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Tuan

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41

22.01.2018, 15:10

Fisher erwiderte den musternden Blick seines Gegenübers, während er sich eine Antwort zurecht legte.
Eigentlich hatte der Journalist diesen Brody, den Mann, der für die imperiale Museumsbehörde arbeitete, in der Hoffnung aufgesucht, eine spannende Geschichte recherchieren zu können und daraus einen Artikel zu schreiben, den er einer passenden Zeitschrift verkaufen konnte. Offenbar lief da jedoch eine ganze Menge mehr als nur der Fund einer Kälteschlafkammer der Artemis. Eine ganze Expedition unter der Leitung der Firma Outpost 7 machte sich daran, weiter nach dem Verbleib des ersten interstellaren menschlichen Kolonieschiffs zu suchen.
Und dieser Brody hatte darüber kein Wort zu Fisher gesagt, aber offenbar mit dem Hauptverantwortlichen über den Journalisten geredet und nun wurde ihm ein einmaliges Angebot unterbreitet. Eine mehrjährige Zusammenarbeit, finanziert für die Dauer der Suche und mit der Aussicht auf eine unglaubliche Geschichte mit den Exklusivrechten darauf. Natürlich konnte sich die ganze Sache auch im Nichts verlaufen, falls keine weiteren Funde vorgewiesen werden konnten. Aber auch daraus würde Fisher etwas machen können. Vielleicht kein preisgekröntes Buch, aber doch eine Reportage über die Suche nach Artefakten. Damit würde er kein so breites Publikum erreichen, aber irgendjemand würde das schon veröffentlichen wollen.
Und falls sie tatsächlich erfolgreich sein würden und die Artemis finden könnten... Jackpot!
Schliesslich antwortete der Journalist: "Über die genauen Details können wir ja später noch in aller Ruhe reden, beispielsweise, was meine zusätzlichen Aufgaben innerhalb dieses Unternehmens beinhalten sollen, aber kurz und knapp: ich bin dabei." Mit einem ehrlichen Lächeln fügte er noch hinzu: "Ich wäre ein Narr, wenn ich mir diese Gelegenheit entgehen lassen würde."

Tangalur

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Titel: Der Erbsenzähler

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42

26.01.2018, 13:22

Nero wäre ein einfacher Regierungsauftrag im Moment am Liebsten. Diese waren wenn alles glatt lief zwar nicht viel mehr als kostendeckend und auch nur der kleinste Fehler würde das Ganze zu einem Verlustgeschäft machen, aber er könnte seinen neuen Piloten testen ohne gleich das ganze Unternehmen und letztendlich das Leben seiner Crew zu riskieren.

Am lokalen Auftragsboard angekommen setzte er den Filter auf "öffentlich" und blendete damit alle Aufträge von privaten Organisationen und vom Militär aus. Leider war das Ergebnis mehr als mau. Ganze 5 Treffer und davon waren 3 Kurier- und zwei Scout-Missionen. Bergungsmissionen waren selten, aber dass noch nicht mal ein einfacher Transportauftrag dabei war dann doch ernüchternd. Vielleicht fällt ja doch ein interessanter Auftrag vom Himmel, so wie sein Pilot, und der beste Ort für so ein Himmelsgeschenk war eine Bar. Da seine Füße vom Herumlaufen schon weh taten, ließ er sich auf seinem mobiGlas die am nächsten gelegenste Bar anzeigen und schlenderte los.

30 Minuten später saß er in einem dunklen Loch, anders konnte man diese Bar nicht beschreiben. An der Theke sitzend nippte er an seinem alkoholfreien Bier. Das zumindest hatte er bestellt. Vor seiner Nase stand jedoch ein nach Zahnpaste schmeckendes Gesöff. Immerhin sah es aus wie Bier und war wohl auch alkoholfrei… Er war so in Gedanken versunken, dass er den Ausbruch der Schlägerei um ihn herum erst mitbekommen hatte, als ein vermeintlicher Kopfgeldjäger neben ihm gegen die Theke krachte, sein Glas zerdepperte und Nero mit Zahnpastabier bespritzte. Das war nicht weiter tragisch, da er sowieso nicht vorhatte es zu Ende zu trinken, aber wieso der Ganove anstatt sich zu entschuldigen nun ihn attackieren wollte… Nero schickte den Kopfgeldjäger genau in dem Moment mit einem rechten Ausleger zu Boden, als die lokalen Sicherheitskräfte in die Bar stürmten. Das hatte ihm gerade noch gefehlt. Während er sich ohne Widerstand die Elektro-Handschellen anlegen ließ erblickte er im Augenwinkel in einer dunklen Ecke ein nur allzu vertrautes Gesicht.

Tanner Mirabel. Er wusste, dass Mirabel in New York war, da eine besondere Aufgabe seines Elektrikers Billy darin bestand, immer alle Schiffe in der Raumhafen-Registratur zu durchforsten um über die anwesende Konkurrenz informiert zu sein. Mirabel ließ jedoch schon lange keine Warnlampe mehr angehen, da er seit dem Verlust der Reclaimer „Rockhopper“ keine wirkliche Konkurrenz mehr darstellte. Captain Lindt würde sich im Grabe drehen, wenn die Gerüchte stimmten, bei welch wahnwitzigem Einsatz Mirabel die Rockhopper verloren hatte. Trotzdem war er nie von der Bildfläche verschwunden und hatte es durch windige Deals mit irgendwelchen Kulturbeamten geschafft ganz gut über die Runden zu kommen. Selbst in den lokalen Newtickern war er in der Rubrik „Feuilleton“ schon in manchen Fotos zu entdecken gewesen.

Bei der Ankunft im lokalen Office der Sicherheitskräfte wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als er grob in eine Großraumzelle gestoßen wurde. Auf der anderen Seite der Zelle sah er Mirabel mit dem Rücken zu ihm und da er sowieso nichts Besseres zu tun hatte bahnte er sich einen Weg durch die anderen Zelleninsassen und stellt sich neben ihn.

„Das Universum ist ein kleiner Ort, nicht wahr, Mirabel?“

Nach ein paar Sätzen Smalltalk stellte sich heraus, dass Mirabel wegen ihm in der Bar war, weil er ihm einen Job anbieten wollte. Der Himmel hatte ihn sozusagen geschickt, denn das Angebot hörte sich gar nicht so schlecht an. Lukrativ und Langfristig. Nero ließ sich seine Freude jedoch nicht anmerken, was gar nicht so schwierig war, da ihm Arrestzellen Grundsätzlich auf die Stimmung drückten.

„Mirabel, wenn du mich hier rausholst, dann nehme ich dein Angebot an, Deal?“

Mirabel schien nur kurz zu zögern und schüttelte Nero die Hand: „Deal.“

Nero grinste, stand auf, ließ den verdutzen Mirabel sitzen und ging zu Tür: „WACHE!“

Nero brauchte nicht lange um den örtlichen Sicherheitschef davon zu überzeugen, dass er mit Mirabel jemanden in seiner Zelle hatte, an dem er sich ganz schön die Finger verbrennen konnte. Einen berüchtigten Hehler, der die High Society mit allem möglichen Alien-BlingBling versorgte. Je länger der hier war, desto größer die Gefahr, dass ein hoher Beamter davon Wind bekam und der Sicherheitschef dann Streifendienst tun musste.

Fünf Minuten später stand Nero neben einem immer noch verdutzt schauenden Mirabel vor der Wache und zogen den Geruch von Freiheit durch die Nase.

Nero schlug Mirabel die Hand auf die Schulter und lachte laut: „Danke, dass du mich rausgeholt hast. Das ging schneller, als ich gedachte habe.“ Wieder lachte er laut.
Er drückte Mirabel seine mobiGlas-ID in die Hand und sagte: „Schick mir die Locations-Koordinaten wo sich euer Outpost 7 angesiedelt hat. Dann komme ich vorbei und wir können mit der Arbeit beginnen.“

Ohne auf eine Antwort von Mirabel zu warten marschierte Nero in Richtung seines Hangars. Er wollte seiner Mannschaft schnellstens Mittteilen, dass sie einen neuen Auftrag hatten, da es noch viel zu tun gab um die Gravedigger wieder auf Vordermann zu bringen.

Ethan

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Titel: Der Pfeffersack

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43

27.01.2018, 16:59

Regen. Das Einzige, was diese Welt zu bieten hatte, war ausgiebiger Regen. Ethan stand am Rande der Ladeluke und sah über die Plattform. Eifrige Dockarbeiter beluden den Frachtraum der Solis Ortis während das kühle Nass ununterbrochen von oben herab fiel. Sie trugen meist dunkle Capes und Stiefel um sich vor dem Dauerregen zu schützen. Schon der Landeanflug war eine Herausforderung gewesen und seine Schwester Chloe konnte nur mit viel Mühe und der Hilfe von Eny das Schiff ruhig auf dem Landepad aufsetzen.
Ein lukrativer Auftrag führte die Geschwister hierher. Die UEE war nicht gern gesehen und so kam es ihren Auftraggebern gelegen, ein Zwischenhändler für den Transport der Waren anzuheuern. Was genau in den Kisten war, wurde nicht gesagt. Die Papiere jedoch waren augenscheinlich in Ordnung und mehr war vorerst nicht nötig. Diskretion war in diesem Geschäft ebenfalls sehr von Vorteil und wurde auch entsprechend gut bezahlt.

Ethan rückte seinen Kragen und setzte sich den Lederhut auf. Dann sah er noch einmal nach oben, als ob auf wundersame Weise der Himmel aufreißen und den Regen stoppen würde. Doch das war ein Trugschluss. Auf diesem Planeten regnete es durchgehend, es war nicht die Frage ob, sondern wie viel. Also machte sich der Junge Händler auf den Weg und ging hinaus.
Es ging einige hundert Meter durch die verwinkelten und schmutzigen Gassen der Stadt.
Es war zwar eine Menge los und die Menschen drängten sich, doch niemand blieb stehen. Wer wollte schon in diesem Regen stehen bleiben. Das öffentliche Leben spielte sich hier in den Gebäuden ab, nur vereinzelt gab es offene Läden zur Straße hin. Der konstante Strom des Regenwassers lief die Wände hinab und direkt danach in die Kanalisation. In der Mitte der Straßen waren massive Eisengitter und man konnte sehen, dass darunter ein gewaltiger Wasserstrom floß. Wohin? Das wusste Ethan nicht, vermutlich in eines der angrenzenden Täler. Die Stadt selbst war auf einer kleinen Hochebene errichtet.

Ethan erreichte sein Ziel, eine Bar. Sie war eine der beliebteren Orte hier und ohne zu zögern trat er ein. Die Sicherheitskräfte standen hier im Inneren und jeder Gast musste sich zuerst auf Waffen durchsuchen lassen. Der Besitzer, gleichzeitig ihr Auftraggeber, konnte keinen Ärger gebrauchen.
Ethan ließ die Durchsuchung über sich ergehen und gab dann seinen Hut und die Jacke einer der bezaubernd aussehenden Damen. Sie hingen die Sachen auf einen Bügel und während die Gäste sich die Zeit vertrieben, durchlief die Kleidung in einem Hinterzimmer einen Trockner bevor sie endgültig aufgehangen wurden. Die Menschen hier hatten sich an die Umgebung angepasst und dabei ein großes Maß an Kreativität gezeigt.
Ein kurzer Blick offenbarte das heutige Publikum. Einfache, ölverschmierte Arbeiter tranken das billige Bier, während sich ein paar zwielichtige Typen die harten Sachen gönnten. Vermutlich gehörten sie zu den sogenannten Sicherheitskräften, was hier nichts anderes bedeutete, als Schläger. Einige leicht bekleidete Damen sorgten für ihre Unterhaltung und scheinbar gab es hier weder Tabus noch Schamgefühl. Eine von ihnen wurde offen auf dem Tisch genommen und dahinter sah man von einer weiteren Person nur noch einen Hinterkopf auf und ab bewegen. Dem Gesichtsausdruck des hässlichen Typen auf der Bank zufolge musste der Blowjob ziemlich gut sein. Das ganze war für Ethan schon etwas unangenehm, aber so einfach konnte der den Blick dann doch nicht lösen. Erst als ihn jemand ansprach, kratzte er sich verlegen am Hinterkopf. Erwischt.
Es war einer der Schlägertypen von der Tür.

“Der Boss will dich sehen.”

Ethan nickte nur und folgte ihm in den hinteren Bereich der Bar. Im Vorbeigehen sah er noch, dass da keine Frau unter dem Tisch war, sondern ein Kerl…
Vier weitere Schläger standen hinten Wache, alle bewaffnet. Einer klopfte an eine alte massive Holztür und erst als eine Stimme aus dem Inneren drang, öffnete er sie und ließ Ethan und seine Begleitung hinein.

Albert Bagosa saß auf einer Ledercouch, in der einen Hand ein Glas Brandy. Seine blauen, emotionslosen Augen starrten auf das Kaminfeuer, welches die einzige Lichtquelle in diesem Raum war. Durch die großen Fenster drang kaum Licht, dicke Vorhänge und der Regen verhinderten dies. Der ganze Raum war im Stil alter britischer Adelshäuser aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden, seine Leidenschaft, wie Bagosa jedem auf die Nase binden musste.
Er drehte sich langsam zu seinem Gast um, ein durchaus sympathisches Lächeln zeigte sich auf seinem Gesicht. Seine kurz geschorenen weißgrauen Haare unterstrichen dabei diesen Eindruck.

“Ah, Mr. Fox. Kommen Sie herein und setzen Sie sich. Einen Drink?”



Mit einem kurzen Fingerzeichen verschwanden die Schläger wieder nach draußen und schlossen die Tür. Einen Moment später kam stattdessen ein junges Mädchen mit einem Glas Brandy auf einem Tablett herein. Obwohl er nicht so auf das Zeug stand, konnte Ethan nicht ablehnen. Er nahm einen Schluck und als die Bedienung wieder weg war, lehnte sich der ältere Mann, den Ethan auf Ende fünfzig schätzte, nach vorne.

“Ich habe noch einen Spezialauftrag für Sie, Mr. Fox. Sie müssen einen einzelnen Frachtcontainer nach New York auf der Erde bringen. Dort wird ihn ein Kontaktmann entgegennehmen und weitertransportieren. Mehr nicht. Sie werden natürlich entsprechend entlohnt, keine Sorge.”

Ethan sah dem Mann in die Augen. Das Lächeln war verschwunden und ihm lief ein Schauer über den Rücken. Das war das Gesicht eines Mannes, der es todernst meinte und ein Nein nicht gelten ließ.

“Nur ein Container? Das dürfte kein Problem werden. Was ist da drin?”

Bagosa musterte den jungen Mann einige Augenblicke.

“Sagen wir, es ist ein CARE-Paket für meine Mitarbeiter, die gerade… anderweitig untergebracht sind. Mehr dürfte sie nicht interessieren.”

Dann zog er unvermittelt eine Waffe, lud sie durch und zielte auf Ethan. Dieser riss nur geschockt die Augen auf, konnte sich für den Moment aber nicht bewegen.

“Eins noch, Mr. Fox. Dafür gibt es natürlich keine Papiere. Und sollte mir mein Kontaktmann auf der Erde etwas anderes als die erfolgreiche Übergabe melden...nun, dann werde ich Ihrer liebreizenden Schwester wohl einen Besuch abstatten müssen.”

Bagosa zeigte sein sympathisches lächeln und drehte die Waffe nach oben. Ethan sah nun, dass gar kein Magazin enthalten war. Er sollte wohl nur einen Schrecken bekommen, zur Unterstreichung der Drohung. Bagosa nahm die Waffe runter und legte sie auf einen kleinen Beistelltisch, bevor er aufstand und zur Tür ging. Er öffnete sie und der Schläger, der ihn hierher eskortiert hatte, kam herein.

“Thiago, bring unseren Gast bitte sicher zu seinem Schiff und den Container XJ-632-HG an Bord.”

Ethan leerte sein Glas in einem Zug, bevor er aufstand. Das hatte er sich anders vorgestellt. Doch daran war nichts mehr zu ändern, mit Albert Bagosa wollte er sich keineswegs anlegen. Also tat er, wie ihm geheißen und ging in Begleitung zurück zum Schiff. Den Container ließ er zwischen der anderen Ladung verstauen und von Außen war er nicht vom Rest zu unterscheiden.

Chloe war im Cockpit mit den Startvorbereitungen beschäftigt als Ethan hinzu kam. Er war seine nassen Klamotten über einen der freien Sitze.

“Scheiß Wetter, lass uns hier verschwinden. Unten ist soweit alles fertig, die Fracht ist sicher.”

Dann lächelte er sie warm an und hoffte inständig, dass sie nichts bemerken würde.

“Auf dein Kommando, Schwesterherz. Wann immer du bereit bist.”

Kurz darauf starteten die massiven Schubdüsen der Merchantman und hoben den Giganten sanft in die Lüfte. Auf dem Weg durch die Atmosphäre hinterließen die Triebwerke eine massive Spur aus Wasserdampf, noch aus einigen Kilometern Entfernung sichtbar...


"Lieber glücklich auf dem Fahrrad, als heulend im BMW."

Ethan

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Titel: Der Pfeffersack

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44

01.02.2018, 17:14

das Treffen

Mit einem Zischen öffnete sich die Luftschleuse und Ethan trat heraus. Die “Last Hope” war auf einem Hinterhof gelandet und eine Gruppe Männer erwartete sie bereits. Während seine Schwester Chloe ebenfalls aus dem Schiff stieg, löste Ethan bereits das angebrachte Frachtmodul aus seiner Verankerung und ließ es langsam auf den Transportwagen der Männer herab.
Sie waren endlich auf dem Weg zu einem ersten Treffen mit den Mitgliedern des Outpost 7, ein Forschungsunternehmen, dem sich die Zwillinge mit ihrem Unternehmen Fox Twins Logistics vor 3 Wochen angeschlossen hatten. Eigentlich wollte Ethan auch Jessica mitnehmen, doch das hätte vermutlich nur wieder für Streit zwischen ihr und Chloe gesorgt. Also gab er ihr nur die Koordinaten und den Zeitpunkt des Treffens.
Da hier in der Gegend kein Landepad für eine Merchantman verfügbar war, entschlossen sich die Zwillinge mit der “Last Hope” anzureisen. Für die kurze Strecke in den etwas abgelegenen Stadtteil konnten sie sich zu zweit in die kleine Aurora zwängen und landeten schließlich ein paar hundert Meter vom Treffpunkt entfernt. Es war auch passend um den einzelnen Frachtcontainer an seinem Bestimmungsort abzuliefern.
Die Übergabe lief problemlos und mit einem zufriedenen Lächeln sah er zu seiner Schwester.

“10 000 Credits für einen einzelnen Container, das ist nicht schlecht.”

Der Händler zog einen Notizzettel aus der Tasche und betrachtete die grobe Zeichnung. Obwohl es für die Wegfindung modernstes Gerät gab, machte sich Ethan hin und wieder solche Notizen auf Papier, einfach der alten Zeiten willen. Auf Terra hatte er das als Kind oft gemacht.

Sein aufmerksamer Blick wanderte über die Fassaden der Gebäude. Hier in dieser Gegend, war nicht viel von dem Glanz zu sehen, welcher diesen Planeten so einzigartig machte. Der junge Händler war wenig beeindruckt, als er kurz darauf die Straße entlang schritt. Es erinnerte Ethan Fox eher an seine Heimat, Terra Prime. Selbst bei dem illegalen Rennen in diesem Brooklyn sah die Stadt besser aus.
Abgebrochene Teile von Ziegelsteinen lagen verstreut auf dem Gehweg, hier und da lag sogar ein ganzer Dachziegel auf dem Boden. Der Putz bröckelte von den Wänden, wild beschmiert mit Graffitis, welche vermutlich schon einige Jahrzehnte Bestand hatten. Ein kleiner Junge saß am Straßenrand und spielte mit alten Metallteilen. Ethan schenkte ihm ein Lächeln und der kleine Junge grinste breit zurück bevor er sich wieder seinem Spielzeug widmete.

Ethan blieb an einer Kreuzung stehen und sah sich noch einmal seine Notiz von dem Treffpunkt an. Hier müsste es sein, nur ein paar Meter die Straße runter.
Erstaunt stellten sie fest, dass es eine riesige Lagerhalle war. Ethan schätzte die Abmessungen auf vielleicht 300 Meter Länge und 100 Meter Breite. Sie passte in das lokale Stadtbild, sah genauso schäbig und heruntergekommen aus wie der Rest. Ein kleiner Platz war vor der Halle, hier könnte man zumindest ein oder zwei kleine Schiffe parken.
An der kürzeren Seite gab es eine metallene Treppe, welche in die 3. oder 4. Etage führte. Ein provisorisches Schild verriet den Inhaber, Outpost 7.
Es war nicht einfach, die tatsächliche Höhe der Treppe einzuschätzen. Ethan ging langsam hinauf, bei jedem Schritt gab sie ein quälendes Geräusch von sich, als würde sie jeden Moment zusammenbrechen. Doch es täuschte, in Wahrheit war sie recht stabil und sicher. Am Ende öffnete sich eine schwere Metalltür und gab den Weg in das Innere frei.

Hier auf dieser Ebene schien eine größere Zwischenfläche eingezogen worden zu sein. Ethan kam in einen größeren Raum, eine Art Empfangsbereich. Ein paar alte Metallbänke standen an der Seite und boten Platz für vielleicht zehn Personen, in der Mitte war eine Sitzecke mit vier Plätzen um einen kleinen Tisch angerichtet. Eine kleine Yucca Palme stand darauf, vermutlich erst wenige Wochen alt.
Ein Fahrstuhl sowie eine doppelte Tür mit anschließender Treppe führten nach unten in die eigentliche große Halle. Eine dünne Metallwand mit einem großen Panoramafenster ermöglichte auch den Blick von oben ohne durch mögliche Geräusche belästigt zu werden.
Sie war beinahe leer und es sah so aus, als hätte sogar jemand den Besen geschwungen und den Boden gekehrt. Nur in einer Ecke waren noch einige Gegenstände erkennbar, vermutlich alter Schrott. Durch das weit geöffnete Dach fiel das Sonnenlicht schräg hinein. Hier konnten gut und gerne 20 kleinere Raumschiffe untergebracht werden… oder eine handvoll der Großen.

Zwei weitere Türen waren zu sehen. Eine war mit einem großen roten “Privat” beschriftet, neben der anderen Tür stand auf einem kleinen Schild “Konferenzraum”. Ein rotes Licht mit der Aufschrift “Besetzt” leuchtete darüber.
Der kleine Empfang war sicherlich der schönste Platz in diesem Raum. Sauber, geordnet und mit einigen persönlichen Dingen gespickt. Eine junge Frau saß auf der anderen Seite, auf einem kleinen Schild davor stand ihr Name. Cara-Jane Danvers. Sie lächelte den Neuankömmlingen zu.

“Willkommen in der Firmenzentrale des Outpost 7, mein Name ist Cara-Jane Danvers. Bitte nehmen Sie doch Platz, während ich Ihre Namen notiere. Es dauert noch etwas, Sie sind die Ersten.”

Freundlich nickte Ethan der jungen Frau zu.

“Vielen Dank. Wir sind die Geschwister Fox, FTL. Eine weitere Person wird von uns noch kommen, ihr Name ist Jessica James. Ich vermute, sie steht nicht auf der Liste.”

Die junge Frau deutete mit der Hand auf einen Tisch neben ihr auf dem ein Kaffeeautomat und diverse Snacks bereit standen. Gänzlich unpassend waren jedoch die zwei hölzernen Fässer, die ohne Beschriftung übereinander in einer Ecke standen. Was da wohl drin war?

“In Ordnung, ich trage sie mit ein. Bedienen Sie sich bitte selbst, andere Getränke finden Sie unter dem Tisch.”

Cara-Jane richtete ihre Aufmerksamkeit auf eine Liste, auf welcher sie schnell zwei Namen strich und einen weiteren am Ende hinzufügte. Ethan hatte sich bereits dem Kaffeespender gewidmet und trug zwei dampfende Becher zu dem kleinen Tisch.
Er nahm Platz und sog den köstlichen Duft frisch gekochten Kaffees in seine Nase. Gespannt wartete er nun und sein Blick wanderte öfters zur Tür.

“Ich bin echt gespannt, was uns hier so alles erwarten wird.”


"Lieber glücklich auf dem Fahrrad, als heulend im BMW."

Projekt G89

C.R.A.S.H. Corps - Marine Corps

Wohnort: Alfter

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45

02.02.2018, 02:57

Der Tag des Treffens rückte näher. Pryson war schon vorab mal dort gewesen um sich die Location anzuschauen doch außer einer in Arbeit befindlichen Lagerhalle hatte er nichts gefunden. Dementsprechend war er leicht verwundert wie schnell nun doch die Arbeiten abgeschlossen wurden als er auf seiner Nox sitzend nun erneut hier vor der Halle in der nähe der Treppe stand.

„Nanu, war das Firmenschild vorher auch dort gewesen?“ fragte er sich etwas verwirrt.

Nach den ersten Erkundungsversuchen vor einigen Tagen hatte er sich neben der Tech-Checks seiner Schiffe eher kleineren Transportflügen innerhalb der Erde oder Erde – Mond Transporten gewidmet um den Termin nicht zu verpassen. War seine Neugier um was es hier gehen könnte doch größer als diese schlicht zu ignorieren.

Aber auch Zeiten in denen er einfach nichts tuend im Cockpit seiner Gladius im Orbit der Erde trieb gab es. Die stille und den Ausblick genießend.

Doch nun war er nicht im Orbit, er war auch auf keinem Transport Flug sondern stand sich fragend vor der Halle ob er wirklich so eingerostet war und dieses verflixte Schild übersehen hatte.

Nichts desto trotz positionierte er seine Nox platzsparend in der Nähe der Treppe und ging diese hinauf. Er trug die selbe Kleidung wie er sich beim letzten mal ausgewählt hatte und auch die Single-Shot Pistole hing erneut an seiner Hüfte. Den Helm hatte er abgezogen und hielt er in der Hand als er die Treppe hinaufging. Pryson ging ruhig durch die Tür eine leichte Verwunderung war nun doch vorhanden als er diesen sauberen Raum betrat schließlich ließen sowohl die Gegend als auch die Außenfassade nicht darauf schließen das es im inneren einen solchen Raum beherbergte. Aber auch ein leichtes Lächeln schlich sich in sein Gesicht als er die Empfangsdame sah die in einigen Papieren las. Neben ihr befanden sich derzeit zwei andere Personen, ein junger Mann und eine junge Frau die in einer gemütlich hergerichteten Ecke ein Heißgetränk zu sich nahmen. Er nickte den beiden grüßend zu bevor er Richtung Empfangstresen ging.

„Guten Morgen Frau Doktor“ begrüßte er mit einem leichten grinsen CJ.

„Ich bin kein Dok....“ wollte CJ entgegnen als sie aufblickte und ihr auffiel wer sie so begrüßte. „Ach sie sind es“ lächelte die freundliche Frau. „Wie geht es ihrem Kopf?“ erkundigte sie sich nach seinem befinden … eben doch Ärztin.

„Alle schrammen weg“ Antwortete Pryson und strich sich eine Strähne an Seite wo vor geraumer zeit noch das Pflaster war. „Ich dachte sie wollten Ärztin werden.“

„Das will ich auch noch, aber neben meinem Studium helfe ich auch hier aus“ erzählte CJ um die Situation zu klären. „Aber sie wollen doch bestimmt zum Treffen“ lächelte sie und zog die Liste hervor in der sie zuvor Ethan und Chloe abgehakt hatte. Kurz darauf fand sie seinen Namen „da sind sie ja“ und hakte auch diesen ab und lächelte Pryson freundlich an. „Das wäre dann erledigt.“

Pryson sah dem Vorgang zu hatte er schließlich kaum Zeit zum antworten bis sie ihn anlächelte und meinte alles sei erledigt. „Ähm danke, das ging ja schnell. Kein Vergleich zu irgendwelchen Ämtern“ grinste er nun. „Aber es ist eine schöne Überraschung ein bekanntes und freundliches Gesicht hier wieder zu sehen.“

„Ja das finde ich auch“ antwortete CJ ruhig, „aber es wird noch etwas Zeit brauchen bis alle Gäste da sind.“ Sie deutete auf die Sitzecke „Nehmen sie sich doch etwas zu Trinken und setzen sie sich für den Zeitraum.“

„Vielen Dank“ mit diesen Worten wandte er sich nun dem Getränkestand zu für sich nahm er eine kleine Flasche einer schwärzlichen Limonade, aber im Augenwinkel sah er zuvor am Tresen das das Getränk von CJ leer war und brachte ihr ein neues bevor er sich zur Sitzecke aufmachte. Die kleine Geste beantworteten CJ und Pryson lediglich mit einem zurückhaltendem lächeln ihrerseits und einem kurzen freundlichem nicken seinerseits.

In der Ecke angekommen grüßte Pryson die zwei Anwesenden nun auch mit ein paar kurzen Worten „Guten Morgen“ bevor er sich auf eine der Bänke in der nähe niederließ und erst mal den Blick hinaus schweifen ließ.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Projekt G89« (02.02.2018, 12:15)


Fox

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46

02.02.2018, 10:46

Chloe saß auf einem bequemen Stuhl in der Sitzecke und nippte gedankenverloren an ihrem Kaffee. Viel ging ihr durch den Kopf und mühsam versuchte sie alles zu ordnen.

Da war dieser Outpost 7, in dessen “Firmenzentrale” sie sich nun befanden. Ein Geschäftssitz, der aus einer alten, schrottreifen Lagerhalle bestand. Dieser Mirabel hatte zwar eine angenehme Art und wirkte einigermaßen professionell, aber der Eindruck, der sich Chloe nun bot, ließ sie doch wieder daran zweifeln, ob dies hier eine lukrative Kooperation werden konnte.

Sie seufzte und mahnte sich zur Gelassenheit. Vermutlich stand dieses Unternehmen ganz am Anfang - und aller Anfang ist schwer, das wusste sie am Besten. Außerdem gab es da noch ganz andere Probleme. Bandit zum Beispiel. Die rothaarige Frau rümpfte kurz die Nase. In der letzten Zeit waren sich die beiden Frauen so gut es ging aus dem Weg gegangen und seitdem funktionierte die Zusammenarbeit zu Chloes Überraschung einigermaßen. Jessica James hatte sich doch tatsächlich eine Herald gekauft… zumindest hoffte Chloe, dass das Schiff rechtmäßig von ihr erworben worden war… und sie war damit viel unterwegs. Der Job des Datenhandels schien Bandit sogar Spaß zu machen und sie hatte tatsächlich für Fox Twins Inc. schon mehr als 20.000 Credits erwirtschaftet, ohne besondere Anforderungen zu stellen. Das beste daran aber war, dass sie nun nicht mehr die ganze Zeit mit Ethan herumhing und schlechten Einfluss auf ihn ausübte.

Chloe runzelte die Stirn. Allerdings hatte sie das ungute Gefühl, dass dies schon längst in zu hohem Maße passiert war. Ethan zog zunehmend lukrative, aber irgendwie auch zwielichtige Aufträge an Land. Dieser Bagosa, mit dem sie ab und zu Geschäfte machten, schmeckte ihr gar nicht. Für einen Container 10.000 Credits? Das stank doch zum Himmel und Ethan hatte sie die Fracht nicht kontrollieren lassen. Chloe hatte kurz überlegt, einfach heimlich hineinzusehen, sich dann aber doch dagegen entschieden. Vermutlich war es besser, wenn sie nicht wusste, was sie da wirklich transportierten. Bagosa schien ein einflussreicher und gefährlicher Mann zu sein. Ein Mann, den Chloe niemals als Partner ausgewählt hätte. Ihre Hoffnung war, dass sie durch den Outpost so viele saubere Aufträge bekommen würden, dass sie auf derartige Geschäfte nicht mehr angewiesen waren.

Und dann war da natürlich noch die AFT. Nachdem sie die ersten Aufträge abgeschlossen hatten, hatte Chloe Jayden einmalig 5000 Credits überwiesen. Nicht viel, aber ein Anfang. Dennoch… zu weiteren Überweisungen hatte sie sich nicht überwinden können. Sie argumentierte es vor sich selbst, dass sie das Geld für weitere Investitionen brauchten, aber insgeheim fragte sich die junge Frau, wie viel sie sich noch von der AFT abhängig machen wollte. Hatte das noch einen Sinn? Sie war nicht mehr die unscheinbare Pomeranze mit dem schäbigen Drogeriemarkt, für die eine kleine Rebellengruppe das Abenteuer schlechthin bedeutete. Sie war jetzt eine… Geschäftsfrau, auch wenn das komisch klang, und spielte in einer anderen Liga. Der Hass, den die AFTler gegenüber der Erde verbreiteten erschien ihr lächerlich, denn die Menschen hier waren nicht anders, als auf Terra. Und Jayden… er hatte sie eh nur ausgenutzt und… naja… allerdings… seine wunderbaren Locken… und das Gefühl, wenn er sie…

Chloe zuckte zusammen, als sie eine fremde Stimme vernahm.

“Vielen Dank.”

Sie sah auf und musterte den Neuankömmling. Er war groß und stämmig, wirkte etwas derb und war bewaffnet. Ex-Militär, vermutete Chloe, wie so viele. Manchmal kam es ihr so vor, als wäre die halbe Welt beim Militär oder zumindest mal dort gewesen. Er schien die hübsche Empfangsdame zu kennen und erneuerte ihr Getränk. Diese galante Zuvorkommenheit zauberte ein Lächeln auf Chloes Gesicht. Als sich der Mann setzte, nickte Chloe ihm zu.

“Morgen. Chloe Fox, und das ist mein Bruder Ethan. Erfreut Sie kennenzulernen.”

Ryan

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Wohnort: Berlin

Titel: Mr. Laserbeam

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47

02.02.2018, 13:46

“Ah, Ah!”

Ryan schüttelte den Kopf.

“Nein, du kommst nicht mit, Tomahawk. Ihr bleibt auf den Schiff. Es reicht, wenn einer von uns zum Treffen geht.”

Ice spitzte die Lippen.

“Und was ist mit mir? Ich sollte mitgehen, nicht dass du irgendwas dummes anstellst und unsere Firma ganz den Bach herunter geht.”

Der ehemalige Soldat rollte mit den Augen.

“Nicht nötig. Ich will nicht mit meiner ganzen Mannschaft anrücken, wie sieht denn das aus? Wenn jeder seine Crew mitbringt, sitzen da vielleicht 100 Leute. Ich kann unsere Interessen sehr gut alleine vertreten und werde euch nachher alles berichten. Und unsere Firma ist schon am Grund des Bachs, sogar Chen ist weg, weil wir ihn nicht bezahlen konnten. Es kann nur besser werden.”

Angela begann zu protestieren.

“Aber… wenn Danvers da…”

“Hey.”

Ryan fuhr seiner Copilotin beinahe zärtlich durch die Haare.

“Mach dir keine Sorgen wegen ihr. Ich steh doch gar nicht auf Blondinen mit Metall im Schädel, mich spricht der dunkle Typ viel mehr an.”

Ice verkreuzte die Arme.

“Den Eindruck konnte ich aber nicht bekommen.”

Ryan öffnete die Luke der Samurai.

“Starke Frau, geiler Body, da wird man ja wohl mal gucken dürfen. Und jetzt Schluss, Diskussion beendet. Bis später.”

Er verließ das Schiff und stapfte auf die Lagerhalle zu. Die Motoren in seiner Armprothese summten leise. Die Halle sah ziemlich abgerissen aus, aber das Firmenschild sprach eine eindeutige Sprache. Outpost 7, hier war er richtig. Ryan stieg eine Treppe empor und betrat eine Art Empfangsbereich. Dort saßen bereits eine umwerfende Rothaarige und zwei Männer. Eine junge, zierliche Frau mit dem süßesten Lächeln, welches Ryan je gesehen hatte, erhob sich, als er ihrem Schreibtisch näher kam.

“Willkommen in der Firmenzentrale des Outpost 7, mein Name ist Cara-Jane Danvers. Bitte nehmen Sie doch bei den anderen Platz, während ich Ihre Namen notiere.”

Ryan blinzelte überrascht.

“Doktor? Sie auch hier? Haben Sie Ihre Spritze gegen eine Tastatur eingetauscht?”

Cara-Jane lächelte erneut.

“Ach, Mister Tellford, Verzeihung, ich habe Sie so schnell gar nicht erkannt. Nun, ich unterstütze meine Schwester gerne bei… dieser Sache. Die Medizin bleibt aber mein Fachgebiet.”

Ryan strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.

“Schön das zu hören. Es war schon eine Überraschung, dass Warbird eine so atemberaubend schöne Person als Schwester hat, dass Sie nun auch mit an Bord sind, setzt dem ganzen noch einen oben drauf.”

Die junge Frau errötete beinahe sofort und spielte nervös mit einem Kugelschreiber in ihrer Hand.

“Äh… nun, vielen Dank. Ich trage Sie gleich als anwesend ein.”

Sie setzte einen Haken hinter dem Namen Tellford. Dann runzelte sie die Stirn.

“Sie… vertreten hier die Firma Logan & Tellford, richtig? Kommt Ihr Partner später?”

Ryan räusperte sich etwas verlegen.

“Nun… ich fürchte, er kommt gar nicht. Ungünstige Umstände haben uns dazu gezwungen, unsere Ressourcen aufzuteilen. Chris ist in einer anderen Sache unterwegs, aber mein Schiff und meine Crew gehören ganz allein Ihnen, Miss Danvers. Ich werde mich dann mal setzen.”

Er nahm sich einen Kaffee, musterte die Anwesenden nochmals und… erstarrte.

“Heiliges Kanonenrohr… Gene, sind Sie das etwa? Natürlich, ich erkenne Sie! Verdammt, es hieß, Sie seien tot! Ich war damals noch Dozent an der Akademie und Sie zum Marinepilot ausgebildet. Wissen Sie noch? Muss fünf oder sechs Jahre her sein. Und jetzt sitzen Sie hier… nicht zu fassen!”

Mit einem breiten Lächeln ließ er sich neben dem großen Mann nieder.

Tuan

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Titel: ***

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48

02.02.2018, 15:18

Nach seinem Gespräch mit Tanner Mirabel, dem Leiter des Outpost 7, hatte Fisher die Zeit bis zur grossen Versammlung des Unternehmens genutzt, um sich etwas schlau zu machen. Er hatte sich noch einmal mit der Geschichte der Artemis vertraut gemacht und einige Berichte über Bergungen und Funde von historisch interessanten Artefakten gefunden, bei denen Tanner involviert war.
Offensichtlich lag diesem Mann etwas an Geschichte und nicht nur am Geld, das solche Funde durch den Verkauf an private Sammler einbringen konnte. Ein gutes Vorzeichen für die geplante Suche nach der Artemis, soweit Fisher das beurteilen konnte. Es ging nicht nur darum, sich ins Rampenlicht zu stellen und schnell an Geld zu kommen, es sollte wirklich das Rätsel um das erste menschliche Kolonieschiff gelöst werden. Und Fisher hatte die Exklusivrechte dafür.
Gross eine Vorstellung davon, wie er sich sonst noch auf diese ganze Sache vorbereiten sollte, hatte der Journalist nicht. Und da er keine Familie mehr hatte, gab es auch in dieser Richtung nicht viel zu erledigen. Er konnte also sozusagen von heute auf morgen zum anderen Ende der Galaxis aufbrechen.
Mit Spannung erwartete Fisher die Versammlung des Outpost 7 und als er die Treppe zum Eingang der grossen Lagerhalle hochging, fragte er sich bereits, was für Leute wohl alles bei diesem Unternehmen dabei sein würden. Sicherlich hätte nicht jede Person einen interessanten Hintergrund, aber solche Expeditionen zogen meistens immer exotische Gestalten an, über die man schon spannende Geschichten schreiben konnte.
Noch einmal warf er einen kurzen Blick auf seinen Handcomputer, dann öffnete er die Tür und betrat den Sitz des Outpost 7, wo nach den zu vernehmenden Stimmen offenbar schon einige Leute anwesend waren.

Taya

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49

02.02.2018, 15:21

“Hässliches Biest.”

Jessie drehte sich um, als sie das Schott ihrer Herald hinter sich verriegelte.

“Bitte?!”

Eine Frau mit leichten Augenringen und halb rasiertem Schädel stand hinter ihr. Sie nickte dem Schiff zu.

“Ihr Schiff natürlich, nicht Sie. Was sich Drake dabei nur gedacht hat? Die Militärmaschinen wirken deutlich eleganter.”

Jessie entspannte sich etwas und nickte sachte.

“Stimmt. Aber die Dirtbag ist sanft und zuverlässig. Insgesamt also das genaue Gegenteil von mir.”

Die Blondine gluckste amüsiert. Sie trug sehr ordentliche Kleidung, in die sie nicht so ganz zu passen schien, wirkte durchtrainiert, aber auch ein wenig verbraucht. In guter Verfassung war sie vermutlich eine kleine Schönheit. Nun streckte sie die Hand aus.

“Sorry, ich wollte sie nicht beleidigen. Es ist bestimmt ein gutes Schiff. Ich bin Carol. Kommen Sie auch zum Treffen des Outpost 7?”

Jessie schüttelte die Hand und hob eine Augenbraue.

“Woher weißt du das? Aber es stimmt… mich nennt man Bandit. Und um mich zu beleidigen müsstest Du schon Worte in den Mund nehmen, die Du noch nie gehört hast, Süße.”

Carol lachte.

“Da wäre ich mir an Ihrer Stelle nicht so sicher. Nun… Outpost 7 ist die einzige Firma hier in der Umgebung und ich gehe auch dorthin.”

Sie deutete auf die Halle.

“Sieht aus wie eine Pennerunterkunft, können Sie gar nicht verfehlen. Ich muss noch was aus meiner Hornet holen. Wir sehen uns dann dort.”

“Alles klar. Bis gleich.”

Ein Gefühl aus Unbehagen und Mitleid hatte sich in ihr breit gemacht, als Jessie die feinen Narben auf dem Schädel der Frau erkannte. Die Halbglatze war also vermutlich nicht freiwillig. Ihr musste irgendetwas schreckliches passiert sein. Was das wohl war? Und warum der Outpost wohl so jemanden anheuerte? Die Frau war irgendwie kaputt, auch wenn sie es gut versuchte zu kaschieren. Aber Jessie hatte schon genug kaputte Typen in ihrem Leben gesehen und Carol-Baby war bestimmt eine davon. Und das reichte schon, um sie der Latina etwas sympathisch zu machen.

Jessie schlenderte auf die Halle zu, stieg eine quietschende Treppe empor und betrat den Empfangsbereich. Sofort erhob sich ein Vorzimmerpüppchen mit großen Augen und einem so unschuldigen Lächeln, dass einem leicht übel werden konnte. Sie wirkte in dieser Halle so fehl am Platz, wie ein Gänseblümchen in einem Kuhfladen.

“Willkommen in der Firmenzentrale des Outpost 7, mein Name ist Cara-Jane Danvers. Bitte nehmen Sie doch bei den anderen Platz, während ich Ihren Namen notiere.”

Jessie versuchte das Lächeln übertrieben zu immitieren.

“Hallo Cara-Jane Danvers, ich bin Jessie James. Bandit ist mir lieber. Ich gehöre zu Fox… Twins… Dingens.”

Das süße Lächeln verblasste zu Jessies Genugtuung etwas und wurde durch eine Art professionelle Höflichkeit ersetzt.

“Ah ja, Miss James. Mister Fox hat sie angekündigt. Bitte. Dort ist Kaffee, wenn Sie möchten.”

Jessie mochte nicht und lugte unter den Tisch.

“Schade, kein Bier.”

Dann nickte sie Ethan und Chloe zu und suchte sich einen Platz in der Nähe von zwei Männern, die nach Militär oder Söldnern aussahen. Die Latina hatte auf die Zwillinge momentan keine Lust und war ihnen in den letzten Tagen etwas aus dem Weg gegangen. Chloe’s Nörgelei war nervtötend, auch wenn Jessie sie mit ihren Credits inzwischen mundtot gemacht hatte, und Ethan hatte sie immer noch nicht so ganz verziehen, dass er die Sache mit der Razor beinahe ganz schlimm in die Scheiße geritten hätte.
Sie fletzte sich auf eine Metallbank, legte einen Stiefel hoch und sah in die Runde.

“Und? Weiß irgendjemand, was hier jetzt passiert?”


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50

02.02.2018, 16:01

Als sich der Mann setzte, nickte Chloe ihm zu.

“Morgen. Chloe Fox, und das ist mein Bruder Ethan. Erfreut Sie kennenzulernen.”

Pryson blickte nun doch etwas überrascht vom Fenster zum inneren der Sitzecke als das ~Morgen~ nicht nur erwiedert wurde sondern in ein Vorstellen geht. Er lächelte freundlich als er sich nun von der leicht seitlichen Haltung vom Fenster wegdrehte und sich den beiden zuwandte.

„Die Freude ist ganz auf meiner Seite“ entgegnete er der recht hübschen Frau mit einem lächeln und nickte auch Ethan freundlich zu.

Er zögerte jedoch für einen Augenblick, er hatte in letzter zeit seinen vollen Namen etwas oft genannt doch war hier niemand der ihn kannte geschweige denn im Namen des Militärs suchte. Warum auch schließlich galt er für tot und die Initialen PG würde es wohl öfters im UEE vorkommen. „Mein Name ist Pryson Gene, also … arbeiten sie hier schon eine weile oder sind sie beide auch zum Treffen eingeladen?“ erkundigte er sich, war seine Nachricht relativ spärlich gesät mit Informationen über jegliche aufgaben gewesen. Doch das konnte auch an der knappen Zeit vor dem Treffen liegen.

Chloe lauschte Pryson als auch er nun seinen Namen nannte doch wurde ihr Blick etwas fragend auf die Anmerkung das er nicht genau wusste worum es bei dem Treffen ging. „Nun wir, mein Bruder und ich haben ein Handels Unternehmen und sollen uns wenn es dabei bleibt um den Nachschub kümmern.“ erzählte sie kurz und dachte darüber nach das sie eigentlich bis jetzt nur über ihre Aufgaben informiert worden waren.

„Und als was sind sie tätig Mister Gene?“ drehte Chloe das Gespräch um ihrerseits auch was zu erfahren.

„Ich? Nun ich bin eher ein Freischaffender“ antwortete er mit einem lächeln während sie an ihrer Tasse nippte. „Meist konzentriert sich jedoch meine Arbeit auf Transport oder Eskort des selbigen“ fuhr er fort. Die Zeiten in denen er beauftragt wurde Jemanden oder etwas zu finden und zurückzubringen waren schon eine weile vorbei und dementsprechend etwas seltener.

Im Empfangsbereich hatte sich inzwischen jemand neues dazu gesellt der mit Cara-Jane zu flirten schien doch so genau sah Pryson nicht hin lag seine Aufmerksamkeit bei den Geschwistern.

„Wer weiß … vielleicht soll ich ja nun euch gelegentlich Eskortieren“ setzte er die Unterhaltung fort.

“Heiliges Kanonenrohr… Gene, sind Sie das etwa? Natürlich, ich erkenne Sie! Verdammt, es hieß, Sie seien tot! Ich war damals noch Dozent an der Akademie und Sie zum Marinepilot ausgebildet. Wissen Sie noch? Muss fünf oder sechs Jahre her sein. Und jetzt sitzen Sie hier… nicht zu fassen!” ertönte es nun im Raum und Pryson war nun doch gezwungen vom Gespräch an die Geschwister vorbei zu schauen als der Mann inzwischen die Unterhaltung mit CJ beendet hatte und sich Pryson näherte.

„Commander Mage?“ erklang die stimme des nun ungläubig dreinschauenden Prysons. Es war also doch jemand vom Militär anwesend … oder eher Ex-Militär „Ich hätte nie erwartet sie hier zu sehn Sir“ gab er recht offen zu blieb jedoch sitzen. Die Floskel einen Vorgesetzten Sir zu nennen war eines doch aufzuspringen und zu Salutieren war eher eine Sache die nur in Uniform stattfand und bei Cerberus auch dies selten.

Ryan ließ sich mit einem breitem Lächeln neben Pryson auf der Bank am Fenster nieder. „Nun richtig gehört“ grinste Pryson und fuhr fort „Ich bin tot … das ist nun mal das Schicksal eines Höllenspringers“

Doch das grinsen schmälerte sich etwas „Wade hat es aber wirklich erwischt.“ er sah kurz auf seine Flasche bevor er einen kräftigen Schluck nahm. Er wünschte sich gerade eine seiner Mischungen dabei zu haben.

In der Zwischenzeit hatten zwei weitere Gestalten den Empfangsraum betreten ein etwas älterer Mann der an der Tür verharrte und eine fesche Latina die nach der kurzen Anmeldeprozedur sich in der nähe von Ryan und ihm niederließ

“Und? Weiß irgendjemand, was hier jetzt passiert?” erklang ihre Stimme.

„Na bei der Mischung hier nichts normales“ antwortete Pryson als er sich nochmal im Raum umsah

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Ethan

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02.02.2018, 17:08

Ethan hörte gespannt zu, überließ Chloe aber das Reden mit dem Neuankömmling der sich als Pryson Gene vorstellte. Ein Ex-Soldat, so jemanden könnte man durchaus bei so einer großen Unternehmung gebrauchen.
Und zu seiner Überraschung tauchte noch ein weiterer Typ auf, der nach Militär aussah. Und tatsächlich schien er diesen Gene zu kennen und zog ihn auch gleich in ein Gespräch.
Kurz darauf folgte Jessica und die Tatsache, dass sie sowohl Chloe als auch ihn mied, fing an ihn zu nerven. Nur zum Teil, wegen der Razor. Vor allem weil er sie gerne in seiner Nähe haben wollte. Nachdem sie dem Knast noch mal knapp entkommen sind, hat sich Bandit wortlos verzogen und wie immer ihr eigenes Ding gemacht. Immerhin hat Chloe erstaunt festgestellt, dass sie doch etwas verdient und somit ihren Teil der Abmachung eingehalten hatte. Und da sie nun hier war, hatte ihre Zweckpartnerschaft damit auch ein Ende gefunden. Das war es ja, was Jessica eigentlich wollte.

Ethan stand auf und ging zu den anderen hinüber. Im Augenwinkel sah er noch, wie eine weitere Person den Raum betrat.

“Hey, Bandit” sagte der junge Mann kurz zu Jessica. “Nur der Form halber, unsere Abmachung ist erfüllt, du bist hier. Wenn du also bei FTL aussteigen willst… das steht dir frei.”

Dann wendete er sich mit einem freundlichen Lächeln dem Soldaten zu, dessen vollen Namen er noch nicht kannte.
“Verzeihung Commander… Mage? Hab ich das vorhin richtig verstanden? Ein ungewöhnlicher Name. Sie beide kennen sich?”

Er reichte seine Hand zur Begrüßung.

“Ich bin Ethan Fox, von Fox Twins Logistics, kurz FTL. Dort vorne ist meine Schwester, Chloe Fox. So wie es aussieht, werden wir wohl den Nachschub für Euch Militärs transportieren. Da freue ich mich schon drauf, das klingt alles so spannend. Was genau machen Sie denn? Sind Sie Pilot wie Mr. Gene?”


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52

02.02.2018, 20:22

Ryan sah den jungen Mann einen Moment irritiert an. Dann lachte er.

“Händler, was? Merkt man sofort. Fox… Twins? Ernsthaft?”

Er sah kurz zu der rothaarigen Schönheit hinüber.

“Junge… so ganz gleich wurden eure Gene aber nicht verteilt, was? Nur ein Witz. Mein Name ist Ryan Tellford.”

Er gab Fox einen festen Händedruck.

“Mage ist nur mein Rufname, was unser untoter Freund hier wohl vergessen hat. Und beim Militär sind wir beide nicht mehr… dieses würde sich wohl auch kaum in dieser Sache engagieren.”

Ryan strich sich durch den Bart.

“Ich habe auch ne Firma mit nem tollen Namen. Logan, Tellford & Co, und wir übernehmen unterschiedlichste Aufträge, wenn dir mal der Arsch brennt. Kampf und Begleitschutz sind natürlich unsere Schwerpunkte, wie Sie sicherlich schon vermutet haben. Und natürlich bin ich auch Pilot, war bei der Navy und bei den Marines.”

Er warf noch einen Blick auf die Zwillingsschwester und zwinkerte.

“Wenn Sie uns versorgen, lade ich Sie auf der Samurai auf ein Bier ein. Aber nur, wenn Sie Ihre Schwester mitbringen.”

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53

03.02.2018, 06:38

Pryson sah kurz zu Ethan auf als dieser sich genähert hatte und sich bei Ryan vorstellte.

"Nunja ich habe dich ja bei deinem Rufnamen gerufen oder etwa nicht?" grinste Pryson Ryan nun etwas schelmisch an. "Aber sag mal Mage weißt du eigentlich etwas genaueres was hier geplant ist?" erklang nun seine stimme fragend während er sich mit der freien Hand über die kahl rasierte Stelle strich und sich im Raum um sah.

Dabei blieb sein blick etwas länger bei der Latina hängen die in ihrer nähe saß und Ethan zu kennen schien. Sie wirkte dabei seiner Meinung nach eher weniger wie eine Händlerin. Ihre schroffe und etwas rebellische Art ließ eher auf eine Söldnerin, es gab immer wieder jemanden der sich anders Verhalten musste, doch das wäre zu leicht.

Sein blick schweifte weiter durch den Raum. Da waren noch Chloe und Ethan die seiner Meinung nach eher eine Professionelle Ausstrahlung in ihrem benehmen wiederspiegeln lassen wollten. Am Empfang befand sich CJ die wenn man nicht wusste das sie eigentlich in der Medizin tätig war den Eindruck erwecken könnte in diesen Empfangsbereich zu gehören mit ihrer professionellen Art der Freundlichkeit. Dann war da noch der ältere Herr in der nähe der Tür der etwas abgelenkt auf seinen Handcomputer zu blicken schien. Und natürlich Ryan und er. Das ergab schon eine recht bunte Mischung und es waren noch nicht alle da.

"Sie kennen diesen Ethan? was ist denn ihre Tätigkeit wenn ich fragen darf sie wirken nicht gerade wie eine Händlerin ..." wandte er sich wieder zu der Latina und musterte sie, "sie wirken eher wie jemand für etwas grobere Arbeit nicht wie die anderen anwesenden Damen."

Ethan

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54

03.02.2018, 13:17

Ethan lachte laut.

"Ihre Art gefällt mir, Mr. Tellford. Mit Ihrem Firmennamen haben Sie aber auch nicht gerade den Nobelpreis für Kreativität verdient."

Der junge Mann sah kurz hinüber zu seiner Schwester.

"Aber auf das Angebot mit dem Bier komme ich sicher noch zurück, sofern ich meine Schwester dazu überreden kann. Ironischer Weise hätten wir vorher aber das Bier erstmal an Sie geliefert, das wird schließlich unser Job sein. Aber sollte ihr jemand unangemessen zu nahe kommen..."

Ethan grinste breit.

"... dann schieße ich ihm die Eier weg. Oder was auch immer ich dann treffen sollte, die Gene zum Zielen hab ich auch nicht bekommen."

Mit einem Wink deutete der Händler zum Eingang, wo ein etwas älterer Mann den Raum betreten hatte und sah dann fragend zu Mr. Tellford.

"Kennen Sie den dort auch zufällig?"


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Taya

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55

03.02.2018, 15:39

Jessies Blick folgte Ethan, nachdem er seinen dämlichen Spruch gemacht hatte. Sie starrte ihn wütend an, doch zu ihrem Leidwesen schien er sie einfach zu ignorieren und mischte sich bei den Soldaten ein. Was dachte er sich eigentlich? Sie hatte die letzten Tage viel gearbeitet, um seiner doofen Firma Credits zu bescheren und jetzt wollte er sie vor die Tür setzen, oder was? Gerade er?

Jessie zog einen ausgeprägten Schmollmund, verschränkte die Arme und überhörte genervt, wie dieser Tellford bewundernde Bemerkungen über Chloe machte. Schließlich sprach sie auch noch der andere Soldat an und zwang sie aus ihrer schlechtgelaunten Lethargie. Sie wandte sich ihm mit einem durchdringenden Blick zu.

“Hast du mir grad gesagt, ich sehe aus wie eine grobe Schrottsammlerin, Chummer? Danke für das Kompliment, nur weil mir nicht meinen Arsch bis zur Hüfte und die Titten bis ans Kinn binde. Du bist auch nicht gerade eine Schönheit, Schlammkriecher.”

Sie öffnete eine kleine Tasche, um nach einer Zigarette zu suchen.

“Du willst wissen, was ich mache? Ich kann alles, Chummer, Rennen fliegen, handeln, kämpfen… mit mir legt man sich lieber nicht an. Und ja… ich kenne diesen Ethan. Dachte ich bis eben zumindest.”


Ryan

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56

03.02.2018, 16:39

Ryan starrte Ethan einen Moment an und die Motoren in seinem künstlichen Unterarm surrten. Dann brach er in Gelächter aus.

“Alles klar, Mister Fox, Sie sehen mir tatsächlich wie ein ganz gefährlicher aus. Sie könnten mich bestimmt mit einem Blaster zerlegen, bevor ich weiß, wie mir geschieht. Aber keine Sorge, Ihre Schwester hat vor mir oder meiner Crew nichts zu befürchten.”

Dann warf er einen Blick auf den älteren Herrn und schüttelte den Kopf.

“Mein Junge, die meisten hier sind mir unbekannt. Gene ist ein Zufall, ansonsten kenne ich nur die junge Miss Danvers, die Schwester der Chefin. Aber ich nehme an, wir werden uns noch alle näher kennenlernen.”

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57

03.02.2018, 18:19

"Sie haben Recht, ich sollte bei Gift bleiben, das mische ich dann unter die Vorräte. Schwester der Chefin, sagen Sie? Das heißt also Finger weg, das wird sonst böse enden. Ich hab nur den Chef kennen gelernt, einen Tanner Mirabel. Na schauen wir mal, wer sonst noch so kommt."

Ethan nickte Ryan freundlich zu und drehte sich um. Jessica hatte sich mittlerweile eine Zigarette angesteckt, ihr schlecht gelaunter Tonfall war nicht zu überhören gewesen. Ob das an ihm lag? Er verspürte den Drang, mit ihr zu reden, doch vermutlich war das im Moment keine gute Idee. Stattdessen ging der Händler zu dem älteren Herren am Empfang.

"Ich grüße Sie, mein Name ist Ethan Fox. Händler von Beruf."

Er zeigte mit einer ausladenden Geste auf seine Schwester.

"Das ist meine Schwester Chloe, sie führt mit mir zusammen unser Unternehmen. Setzen Sie sich doch zu uns, wenn Sie mögen."

Ethan ging die zwei Schritte zu der Sitzecke und machte es sich wieder bei Chloe bequem.

"Ich hab Jess gerade gesagt, dass unsere Abmachung erledigt ist und sie nicht länger für FTL arbeiten muss, wenn sie möchte. Ich hab nur das Gefühl, sie nimmt mir das irgendwie übel. Aber genau das wollte sie doch, oder nicht?"

Er sah Chloe nachdenklich an.

"Dabei könnte sie uns wirklich voran bringen, sofern sie so weiter macht, wie bisher. Der andere Typ dort ist übrigens Ryan Tellford und er hat uns schon zu einem Bier auf sein Schiff eingeladen...."

Ethan grinste seine Schwester an.

"Oder besser gesagt, dich. Bei mir war es wohl nur die Höflichkeit."


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58

03.02.2018, 19:03

Pryson musste leicht grinsen als die Latina anfing zu fluchen und ihn zu beleidigen. Es erinnerte ihn wirklich etwas an Neulinge bei den Marines oder Söldnern die sich aufspielen mussten doch fand er das amüsant das sie es so interpretiert hatte.

"Ich meinte eher das sie so aussehen als wären sie taff genug für die Marines, für die schwere Arbeit wo man sich auch mal schmutzig macht" klärte er dann schließlich doch auf. "Und schwere Arbeit schließt keines Wegs aus das sie nicht auch gut aussehn"

"Also wie wäre es lieber auf eine gute zusammen Arbeit statt es in einer Prügelei enden zu lassen" schlug er mit einem freundlichem Lächeln vor während er ihr ein angezündetes Feuerzeug hinhielt als er sah das sie sich eine Zigarette herausgeholt hatte.

Pryson musterte Jessie erneut auch wenn er das Kämpfen vermutet hatte das Rennen fliegen war in seiner Vermutung nicht. Aber mehr noch machte er sich über ihre letzte Anmerkung Gedanken. "Was ist den da zwischen dir und Ethan vorgefallen das du so reagierst?" Er hatte das Gefühl ein hauch von Enttäuschung neben der deutlichen Wut zu hören. Bei der Wut war er sich jedoch nicht sicher ob es wegen seiner missverstandenen Bemerkung war oder wegen dem was Ethan zuvor zu ihr sagte.

Fox

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59

03.02.2018, 20:22

Chloe sah Ethan nachdenklich an.

“Du hast ihr also gesagt, sie kann gehen, wenn sie will? Nun… du weißt, dass ich sie nicht leiden kann. Aber bei dem, was zwischen euch da läuft… was immer es ist…”

Sie verzog das Gesicht, als hätte sie in eine Zitrone gebissen.

“Gott… das will ich mir nicht mal vorstellen. Aber bei dem… und dann so ein Spruch… es wundert mich nicht, wenn sie dir das übel nimmt. Klingt wie eine deutlich Abfuhr.”

Chloe zwinkerte.

“Nicht, dass mich das stören würde. Egal, ob sie uns Geld einbringt oder nicht. Wenn das mit dem Outpost klappt, brauchen wir sie nicht.”

Dann musterte sie den älteren Soldaten. Er hatte etwas verwegenes, die Armprothese wirkte abstoßend und faszinierend zugleich. Das Gesicht war wirklich hübsch, und die langen Haare…

Als Chloe merkte, wie sie leicht errötete, drehte sie sich rasch weg und sah zur Empfangsdame. Sie war hübsch, das stimmte, aber Chloe fand, dass sie sehr wache und intelligente Augen hatte. Sie wirkte wie 19 und unschuldig, aber Chloe wettete, dass jeder hier im Raum sie deutlich unterschätzte.

Dann sah sie zum Eingang und hoffte, dass bald alle eingetroffen waren.

Ethan

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60

03.02.2018, 20:46

"Erwischt," kicherte Ethan amüsiert als er sah, wie seine Schwester rot wurde. Dann wurde er jedoch wieder ernst.

"Da läuft nix zwischen uns. Ich hab ihr gesagt, sie muss nicht mehr für FTL arbeiten, wenn sie das nicht will. Das heißt aber nicht, dass sie sich komplett verpissen soll. Du weißt, dass ich bei ihr auf etwas anderes stehe, nicht auf ihre Credits. Aber ich hab keine Ahnung was sie eigentlich will. Sie kann ja auch einfach freiwillig bleiben? Zumindest hat sie die Wahl."

Ethan musterte seine Schwester.

"Und was ist mit dir? Ich hab gesehen, dass du Jayden nix mehr überweist. Verdient hat er es sowieso nicht. Willst du dieses Kapitel in unserem Leben... abschließen? Meinen Segen hast du, wir haben in den letzten Wochen schon mehr erreicht als dieser Haufen in zehn Jahren."


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