Im Baltikum herrscht Sorge, die USA unter Trump könnten ihnen im Fall einer russischen Aggression nicht mehr beistehen.
Litauen hat deshalb kürzlich die Wehrpflicht wieder eingeführt, gleichzeitig melden sich sehr viele Freiwillige.
Die Regierung warnt auch vor Cyber-Attacken und Spionage im Auftrage Moskaus.

Quelle: welt.de

Tangalur

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Tanner Mirabel

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100

11.12.2016, 17:25

Ist natürlich nur das Gedankenspiel eines Wissenschaftlers, aber trotzdem:

Zitat


Renommierter Wissenschaftler warnt: An diesem Land könnte sich der Dritte Weltkrieg entzünden

Putins Russland strebt wieder eine stärkere Position in der Weltpolitik an. Der renommierte Politikwissenschaftler Paul D. Miller warnt nun: Am Konflikt um ein EU-Mitglied könnte sich der Dritte Weltkrieg entzünden - oder die Nato zerbrechen.


Zur Autorenseite
25 Jahre ist es her, dass die Sowjetunion zusammenbrach und die USA als einzige Supermacht zurückließen. Russlands Einflussgebiet schrumpfte damals beträchtlich, viele ehemalige Ostblockstaaten gehören heute zu Nato und EU. In den letzten Jahren weitet die ehemalige Weltmacht unter Präsident Wladimir Putin aber vorsichtig wieder ihr Territorium aus. Nur die Nato ist im Weg. Ein Politikwissenschaftler warnt nun: Russlands nächster Schritt könnte die Nato aufbrechen - oder den Dritten Weltkrieg einleiten.

Denn nach der Übernahme von Teilen der Ukraine und Georgiens steht nun das Baltikum auf Russlands Wunschliste, vermutet Paul D. Miller in einem Artikel im renommierten Fachblatt "Foreign Policy" (Englisch für Außenpolitik). Miller kennt sich mit internationaler Politik aus. Er promovierte an der Weltklasse-Universität Harvard, arbeitete als Sicherheitsberater für die US-Präsidenten George W. Bush und Barack Obama. Und er warnte schon zwei Jahre vor der Krim-Krise, dass Putin die Ukraine im Auge habe.


Russlands Bedingungen gut wie nie

Seiner Einschätzung nach treibt Putin und sein Umfeld eine Ideologie der russischen Größe an. In deren Verständnis ist der Westen und damit EU und Nato kein inklusives, wohlwollendes Staatengebilde, sondern eine Bedrohung, die der Umsetzung des wahren Potenzials Russlands im Weg steht. Die Konflikte in Georgien und der Ukraine haben Miller zufolge die Funktion, die Nato zu schwächen und für andere Staaten weniger attraktiv wirken zu lassen. Beide Staaten waren im Beginn von Beitrittsverhandlungen zu dem Verteidigungspakt.

Die Bedingungen für eine Machtausweitung sind für Russland so günstig wie nie, argumentiert Miller. Die EU ist in vielerlei Hinsicht zerstritten, viele hinterfragen den Sinn der Gemeinschaft. Auf der anderen Seite des Atlantiks ist mit Donald Trump ein US-Präsident gewählt worden, der wie keiner vor ihm eine Verbundenheit zu Russland und Putin kundgetan hat. Einer, der vielleicht auch mal ein Auge zudrücken würde, wenn die Situation es zulässt. Wie könnte Russland diese gute Ausgangslage nutzen?


Kein offener Angriff

Einen direkten Angriff wird es nicht geben, ist sich Miller sicher. Dann würde der Bündnisfall eintreten und auch ein wohlwollender US-Präsident käme nicht um einen bewaffneten Konflikt herum. Russland sähe sich der Militärmacht der USA und sämtlicher Verbündeter gegenüber. Ein zu großes Risiko. Miller geht daher von einem anderen Weg aus.

Seiner Ansicht nach dürfte Putin in den nächsten zwei Jahren eine Reihe von Stellvertreter-Konflikten beginnen, an denen er jede Beteiligung verleugnen kann. Wie in der Ukraine könnten sich etwa in Lettland und Estland die russischen Minderheiten gegen eine vermeintliche Unterdrückung erheben. In beiden Ländern haben knapp 25 Prozent der Bevölkerung russische Wurzeln. Diese gesteuerten Bewegungen dürften dann "internationalen Schutz" ihrer Minderheitenrechte fordern, spekuliert Miller. Bald darauf dürften merkwürdig gut gerüstete "Befreiungsarmeen" aus den Bewegungen entstehen und das Land in einen Bürgerkrieg stürzen. Ähnlich, wie es in der Ukraine geschah.


Trump muss sich entscheiden

Russland würde dann alle UN-Sicherheitsresolutionen blockieren, argumentiert Miller, dafür aber seine Dienste als alleinige Sicherheitsmacht anbieten. In einem Treffen der Nato-Staaten dürften einige Mitglieder versuchen, den Bündnisfall geltend zu machen. Miller sieht hier vor allem Polen als Kandidat. Bei Deutschland und Frankreich geht er dagegen von massivem Widerstand gegen diese Maßnahme aus. Am Ende hinge der Eintritt des Bündnisfalls aber ohnehin an einem einzelnen Mitglied: den USA. Ihre Entscheidung müssten alle wohl oder übel mittragen.

e keine leichte Entscheidung die der dann amtierende Präsident Trump treffen müsste. Würde er den Bündnisfall ablehnen, wäre der Verteidigungspakt de facto wertlos. Keiner könnte sich mehr auf die anderen Staaten verlassen, einige dürften zur eigenen Sicherheit sogar die Nähe Russlands suchen. Andere, wie Polen, würden nach Miller massiv aufrüsten. Jeder wäre von da ab auf sich selbst gestellt, die Nato am Ende.

Die andere Alternative wäre aber womöglich sogar schlimmer: Ein Bündnisfall mit den baltischen Staaten wäre eine faktische Kriegserklärung des Westens an Russland - und damit wohl der Anfang des Dritten Weltkrieges. Miller fasst seine These trocken zusammen: Sollte alles wirklich so eintreten, wird Trump entscheiden müssen, ob die Verteidigung Lettlands wirklich den Eintritt in den vielleicht schlimmsten Konflikt der Menschheit wert ist. Oder ob er die Nato aufgeben und Putin gewinnen lassen will.

Quelle: Stern.de

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