Unstimmigkeit im neuen Star Trek Film entdeckt ?

  • Hallo Fleet!


    Als ich mir eben mal wieder den neusten StarTrek-Film angeschaut habe, kam mir der Gedanke, dass der ganze Temporäre-Kram eigentlich so nie hätte stattfinden können, denn sie wären eigentlich verhindert worden.
    In der neusten StarTrek Enterprise-Serie dreht sich ja einiges um diesen Temporären-Krieg. Dort gibt es doch diese Organisation, die versucht alle Eingriffe aus der Zukunft auf die Zeitlinie zu verhindern. Warum schritt die nicht ein, als Nero zurück mit seinem SchlachtSchiff-Frachter in der Zeit gereist ist um Vulcan zu Vulkanisieren ? Diese Organisation hätte, wenn man bedenkt wie oft sie in der Serie eingegriffen hat, so etwas doch niemals zugelassen, was so bedeutsam die Zeitline verändert hat.


    Was sagt ihr dazu ?

  • Uuuuh, McKinley, nimms mir nicht übel, aber mein Bedarf an Diskussionen über diesen Film ist mehr als gedeckt, und ich glaube, ich bin nicht die einzige. Wenn du unsere Meinung zu diesem Thema wissen willst, dann solltest du mal in diesen Thread schauen. Fazit: Zur Unterhaltung ganz gut, aber als Star Trek Film gar nicht zu gebrauchen, auch wenn manche Charaktere ganz gut umgesetzt wurden.


    Ansonsten steckt der Film voller Unstimmigkeiten, da braucht man gar nicht drüber zu diskutieren, der von Dir genannte Punkt ist allerdings anders gelöst worden: In dem Film geht man von der (wissenschaftlich tatsächlich anerkannteren) Quantentheorie aus, die besagt, das durch Reisen in der Zeit die eigene Zeitlinie nicht verändert wird, sondern eine neue geschaffen wird. Deshalb existiert in STO, welches in der ursprünglichen Zeitlinie spielt, auch Vulcan noch. Wenn ich mich zu diesem Thema mal selbst zitieren darf, da ich das nicht das erste mal erkläre:



    Nach dieser Theorie würde natürlich so eine von Dir beschriebene Organisation keinen Sinn machen (ich habe ENT nie gesehen), aber auch diese Serie fällt im allgemeinen Star Trek Gefüge etwas aus dem Rahmen.

  • Also erstmal bin ich auch nicht davon begeistert, dass der Star Trek History-Resetknopf gedrückt wurde und die komplette Geschichte seit Kirks Geburt neu geschrieben werden muss, wegen der neuen Zeitlinie halt.


    Warum diese temporäre Organisation nicht eingegriffen hat? K.a., ich weiss auch nicht wieso es sie überhaupt gibt, bzw. warum sie glaubt temporäre Eingriffe rückgängig machen zu können.


    So wie ich das verstehe und wie es Kara schon beschrieben hat gibt es wohl unzählige Paralleluniversen, wo jedesmal wenn eine Entscheidung A oder B oder C getroffen wird, ein entsprechendes Universum , bzw. eine alternative Realität entsteht.
    Belege dafür könnten die paar Folgen in Star Trek TOS und DS9 sein, wo sich 2 Paralleluniversen begegnen, wenn ihr euch erinnert.
    In TOS wurde Kirk mit dem anderen Kirk beim beamen vertauscht.
    Bei DS9 im Krieg gegen das Dominion gab es ein Paralleluniversum, wo es eine dominierende Cardassianer/Bajoraner Allianz gab ( das genaue Szenario weiss ich nicht mehr).


    Ich denke mit dem neuen Film wird der Fokus auf eine neue Zeitlinie gelegt und alles was wir bisher von Star Trek kannten, hat für diese neue Zeitlinie keine Bedeutung mehr.

  • Warum schritt die nicht ein, als Nero zurück mit seinem SchlachtSchiff-Frachter in der Zeit gereist ist um Vulcan zu Vulkanisieren ?

    Ja das wurde doch nur inszeniert, damit sie sich in weiteren Filmen nicht an irgendwelchen Vorgegebenheiten des Star Trek Universums halten müssen, sondern das sie ihren Gedanken und Spielereien freien Lauf lassen können.


    Für mich existiert Romulus noch genauso wie Vulcan, und ich erkenne diese Star Trek XI XII und was da noch an Filmen kommen wird, nicht als Star Trek Film an. Eine Enterprise die eine Feuerkraft hat die einer Galaxy Klasse gleicht. Lächerlich...


    Lg
    Pingu

  • Man geht häufig von der Spiegeluniversum These aus, bemerke ich gerade. Aber es gibt auch feinere abstufungen davon. In der TNG Folge: "Besuch von der alten Enterprise" zum Beispiel. Dort existiert die Sternenflotte und auch die vereinigte Föderation der Planeten wie man sie kennt. Bloß mit dem feinen Unterschied, dass hier die Enterprise C eben nicht massiv dazu beigetragen hat, einen Krieg zwischen Föderation und klingonischem Imperium zu verhindern, weshalb die Enterprise D dort eben ein Kriegsschiff ist und kein Monument des Friedens, für die die Galaxy Klasse ja nunmal eigentlich steht. Und ich stimme hier Christopher zu. Ich kann die "neuen" Star Trek Filme auch nicht ernsthaft anerkennen, werde mir jedoch XII ansehen. Vllt rudern sie ja da in Sachen Vulkan ein wenig zurück.
    Die Feuerkraft täuscht hier übrigens. Die neuen Phasergeschosse irritieren halt ein wenig, und es sind viel zu viele Einschlagsexplosionen zu sehen. Aber wie gesagt, da kann man Jahrelang weiter diskutieren... Bringt nur nix. Diese Zeitlinie existiert für uns ja nicht ;)

    Abwarten und Tee replizieren.


    Ich kämpf mich durchs Leben und gebe nicht auf, um dies zu verwirklichen sammle ich Wissen zu Hauf!

  • ST11 ist ein schönes Beispiel dafür, was dabei herauskommt, wenn man Leute das Drehbuch schreiben bzw. den Regiestuhl übernehmen lässt, die in ihren Gebieten vielleicht kompetent sein mögen, aber ansonsten absolut KEINE Ahnung von ST haben. Frische Ideen, neue Perspektiven ... blablabla. Der Film mag sicherlich erfolgreich im Kino gelaufen sein und ein besseres Einspielergebnis geliefert haben als Nemesis. (Was ja nebenbei bemerkt auch nicht schwer war.)


    Warum? Weil es ein Mainstream-Film ist, der in erster Linie Geld einbringen und neue Zielgruppen ansprechen soll. Es gibt die Gaffer und es gibt die Denker unter den Kinobesuchern. Die Gaffer gehen in einen Film, wenn er leichte Unterhaltung mit viel Action, Humor, Spannung und eine gute Portion Sex hat. Einer, in dem mehr Wert auf Geballer und coole Spezial-Effekte gelegt wird. Die Denker widerum sind diejenigen unter uns, die am Beispiel von ST11 die Haare raufen und sagen: "Nee, das geht jetzt gar nicht! Was soll der Scheiß? Das ist nicht Canon!" Da es im Allgemeinen leider mehr Gaffer als Denker gibt, erreicht der aktuelle ST-Film auch somit mehr Publikum.


    Sicherlich ist es schon, dass der Mythos ST weitergeht, aber zu welchem Preis? Für mich ist der aktuelle Film eher eine symbolische Leichenflädderung.


    Ich finde die Schauspieler in dem neuen Film zwar wirklich gut besetzt, aber die Handlung des Films an sich ist die reinste Katastrophe. Das Drehbuch für den nächsten ST-Film müsste von Trekkies geschrieben werden bzw. von Leuten, die wirklich etwas von ST verstehen. (Und mit Trekkies meine ich die Urgesteine, die noch den Wert von ST begriffen haben und nicht die Neuzeit-Trekkies, die glauben, das ST-Universum würde nur aus Borg, Spezies 8473 oder Jem'Hadar etc. bestehen.) Bei Letzteren wachsen mir sowieso immer schnell Reißzähne und Fell auf dem Rücken, weil mir deren Stumpfseligkeit auf den Sack geht. Was sagte so ein Honk einmal: "Star Trek ist cool. Die Laserschwerte von denen sind genial!" :monster:


    Wahrscheinlich kann man in der heutigen Zeit einfach keinen ST-Film mehr produzieren, der alle Interessen zufriedenstellt. Man muss sich entweder für den Canon der treuen Trekkies entscheiden oder eher für das Geld der zahlenden Mainstream-Gaffer. Und was da wohl überwiegen würde, ist ja klar. :puke: