Achtung, SPOILER! NICHT lesen, bevor du Endgame gesehen hast.

  • Okay, also gut... außer mir gibt es ja noch kaum jemand. Ich bin auch eigentlich noch gar nicht in der Lage, was zu schreiben.


    Was fies wird, werden die vielen Logik-Diskussionen zum Film sein. Aber das muss man wohl einfach so schlucken. Zeitreisen sind einfach eine fiese Bitch, die bekommt man nicht sauber hin.


    Diskussionspunkte für später zum merken:


    Cap

    Gamorra

  • Cooler Artikel über das Ende von Cap :)


    Noch eine Sache, die mir aufgefallen ist: Die Frau von Pym altert während ihres Exils ganz normal, für Antman sind 5 Jahre jedoch nur 5 Minuten?


    Der Film ist echt sowas von genial. Die Szenen spulen geistig immer noch weiter ab. :D

  • Achja, und noch eine Sache. Loki... der haut ja zwischendurch mit dem Tessarakt ab und versaut damit die erste Bergung des Steins. Er kommt dann nicht mehr vor - wäre es nicht klasse, wenn der es auch irgendwie in die aktuelle Zeitlinie geschafft hat, in der er ja eigentlich tot ist? :P

  • Gerade aus dem Kino raus:

    Hänge bei weitem nicht so sehr an Marvel wie viele andere hier, aber bei der "Portale"-Szene und bei Tonys Ende muss jemand Zwiebeln in der Nähe geschnitten haben, konnte mir eine Träne nicht verkneifen.

    Generell das erste Mal das ich im Kino jemand hab heulen hören oder jubeln.

    There are two hard things in computer science: cache invalidation, naming things, and off-by-one errors.


    Smart software development is avoiding as much work as possible, yet getting the job done.

  • Das es sein letzter Auftritt als Iron Man wird, war ja schon vorher klar, aber ich finde es blöd:fie:


    Bei den Portalszene musste ich ich an Starcraft 2 denken.



  • So ich hab es jetzt ENDLICH auch mal geschafft:|


    Grandios, völlig anders als ich erwartet hätte, emotional (ich hab an mehreren Stellen geheult. Teils weil es so lustig war, teils weil es so tragisch war), lustig, episch.

    Ich fand es auch verdammt gut, dass es im ersten Teil so wenig Action gab und stattdessen die Charaktere noch einmal ihre Auftritte haben konnten.

    Und das Ende war perfekt. Ein epischer Kampf mit allen Helden an einem Fleck, quasi ein Schaulaufen um alle bisherigen Filme und Casts zusammen zu bringen. Wirkte so wie ein "seht her, was wir in den letzten 10 Jahren auf die Beine gestellt haben!"


    Ich glaube, besser hätte man die Infinity-Saga nicht beenden können. Und irgendwelche Probleme mit Logikfehlern sehe ich hier auch nicht. Es ist eben eine Version, die sie sich rausgesucht haben und sie ist in sich verdammt schlüssig und überzeugend.



    Nur eine Frage bleibt offen:

    @Lisa Nach Captain Marvel wolltest du die Haare von Carol wieder wachsen lassen... änderst du das jetzt wieder?:P Kurz gefällt mir das bei ihr verdammt gut.

  • Also, hier jetzt mal ein paar Gedanken zu Endgame.


    Beim Ende von Infinity War war für mich gesetzt, dass im nächsten Avengers-Film Thanos Tat rückgängig gemacht wird. Erstens weils nunmal Superheldenfilme sind und da eh immer alle sterben und trotzdem nicht tot sind oder wiederauferstehen. Zweitens, weil das grosse Massensterben am Schluss (vor allem auch all der neu eingeführten jungen Helden) kein würdiges Ende für die jeweiligen Charaktere war, das passte einfach überhaupt nicht als endgültiger Abschluss. Daher haben mich bei Infinity War all die Tode auch nicht berührt, es war eh klar, dass sie nicht von Dauer sein werden.


    Die interessante Frage lautete: Wie wird die Tat rückgängig gemacht?

    Infinity War selbst hat ein zwei Hinweise beinhaltet. Strange tauscht den Zeitstein gegen das Leben von Tony Stark ein, nachdem er Millionen von Zukünften ergründet hat. Ergo, Tony Stark ist für den Endsieg entscheidend. Der Zeitstein selbst ermöglicht ja schon das Spiel mit Zeitreisen, auch wenn momentan Thanos ihn hat. Thanos wird als jemand dargestellt, der so handelt wie er es tut, weil er glaubt, es sei das Richtige. Er will sich selbst nicht bereichern oder zu einem Gott werden wie es z. B. Loki von ihm behauptet. Doch schlussendlich ist der Preis so hoch, unfassbar hoch - nicht für das Universum, sondern für ihn selbst - dass Thanos tatsächlich Reue empfindet.

    Auch bei Ant-Man and the Wasp gibt es Hinweise zu Zeitreisen.

    Captain Marvel ist überaus mächtig und scheint eine Art letzte Hoffnung darzustellen.


    Aus diesen aus den Filmen gewonnenen Fakten ergaben sich für mich zwei Theorien.

    - Mit Hilfe von Ant-Man gibt es Zeitreisen im Mikrouniversum und die überlebenden Avengers schaffen es so irgendwie, Thanos aufzuhalten, bevor er mit den Fingern schnippt.

    - Nach genug Bedenkzeit auf seiner Farm (und möglichen Überzeugungsversuchen der überlebenden Avengers) kommt Thanos selbst zu dem Entschluss, dass er mit seinen Taten nicht leben kann. Auch hier folgt irgend eine Zeitmanipulation (vielleicht reist er selbst zurück und hält sein jüngeres Ich zusammen mit den Avengers auf, ein erneutes Fingerschnippen macht alles einfach ungeschehen...)

    Wie genau Tony Stark und Captain Marvel schlussendlich in die Lösung verstrickt sein werden, wollte ich mir dann doch nicht weiter überlegen.


    Ich war also einerseits gespannt, wie alles ablaufen würde, und andererseits, ob ich mit einer meiner Theorien recht hatte.


    Durch den doch recht schnellen und überraschenden Tod Thanos wurde die Theorie von seiner Reue ausgeschlossen, übrig blieb also Ant-Man und die Zeitreise im Mikrouniversum. Insgesamt war das auch die Variante, mit der ich gerechnet hatte, auch wenn ich die andere viel spannender gefunden hätte.


    Soweit zu meinen Theorien und Überlegungen im Voraus.

    Nun noch zum Film selbst.


    Endgame gliedere ich grob in 3 Teile.

    Der erste Teil, wo man die geschlagenen Helden ihr Leben fristen sieht, war für mich einfach nur langweilig. Ja, es gab zwei drei Überraschungen (Thanos Tod, Thor ^^), aber ich hab nach einiger Zeit echt überlegt, wenn das noch lange so weiter geht, geh ich raus. War klar, dass es irgendwann ändert, aber nur schon, dass mir dieser Gedanke durch den Kopf ging, dürfte zeigen, was ich von dem Teil gehalten habe.

    Die kurze Überleitung zum mittleren Teil, wo die Zeitreisepläne geschmiedet und alle eingesammelt werden, war genau das, eine kurze Überleitung. Eigentlich ok, hier hat mich aber wie schon bei Iron Man 2 gestört, dass Tony einfach mal so kurz ein als erst grad noch als unlösbar beschriebenes Problem löst (Iron Man 2 die Erschaffung des neuen Elements, damit er sich selbst nicht weiter vergiftet, hier die Zeitreise).

    Im mittleren Teil fand ich es sehr spannend, was den einzelnen Teams bei ihren Zeitreisen passiert und wie sie sich teilweise mit ihren Taten in der Vergangenheit auseinander setzen müssen. Die Liftszene von Cap war genial, der ganze Kinosaal denkt sich so, das haben wir schonmal gesehen, gleich gibts zum zweiten Mal Rumble in the Lift und dann Cap ganz cool: "Heil Hydra." Genial. ^^ Extrem spannend war auch, wen es nun schlussendlich erwischen würde, Black Widow oder Clint. Sehr traurig natürlich, aber spannend.

    Der letzte Teil war dann wie nicht anders zu erwarten die finale, bombastische Endschlacht. Die Portalszene war wirklich gänsehautmässig. Es war auch cool, all die Charaktere in der Schlacht zu sehen. Allerdings gefallen mir persönlich halt epische Zweikämpfe besser als diese riesigen Schlachtfeste, daher wars zwar gut gemacht, aber mir wäre weniger lieber gewesen. Ich fand da beispielsweise die Kämpfe zwischen Thanos Favoriten und den jeweiligen Avengers in Infinity War spannender (nicht bei der dortigen Endschlacht, sondern während der Jagd nach den Infinitysteinen).

    Dass sich Tony schlussendlich opfern würde/müsste, hat sich schon länger abgezeichnet. Dennoch toll gemacht und ein würdiges Ende für Iron Man. So hat es mich auch wirklich berührt im Gegensatz zum Infinity War Massensterben.


    Insgesamt ein guter Film mit einigen überraschenden Ideen und dem absehbaren Ende.

    Auf die ganze Zeitreiselogik geh ich nicht weiter ein und aktzeptiere einfach, wie es im Film funktioniert.


    Zum Abschluss noch eine kleine Frage oder ein Aufruf.

    Ich glaube, ich habe bei der grossen Endschlacht einen Fehler gesehen, eine falsche zeitliche Abfolge von Szenen. Ant-Man und Wasp versuchen ja, die Zeitmaschine im Van zu starten. Sie sind beide im Van. Dann wechselt die Szene wieder nach draussen zu den Kämpfen und während einer der Helden im Vordergrund gezeigt wird, glaube ich ganz kurz im Hintergrund den riesigen Ant-Man gesehen zu haben, wie er gegen einen der halbmechanischen Drachen Thanos kämpft. Doch eigentlich sitzt er ja mit Wasp im Van...

    Ist das auch jemandem aufgefallen? Hab ichs falsch gesehen? Geht jemand nochmals ins Kino und könnte darauf achten? ;)

  • Ausführlichste Film-Rezension, die ich bisher gelesen habe :D


    Insgesamt nicht viel hinzuzufügen, auch wenn ich mich wohl besser drauf einlassen und überraschen lassen konnte. Was ich aber ganz anders empfunden habe, war der erste Teil. Ich fand ihn super und auch nicht zu lang, im Gegenteil. Der gab dem Film eine emotionale und charakterliche Tiefe, die ich überhaupt nicht als langweilig empfunden habe. Hätte ihn nicht anders haben wollen.


    Zu deiner Frage: nö, ist mir nicht aufgefallen, aber ich werde ihn mir sofort holen, wenn er rauskommt und spätestens dann drauf achten ;)

  • Ich hab heute Nacht halb 3 den Film bei Amazon vorbestellt:D


    Ich fand den ersten Teil auch verdammt gut und war überrascht, als dann Pause war. Das kam mir vor wie 20 Minuten, das war kein Stück langweilig für mich:)

  • Ja ich weiss auch nicht, ich bin ja eigentlich sehr für gute Charakterentwicklung und so, hier hats mir aber irgendwie einfach nicht gepasst...

    War vielleicht auch einfach beim ersten Mal schauen und später störts mich dann nicht mehr so, mal schaun.

  • War da nu eben auch drin. Kurzum: Ich fand den Vorgänger um Längen besser. Diesen hier leider ein klein wenig enttäuschend.

    Betonung liegt auf "ein klein wenig". Hab schon wesentlich schlechtere im Kino gesehen ;-)


    Irgendwie war der Spannungsbogen nicht optimal. Wie Tuan schon treffen beschrieb, war es gerade am Anfang relativ langatmig.

    Hinzu kommt, dass sich der Film an manchen Punkten selbst zu früh gespoilert hat. Thanos hat relativ früh gewusst was passieren wird und somit war dem Zuschauer auch klar, dass er da am Ende noch mächtig reingrätschen wird.

    Spätestens bei der Begegnung zwischen Tony und seinem Vater war auch klar, dass er sich opfern wird...


    Thor fand ich leider zu albern, es passte weder zum Charakter noch zum Schauspieler. Paul Rudd hingegen fand ich klasse. Die Nacho-Szene war simple aber er spielt das wirklich perfekt. Wo wir bei einem kleinen Filmfehler wären: als sein Nacho beim ersten Mal weggeweht wurde, war dieser nur noch halb so groß, in der Szene danach war er wieder ganz ;-)


    Die Portale und das Auftauchen der ganzen Helden war episch, wurde aber größtenteils von Black Panther und seiner Armee getragen.

    Masse + Schlachtruf = Gänsehaut.

    Den Auftritt von Captain Marvel fand ich im gesamten Film hingegen etwas enttäuschend. Sie wurde im Film zuvor so groß aufgebaut, um was zu können? Sie hält eine Kopfnuss von Thanos aus ^^. Ach ja, und sie kann durch Raumschiffe fliegen. Da hätte ich mir etwas mehr Integration gewünscht. Irgendwie hatte man das Gefühl auch bei dem ein oder anderem zu Staub zerfallenen und wieder auferstandenen Helden, das hätte aber bei weitem die Zeit gesprengt.


    PS: Hat Rogers sich selbst die Freundin ausgespannt? :/