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Tanner Mirabel

Gildenleitung

  • »Tanner Mirabel« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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1

23.02.2018, 13:29

Politik allgemein

- Thema vom Trump-Beitrag getrennt -


Das wird dann aber ein Ausnahmefall von vielen.

Wobei, wir finden es abstrus, aber wenn man sich unsere Politik anschaut sind wir auch nicht viel besser. Nehmt von der Leyen. Die hat so ziemlich alles vergeigt, was sie jemals angefasst hat. Als Familienministerin hat sie sich PR-seitig feiern lassen - kaum war sie weg, stellten sich all ihre Prestige-Projekte als Fehlinvestitionen im mehrstelligen Millionenbereich heraus. Beim Arbeitsamt hat sie auch nichts bewirkt - außer sich von teuren, externen Beraterfirmen "beraten" zu lassen und Mitarbeiter zu mobben (ich finde die damalige Aufnahme eines CDU-Politikers nicht mehr, der mal mitgeschnitten hat, wie es so läuft wenn sie einen nicht haben will). Dann das Verteidigungsministerium - ihr übliches Prinzip großer PR-Aktionen als Macherin ging diesmal ausnahmsweise mal nach hinten los - geschadet hat es ihr offenbar dennoch nicht. Erneut hat sie massiv Geld für Berater von außen verschwendet, so ziemlich in jeder wichtigen Sache zugusten ihrer eigenen Person versagt (Missbrauchvorwürfe etc.) und die Bundeswehr in einem desolaten Zustand hinterlassen, bei der von Einsatzbereitschaft wohl keine Rede mehr sein kann. Ich kann mich nicht erinnern, dass je ein Verteidigungsminister so von der eigenen Truppe gehasst und als inkompetent bezeichnet wurde.

Und jetzt? Frau von der Leyen wird als neue Generalsekretärin der Nato gehandelt - wie bitte?

Sie ist sicher kein Trump - aber lächerlich ist es dennoch.

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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2

23.02.2018, 15:11

von der leyen für den Nato-Chefposten? Wirklich? xD

Candrielle

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3

23.02.2018, 15:46

Wobei der derzeitige Status der Bundeswehr nicht ihr angelastet werden kann. Das waren die bescheuerten Versuche Geld zu sparen ihrer Vorgänger.
Man könnte höchstens monieren, dass sie es in den letzten vier Jahren nicht hinbekommen hat, es wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Dieses deutsche Prinzip irgendeinen Dösbaddel auf einen Ministerposten zu hieven, von dessen Ressort der Typ absolut keine Ahnung hat, ist einfach dämlich - aber nicht die Schuld dieser Minister.
Von dieser Seite finde ich den Versuch mangelnde Kompetenz durch externe Berater wett zu machen sogar löblich.

Sefer Jezirah

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Wohnort: Bremen

Titel: Lehrstuhl für asiatische Geschichte

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4

23.02.2018, 15:47

Mehr Kitas für die Nato Soldaten, da freuen die sich :D

Padra

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Wohnort: Herford

Titel: ***

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5

23.02.2018, 18:45

Mal ganz ehrlich: Schuld haben ihre (mindestens) drei Vorgänger, die die erpresserischen Knebelverträge mit den Unternehmen wie Airbus abgeschlossen haben.

- NH-90 (mag net fliegen und rostet)
- A400M (tweilweise wieder veraltet, sehr anfällige und schweineteure Triebwerke)
- Heron (unbewaffnet vorhanden, TP für mögliche Bewaffnung erst von SPD bewilligt, dann hinterfot*** ausgebremst, obwohl Soldaten mehr Schutz am Boden durch solche Drohnen fordern)
- Euro Hawk
- Puma (wird gerade erst ausgeliefert und ist jetzt schon teilweise veraltet)
- G36 (in extremen Klimazonen oder bei Dauerfeuer zu unpräzise)
- Aussetzung des Grundwehrdienstes
- Engpässe bei EPA und Co.

Alles lange vor von der Leyens Amtszeit und klarer Griff ins Klo vom Beschaffungsamt der Bw.
Was hat sie geschafft?

- Beschaffungsamt umgekrempelt, damit solch Verträge nicht mehr zustande kommen.
- So viel Geld für die Bw wie noch nie zuvor. SPD haut beim Koalitionsvertrag wieder dazwischen.
- Agenda Personal - Altersgrenze (ab Feldwebel) auf 29 Jahre angehoben (macht Sinn, da so mehr Fachkräfte eine Chance haben) und leichteren Fitnesstest (vieles holt man in der Grundausbildung auf), zudem Altersgrenze zur Pension angehoben (auf 62).
- Agenda Rüstung - davor wurden alte Stiefel lediglich neu besohlt. Jetzt bekommt der Soldat brandneue HAIX. Meine Erstausstattung ist vom Feinsten und unsere Zugführer können bestätigen, dass seit der Agenda der Umtausch von Material besser geworden ist. Viele Engpässe sind vom Hersteller verschuldet.
- Agenda Attraktivität - Komfort, Kita und Co. um als Arbeitgeber attraktiver zu wirken, was nicht verkehrt ist. Ich persönlich nutze lieber sanitäre Anlagen von 2014 als aus den 30ern.
- Ersatz für das G36 -> Nachfolger oder Weiterentwicklung vom HK416 (Spitzengewehr)
- Teilweise höhere Besoldungsgruppen (immerhin)
- 41 Stunden-Woche (okay, aufgrund der aktuellen Personalstärke ziemlich ungünstig)
- Weiterentwicklung des Eurofighters, damit dieser die Aufgaben des Tornados besser übernehmen kann, anstatt Milliarden in neue Jets der Ami's zu stecken, die selber noch mit Lockhead Martin zu kämpfen haben.
- 5 neue Korvetten bis 2025, da immer mehr außer Dienst gestellt werden. De Maizière wollte zuvor 5 Fregatten bestellen. Korvetten sind aber kleiner, wendiger und besser für Küstengewässer geeignet, zumal die Marine nicht genug Personal besitzt, um 5 Fregatten zu bemannen.
- Ob gewollt oder nicht: Durch ihre durchaus verhauene Aussage "Haltungsproblem", ist eine größere Sensibilität in der Truppe bezüglich Gewalt und Rassismus entstanden.

Zu Guttenberg, de Maizière und Jung haben in ca. 8 Jahren die Bw komplett heruntergewirtschaftet und Verträge abgeschlossen, da schlägt man die Hände über den Kopf zusammen. Da kann man einfach nicht erwarten, dass jemand innerhalb von 4 Jahren alles wieder grade biegt, wo die Bw in der Zeit noch viel mehr Aufträge und Verantwortung erhalten hat.

Ursula von der Leyen mag nicht das Gelbe vom Ei sein, aber immerhin besser als ihre drei Vorgänger. Ich würde ihr gerne noch weitere 4 Jahre geben, um auch die Ergebnisse ihrer Taten auswerten zu können.
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Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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6

23.02.2018, 20:24

Das deckt sich um ehrlich zu sein mit der Einschätzung von Frau Zückert und Herrn Kamp, die letztens bei uns an der Katastrophenschutzschule einen Vortrag gehalten haben.

Padra

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Herford

Titel: ***

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7

23.02.2018, 20:41

Hm, die Polizei stürzt gerade genau so ab, wie die Bw damals vor 7 Jahren. Kaum Ausrüstung (keine passenden Schutzwesten), zu wenig Personal und Fehlkäufe von gepanzerten Fahrzeugen und Polizeiautos.......wo ist da der Zusammenhang?

Verteidigungsminister vom 03. März 2011 bis 17. Dezember 2013 (danach kam Ursula) Thomas de Maizière.
Innenminister (der unter anderem für die Polizei zuständig ist) ist seit 2013.....na....na.....GENAU: Thomas de Maizière!

Ich erkenne da ein Muster ;)
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Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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8

23.02.2018, 22:01

Über die Polizei wird immer viel gemeckert, aber wir haben in Deutschland was das angeht echt ein Luxusproblem. Im internationalen Vergleich sind die deutschen Polizisten sehr gut ausgebildet, was auch zu weniger unnötigen Tötungen von Polizisten an Verdächtigen führt. Fast alle, die von deutschen Polizisten erschossen werden, sind mental gestört usw. ...tragisch, aber vielleicht nicht zu 100% zu vermeiden.

Hat natürlich auch was mit den deutschen Waffengesetzen zu tun. Wenn in Deutschland ein Polizist jemanden kontrolliert, muss er mit viel geringerer Wahrscheinlichkeit damit rechnen, dass derjenige dann eine Waffe zieht. Das führt natürlich dazu, dass solche Situationen im Vergleich oft ...ich sag mal... "entspannter" sind. Was natürlich auch zu weniger übertriebenem Schusswaffengebrauch führt.

Zusammengefasst: Wir meckern was das angeht in Deutschland gerne mal auf hohem Niveau, was natürlich nicht heißt, dass alles perfekt ist.

Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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9

23.02.2018, 22:03

Wir meckern was das angeht in Deutschland gerne mal auf hohem Niveau, was natürlich nicht heißt, dass alles perfekt ist.


Amen. Und nicht nur was das angeht.

Sefer Jezirah

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Bremen

Titel: Lehrstuhl für asiatische Geschichte

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10

23.02.2018, 23:29

Das ist das gleiche Problem wie bei den Pflegeberufen... viel Verantwortung, blöde Arbeitszeiten und wenig Geld... es will kaum noch einer machen und die anderen sind dann überarbeitet...

Tanner Mirabel

Gildenleitung

  • »Tanner Mirabel« ist der Autor dieses Themas

Wohnort: Hamburg

Titel: ***

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11

23.02.2018, 23:57

Wobei der derzeitige Status der Bundeswehr nicht ihr angelastet werden kann. Das waren die bescheuerten Versuche Geld zu sparen ihrer Vorgänger.
Man könnte höchstens monieren, dass sie es in den letzten vier Jahren nicht hinbekommen hat, es wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Dieses deutsche Prinzip irgendeinen Dösbaddel auf einen Ministerposten zu hieven, von dessen Ressort der Typ absolut keine Ahnung hat, ist einfach dämlich - aber nicht die Schuld dieser Minister.
Von dieser Seite finde ich den Versuch mangelnde Kompetenz durch externe Berater wett zu machen sogar löblich.

Das früher zu sehr gespart wurde, keine Frage. Bei Guttenberg und De Maizière würde ich grundsätzlich auch zustimmen. Allerdings ist es auch typisch Deutsch, immer den Vorgängern die Schuld zu geben. Frau von der Leyen hatte reichlich Zeit im Amt ganze vier Jahre, sie geht jetzt ins Fünfte - und hat es hauptsächlich geschafft, die Bundeswehr gegen sich aufzubringen, weil sie die sogenannten Skandale der Truppe zu deren Lasten ausgeschlachtet hat, um sich selbst zu inszenieren. Vieles hat sich hinterher als haltlos herausgestellt und das Prozedere war eigentlich nicht anders als zuvor beim Familienministerium und dem Arbeitsamt.

Was deine Feststellung über die deutsche Unart betrifft, Politiker ohne Kenntnisse auf einen Posten zu hieven, stimme ich dir nur teilweise zu. Ich sehe die Schuld durchaus bei den Ministern - denn sie nehmen den Job ja schließlich wieder besseren Wissens. Sie da pauschal freizusprechen halte ich für falsch. Es ist eben nicht nur das System - es sind auch die, die zuschlagen und denen die Konsequenzen egal sind. Hauptsache, die Rente wird fett.

- Beschaffungsamt umgekrempelt, damit solch Verträge nicht mehr zustande kommen.
- So viel Geld für die Bw wie noch nie zuvor. SPD haut beim Koalitionsvertrag wieder dazwischen.
- Agenda Personal - Altersgrenze (ab Feldwebel) auf 29 Jahre angehoben (macht Sinn, da so mehr Fachkräfte eine Chance haben) und leichteren Fitnesstest (vieles holt man in der Grundausbildung auf), zudem Altersgrenze zur Pension angehoben (auf 62).
- Agenda Rüstung - davor wurden alte Stiefel lediglich neu besohlt. Jetzt bekommt der Soldat brandneue HAIX. Meine Erstausstattung ist vom Feinsten und unsere Zugführer können bestätigen, dass seit der Agenda der Umtausch von Material besser geworden ist. Viele Engpässe sind vom Hersteller verschuldet.
- Agenda Attraktivität - Komfort, Kita und Co. um als Arbeitgeber attraktiver zu wirken, was nicht verkehrt ist. Ich persönlich nutze lieber sanitäre Anlagen von 2014 als aus den 30ern.
- Ersatz für das G36 -> Nachfolger oder Weiterentwicklung vom HK416 (Spitzengewehr)
- Teilweise höhere Besoldungsgruppen (immerhin)
- 41 Stunden-Woche (okay, aufgrund der aktuellen Personalstärke ziemlich ungünstig)
- Weiterentwicklung des Eurofighters, damit dieser die Aufgaben des Tornados besser übernehmen kann, anstatt Milliarden in neue Jets der Ami's zu stecken, die selber noch mit Lockhead Martin zu kämpfen haben.
- 5 neue Korvetten bis 2025, da immer mehr außer Dienst gestellt werden. De Maizière wollte zuvor 5 Fregatten bestellen. Korvetten sind aber kleiner, wendiger und besser für Küstengewässer geeignet, zumal die Marine nicht genug Personal besitzt, um 5 Fregatten zu bemannen.
- Ob gewollt oder nicht: Durch ihre durchaus verhauene Aussage "Haltungsproblem", ist eine größere Sensibilität in der Truppe bezüglich Gewalt und Rassismus entstanden.

Ich gehe mal auf ein paar Sachen ein, die ich etwas anders sehe. Ja, es gab noch nie so viel Geld für die Bundeswehr. Aber das liegt hauptsächlich daran, weil die Bundeswehr so viele Auslandseinsätze zu bewerkstelligen hat wie nie zuvor. Daher ist der Betrag, der unbedingt nötigt ist um die zu gewährleisten, viel höher und nicht vergleichbar zu davor. Es ist also nicht unbedingt ihr Verdienst. Ganz im Gegenteil: wenn man den Nachrichten in dem Fall glauben darf, hebt Frau von der Leyen zurzeit bei jedem Auslandseinsatz die Hand um die Bundeswehr ins Spiel zu bringen, obwohl diese bereits völlig überlastet ist. Siehe HIER.

Man will sich schließlich für den Posten der Nato empfehlen. Eine sehr zweifelhafte Vorgehensweise, aber offenbar lohnt es sich für sie. Bei der Nato ist man von ihr begeistert, da sie die deutsche Beteiligung deutlich nach oben geschraubt habe - zu lasten der völlig überlasteten Truppe. Nachzulesen HIER. Wenn du also in zwei Jahren mit völlig unzureichender Ausstattung in irgendeinem Krisenherd stehst und nicht mal genug Nahrungspakete dabei hast, weißt du bei wem du dich zu bedanken hast. Sie wird jedenfalls ausgesorgt haben - ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie hoch ihre Rente jetzt bereits ist.

Stiefel: Wenn bei der Erstausstattung mehr passiert ist das löblich, keine Frage. Und klar, ich erinnere mich noch gut wie scheisse unsere Unterkünfte waren. Dass da was gemacht wird, war überfällig und da gebe ich ihr gerne Credit. Auch für die Arbeitsbedingungen an sich. Aber wenn die Truppen im Einsatz wählen könnten, ob sie neue Stiefel oder funktionierendes schweres Gerät wie Panzer oder Hubschrauber hätten, wage ich zu behaupten es ist zweiteres. Und das ist ja auch eigentlich ihr Hauptauftrag: Die Truppe für die Verteidigung fit zu machen und Soldaten auf Auslandseinsätzen bestmöglich zu versorgen. Stattdessen ist die Ausfallquote von Fahrzeugen und insbesondere schwerem Gerät so schlimm wie noch nie zuvor. Soweit es um Ausfälle geht, die auf fehlerhafte Technik zurückzuführen ist, kann man von der Leyen sicherlich zumindest zugestehen, dass sie die Situation nicht verursacht hat. Sie hat ja das Zeug in der Regel nicht gekauft. Eine gute Übersicht findet sich HIER: Allerdings: Sie hatte vier Jahre Zeit, aufzuräumen - und abgesehen von ihrer gewohnt meisterlichen Selbstinszenierung als Macherin ist eben nicht viel gekommen. Das wird sich wohl auch in den nächsten vier Jahren nicht ändern, sofern sie solange überhaupt noch bleibt.

G36 - wenn ich mich recht entsinne war es Frau von der Leyen, die das alte G36 zuerst als völlig problemlos darstellen wollte. HIER mal ein Artikel dazu. Trotz vorhandener interner Berichte, dass es einfach nicht mehr zeitgemäß ist und den veränderten Anforderungen der Bundeswehr nicht mehr genügt. Erst nachdem es in der Öffentlichkeit nicht mehr gut aussah, hat sie versucht sich als Heilsbringerin in dieser Sache zu inszenieren. Von daher ist es zwar schön, dass es dann mal was Neues gibt - aber ist ihr das jetzt wirklich als Erfolg anzurechnen?

Genauso sehe ich es mit dem "Haltungsproblem" der Truppe. Es mag sein, dass man da jetzt sensibler ist. Aber ist das wirklich ihr Verdienst? War sie es nicht, die sich beispielsweise in einem Fallnicht mal an die eigenen Regeln gehalten und die Gleichstellungsbeauftragte einfach ignoriert hat? Beeindruckend für eine Frau, die stets auf andere zeigt und wo andererorts dann auch schon Köpfe rollen. Bei ihr ist es jedoch scheinbar ok. Ein Versehen halt. Na dann... Und viele Dinge, die Frau von der Leyen zum Besten gegeben hat, um das Haltungsproblem presseseitig auszuschlachten, waren nachweislich unbewiesene Fakten, die sich später als haltlos erwiesen haben. Ein Journalist nannte es mal "das bereits bekannte System von von der Leyen",bei dem ihre Leute sie gerne als die Heilsbringerin inszenieren, ganz gleich was später dann dabei rauskommt. Einer der Artikel, die ihr Standard-Vorgehen beleuchten, findet sich HIER.

Wenn du die Erfahrung gemacht hast, dass die Bundeswehr dadurch sensibler geworden ist, mag das positiv sein - aber ist das ihr Verdienst? Btw, ich weiß auch nicht ob deine Erfahrung so einfach auf die Truppe zu übertragen ist. Ein Freund meines Sohnes ist beispielsweise vor nicht so langer Zeit der Bundeswehr beigetreten - und hat da ganz andere Erfahrungen gemacht.

Dann noch abschließend die Marine-Sache: Gerade in dem Punkt gab es doch harsche Kritik an von der Leyen, da sie entgegen ihren großen Reformplänen das Beschaffungsamt umgehen und völlig veraltete, gebrauchte Pötte kaufen wollte. Schmuh, mit anderen Worten. HIER ein Artikel dazu.

Ursula von der Leyen mag nicht das Gelbe vom Ei sein, aber immerhin besser als ihre drei Vorgänger. Ich würde ihr gerne noch weitere 4 Jahre geben, um auch die Ergebnisse ihrer Taten auswerten zu können.

Wie man merkt, bin ich da eher skeptisch. Mir reicht die Dame, die bisher auf jedem Ministerposten gleich vorgegangen ist: Selbstinszenierung bis der Arzt kommt, frei nach dem Motto: Wen interessiert es denn, wenn das hinterher nicht funktioniert. Da bin ich längst weg. Und auch wenn ich sie persönlich nicht leiden kann und nichts von ihr halte - PR hat sie drauf wie kaum eine Zweite aus dem politischen Lager. Wenn das Kartenhaus zusammenfällt, ist sie längst weg. Und sie hat offenbar auch keine Skrupel, dafür Soldaten zu opfern, sofern es sie nur nach Brüssel bringt.

Und was die weiteren vier Jahre angeht - die Nato will sie ja bereits in 2 Jahren - von daher wird das vermutlich nichts.

Sim Russ

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Wohnort: Berlin

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12

24.02.2018, 00:31

Auch wenn ich die laufende Diskussion sehr faszinierend finde, driftet sie doch schon etwas in andere Bereiche ab, die nicht in Trumps Kompetenzen fallen :D

Nur mal so ein Wink ;)

Projekt G89

C.R.A.S.H. Corps - Marine Corps

Wohnort: Alfter

Titel: ***

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13

24.02.2018, 00:59

Auch wenn ich die laufende Diskussion sehr faszinierend finde, driftet sie doch schon etwas in andere Bereiche ab, die nicht in Trumps Kompetenzen fallen :D

Nur mal so ein Wink ;)
Achwas so wie ich das hier Grad beobachte sind irgendwie alle Politiker trumps nur mit anderen namen die mit ihren veralteten Vorstellungen von Politik nur sich selber in die Tasche spielen ... wenn mal was kurzzeitig positives dabei rauskommt dann liegt das eher dran das es einfach nicht mehr tiefer geht.

Aber Hauptsache die Rente der Politiker stimmt.

Aber ja es geht hier ja eigentlich um trumps Inkompetenz.

Übrigens auch eine ehrlose Frechheit und Verrat sowohl an Deutschland als auch an die Soldaten von Deutschland war die Umbenennung der Kasernen

Egal wie dunkel die Geschichte ist sowas macht man nicht.

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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14

24.02.2018, 02:05


Übrigens auch eine ehrlose Frechheit und Verrat sowohl an Deutschland als auch an die Soldaten von Deutschland war die Umbenennung der Kasernen

Egal wie dunkel die Geschichte ist sowas macht man nicht.


Muss man finde ich je nach Einzelfall entscheiden. Ich echauffire mich jetzt nicht wegen Umbenennungen von "Rommel-Kasernen". Das kann ich sogar verstehen.
In Afrika gab es keinen Kommissar-Befehl und der gleichen, aber Rommel ist meiner Meinung auch überbewertet. Ein hervorragender Divisions-Kommandeur in Frankreich, aber bei Tobruk z.b. hat er auch viele Männer mehr oder minder sinnlos verheizt und wenn er bis Palästina vorstoßen hätte können, wäre das auch in einem Gemetzel für Zivilisten geendet. Wohl nicht durch seine eigenen Befehle, aber dennoch durch ihn ermöglicht.

Anders sieht es da aus meiner Sicht mit Umbenennungen von Kasernen aus, die von Leuten wie z.b. Hans-Joachim Marseille ihren Namen haben. Flieger-Asse usw.
Sowas finde ich albern und fehlgeleitet. Es gibt keinen vernünftigen Grund warum unsere Armee keine eigene Identität entwickeln oder behalten dürfen sollte, wie es durch verdiente Soldaten vergangener Kriege ermöglicht wird.
Ja klar, fast jeder höhere Generalsrang-Inhaber hatte irgendwie Dreck am Stecken im WW2, aber Leute in unteren und mittleren Rängen haben teilweise unglaublich beeindruckende Leistungen gebracht. Dass es im Endeffekt für ein boshaftes Regime war, macht diese soldatischen Tugenden aber nicht geringer.

Mongolen dürfen sich ein riesiges Dschingis Khan Denkmal in die Hauptstadt pflanzen, aber wenn man in Schland selbst den einfachsten Soldaten ehren will, ist man gleich der Buh-Mann ...give me a break.

@Offtopic: Vielleicht sollte man den Thread einfach in den "Politik-Thread" oder so umbenennen ;)

Projekt G89

C.R.A.S.H. Corps - Marine Corps

Wohnort: Alfter

Titel: ***

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15

24.02.2018, 02:59

---- Aufgrund von zuviel Politik vom eigenen Nutzer Editiert ----

Aber die einigen die das hier lesen konnten denkt mal lieber mehr über den Hintergrund nach was hinter dem Text stand. Nicht darüber in welchem Ton dieser geschrieben wurde.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Projekt G89« (24.02.2018, 13:08)


Taya

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Titel: Miss Facepalm

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16

24.02.2018, 08:44

Will ja nicht auch noch zu sehr offtopic werden und das zu sehr auseinanderpflücken, aber Mann, Mann... steht da ein Haufen Scheiße in deinem letzten Posting, PG. Man mag die Umbenennung der Kasernen doof finden, aber von einem "tiefen Verrat am eigenen Land" zu sprechen, um eine Ministerin "ins dunkelste Loch zu werfen", finde ich nicht nur krank und überzogen, sondern auch sehr bedenklich. Du solltest dringend mal einen Gang zurückschalten.

Auch bin ich darüber erschrocken, wie du denkst, dass Deutschland mit seiner Vergangenheit umgeht. Auf der einen Seite denkst du, dass hier alles ignoriert und zensiert wird und man deswegen die Vergangenheit leugnet. Das ist einfach nicht wahr, in einem Großteil von Deutschland ist die Aufarbeitung der Geschichte sehr wohl sehr ausführlich und allgemein ist man sehr sensibel, was diese Themen angeht (zu sensibel vielleicht manchmal, aber besser so, als andersherum).

Auf der anderen Seite willst du, dass Deutschland möglichst schnell mit seiner Vergangenheit abschließt (wie die tollen Polen, ja, DIE haben vielleicht grad ne tolle Regierung...). Ich darf dir mal sagen, dass DAS eher zu einer Wiederholung der Vergangenheit führt, wenn man nämlich aufhört, sich damit zu beschäftigen. Nicht das Verbieten von Symbolen und Insignien aus dem 3. Reich, warum man das tut, ist doch klar! Echt, du hast wohl den Schuss nicht gehört, ich bin geschichtlich sicherlich sehr unterdurchschnittlich gebildet und nicht mal Deutsche, aber wenn ich sowas lese, explodiert mir echt der Eierstock, Mann, Mann.


Kara

Stellv. Gildenleitung

Titel: RP-Queen

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17

24.02.2018, 11:47

Diese Diskussion steht unter Bebobachtung. Mäßigt Euren Ton und versucht bitte mit euren politischen Ansichten im Rahmen zu bleiben. Wir wollen keine extremen oder extremistischen Äußerungen, persönliche Beleidigungen sind ebenfalls tabu. Danke.

Tangalur

Mitglied der Gemeinschaft

Wohnort: Ravensburg

Titel: Der Erbsenzähler

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18

24.02.2018, 12:15

genau, und geht in meinem Thread nicht Offtopic! Kara's Thread... Egal, fühlt sich an wie mein Thread!

Projekt G89

C.R.A.S.H. Corps - Marine Corps

Wohnort: Alfter

Titel: ***

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19

24.02.2018, 12:58

Von mir aus löscht meinen Post auch wieder.

Aber noch macht eher die Situation auf die sich nicht nur Deutschland sondern die Welt zu steuert sauer.

Und abschließen heißt nicht grundlegend sich garnicht mehr darauf einzugehen.
Aber wenn man mit einem Thema wie diesem abgeschlossen hat, kann man sich um einiges besser darüber unterhalten und diskutieren. Ohne gleich Panik darüber zu haben irgendwas falsches zu sagen und dafür auseinander genommen zu werden.

Wie es hier ja wieder ein gutes Beispiel ist.

Ich trage mein Herz nunmal auf der Zunge. Was meist der Grund ist das ich mich von solchen Themen fernhalte. Weil was man liest einfach immer mehr sauer aufstößt.

Aber ich werd mich auf weiteres von Politik Teil fernhalten

Gnacko

Mitglied der Gemeinschaft

Titel: Der philosophische Shit-Poster

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20

24.02.2018, 13:20

Die goldene Mitte zu finden, wenn es um Andenken und Ehrung der Vergangenheit im Gegensatz zur kritischen Auseinandersetzung mit selbiger geht, ist wie immer das schwerste. Über Ausdrucksweise kann man streiten, aber G89 hat mit ein paar Sachen nicht völlig unrecht. Ich würdes es allerdings auch keinen Verrat nennen, eher Geschichtsvergessenheit. Das ist etwas anderes.
Wenn in Fluren von Kasernen harmlose Bilder aus vergangenen Kriegen abgehängt werden müssen, ist das einfach peinlich und albern.

Letztens hat mein Onkel eine Kriegsurkunde aus dem WW1 seines Opas, also meines Uropas gefunden, eingerahmt und in seinen Flur gehängt. Seine Stationen im Krieg, Verleihung des EK 2 und Entlassungsdatum. Aus meiner Sicht nicht nur interessant (ich wusste über ihn vorher sehr wenig), sondern doch auch völlig harmlos. Dennoch haben sich wohl mehrere Bekannte und sogar Verwandte bei meinem Onkel lauthals beschwert, was das solle, als sie das sahen

...Äh bitte was?

Dies ist nur ein Beispiel für den oft zu beobachtenden Zeitgeist.
Es herrschen zu oft nur die Extreme vor, Schwarz und Weiß.

Es gibt natürlich auch die, die alles von damals relativieren, positiv bewerten und dergleichen. Die Bombadierung von Dresden z.b. wird völlig unverhältnismäßig hervorgehoben als Anzeichen dafür dass die Alliierten ja (auch) böse gewesen seien und mit Hiroshima gleichgestellt oder Völkermord genannt, was natürlich Unsinn ist.

Die Grautöne zu treffen in diesem Spektrum der verschiedenen Arten der Erinnerung ist schwer und gelingt oft nicht, aber dennoch sollte man unaufgeregt versuchen genau das anzustreben. Und wir bekommen es in Deutschland insgesamt manchmal auch besser hin als in vielen anderen Ländern, die z.b. alles unter den Tisch kehren aus einer unangenehmen Vergangenheit. Siehe Japan z.b.

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