SARS-CoV-2 / COVID-19 oder einfach das Coronavirus - die größte globale Herausforderung dieses Jahrhunderts

  • ... zumindest bisher.


    Ich würde gerne bei euch mal ein paar Erhebungen machen, wenn ihr nichts dagegen habt. Ich mach mal ne nummerierte Liste, damit ihr es beim Antworten einfacher habt, aber hier darf gerne auch diskutiert, und nicht nur einsilbig geantwortet werden.


    1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hyterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?


    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?


    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?


    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?


    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?


    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?


    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?

  • Uhm... spräche was dagegen dir persönlich per PM die Antworten zukommen zu lassen, oder möchtest du hier für alle im Forum ein offen einsehbares Schaubild (Antworten von jeden sind hier einsehbar) zu deiner Umfrage festhalten?


    Edit:

    Der Teil ist übrigens auch für alle nicht Foren-Nutzer lesbar.

  • Öhm... also klar kannst du mir auch ne PM schreiben. Mir war nicht bewusst, dass dies ein privates oder persönliches Thema ist, die Medien sind voll davon, man redet kaum noch über was anderes und es ist weder scham- noch tabubehaftet. Im Gegenteil, je mehr man öffentlich darüber redet oder aufklärt, desto leichter wird es. Aber niemand wird gezwungen sich zu beteiligen ;) Und wer lieber ne PM schreiben will: bitte :)

  • 1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hyterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?

    das Jahrhundert ist ja noch jung, ich bin sicher da kommt die nächsten 80 Jahre noch was schlimmeres.


    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?

    no


    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?

    nicht wirklich


    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?

    ich schmeiße jeden aus meinem Büro der hustet, die sollen gefälligst anrufen. und ich zähle schön bis 20 beim Händewaschen ^^


    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?

    https://gisanddata.maps.arcgis…740fd40299423467b48e9ecf6


    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?

    gibts den Empfehlungen von unserer lieben Regierung oder nur die vom RKI?


    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?

    Wenn meine Lieblingsprodukte im Angebot sind, dann hab ich schon immer gehamstert :D


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?

    ja

  • 1. Ich finde den Titel deutlich übertrieben. Letzten Endes ist es nur ein Grippe-Virus, auch wenn er nach derzeitiger Faktenlage wohl 10-20x so tödlich ist wie Influenza. Aber es gibt in diesem Jahrhundert sicher weitaus kritischere Themen als ein Virus, der ein paar tausend Menschen dahinrafft. Mag vielleicht arrogant klingen, aber im Vergleich zu den Toten durch die vielen aktuellen (Klein-)Kriege ist das ein Witz;)

    Die "Hysterie" bzw. die medial toll ausgeschlachtete Panikmache ist grenzwertig. Gelungen ist die Informationspolitik des RKI und der Behörden, die sachlich bleiben und Fakten benennen.

    Ich hab auch keine Angst vor dem Virus, auch wenn die Experten mittlerweile von einer Durchseuchung ausgehen.


    2. Nein. Die Ex-Schwägerin meiner Freundin hat in ihrer Kita einen bestätigten Fall bei einem anderen Elternteil, am anderen Ende von Berlin... näher dran bin ich nicht.


    3. Jain, wir geben uns auf Arbeit nicht mehr die Hand. Aber das haben wir immer in den Grippe-Wellen vermieden und ist nicht nur durch Corona entstanden.


    4. Wie bei jeder Infektion/Grippe-Welle. Abstand halten, Hände waschen und auf Hygiene achten. Nichts besonderes durch Corona.


    5. Täglich auf diversen Nachrichtenseiten bzw. auf der Fahrt im Radio.


    6. Nur das, was im Radio vom RKI als Empfehlung kommt. Ob das vollständig ist, weiß ich nicht


    7. Nö. Bedingt durch das Haus kaufe ich jetzt aber 4 Packungen Klopapier (2 pro Bad) wenn es alle ist. Einfach mehr Platz zum Lagern^^

    Ein paar Konserven und Notrationen sollte man sowieso im Haus haben, aber bei uns reicht das für 1-2 Tage. Ich kaufe jetzt nicht den nächsten Discounter leer um die empfohlenen 10 Tage zu schaffen.


    8. Nein, aber das lässt sich bei Bedarf in 5min rausfinden

  • Generell:

    Sehe COVID-19 nur als weitere tagtägliche Gefährdung. Nichts was mir besondere Sorgen macht, aber als völlig harmlos will ich es auch nicht abtun. Wer besonders gefährdet ist, sollte vorsichtig sein. Der Rest sollte sich nicht fahrlässig verhalten. Also wie bei einer Grippewelle.




    1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hyterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?


    Ja übertrieben, sehe den Klimawandel als deutlich größere Herausforderung für dieses Jahrhundert.


    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?


    Persönlich nicht, mein Arbeitgeber hat an 2 Standorten Verdachtfälle, so dass es Reiseeinschränkungen gibt. Betrifft mich aber gerade nicht.


    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?


    Nein.


    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?


    Noch nicht, wenn es Verdachtsfälle an meinem Standort gibt weder ich aber zur Heimarbeit übergehen.

    Bin halt sonst auch nicht bei Großveranstaltungen oder so.


    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?


    Per Onlinenachrichten und Radionachrichten, die ich sowieso verfolge, bekomme ich die Updates mit.


    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?


    Kenne nichts spezielles nur das übliche Händewaschen, "Nicht-Ins-Gesicht-Fassen", Menschenmengen meiden.


    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?


    Nein.


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?


    Nein.

    There are two hard things in computer science: cache invalidation, naming things, and off-by-one errors.


    Smart software development is avoiding as much work as possible, yet getting the job done.

  • https://www.n-tv.de/panorama/D…laut-article21633361.html


  • 1. Nein, ich finde es nicht übertrieben. Und ja, ich bin besorgt. Für mich ist das Virus schon jetzt die größte globale Katastrophe, die ich erlebt habe... und ich lebe schon ne Weile ;) . Natürlich, langfristig kann sich der Klimawandel als fataler erweisen, doch ob das so ist und ob das schon in diesem Jahrhundert relevant wird, weiß man nicht. Das Virus lässt alle innerhalb kürzester Zeit Auswirkungen spüren. Definitiv global herausfordernd.


    Man sollte die Erkrankung an sich auch nicht herunterspielen. Ja, es ist tödlicher als normale Grippe und auch deutlich ansteckender, es reicht eine viel kleinere Viruslast um eine Infektion hervorzurufen als bei Influenza. Aber darum geht es nicht nur. Die Herausforderung ergibt sich auch auf Grund der Reaktion aller Menschen und Staaten, egal ob übertrieben oder nicht. Und da wir über das Virus noch so wenig wissen, sind die Maßnahmen durchaus gerechtfertigt. Die Folgen werden nicht nur kranke und tote Menschen sein, sondern wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme mit sich bringen, die wir noch gar nicht abschätzen können. Von in Quarantäne sitzenden Menschen in wichtigen Berufen, die ihre Arbeit nicht ausüben können über die Absage von Veranstaltungen bis zur Abriegelung ganzer Länder. Und wir haben den Wendepunkt noch lange nicht erreicht.


    2. nein, zum Glück nicht.


    3. Ja, absolut. Vielleicht liegt das an der Großstadt, aber ich merke die Auswirkungen oft. Letzte Woche konnte ich nur unzureichend Einkäufe für meine Familie oder Eltern besorgen, weil die Regale leer waren. Meine Frau wollte am WE in die Oper - abgesagt. Ich wollte übernächste Woche mit meinem Sohn zum Fussballspiel ins Stadion - abgesagt. Sollten Schulen geschlossen werden, wird es nochmal extremer - dann ist die Frage, wie die Kinderbetreuung laufen soll.


    4. Das Übliche, was empfohlen wird. Menschenmassen meiden, distanziertes, hygienisches Verhalten, usw. Es geht mir auch gar nicht unbedingt um mich... aber wenn ich erkranke, bedeutet das nicht nur, dass meine pflegebedürftigen Eltern in Gefahr sind, sondern auch Quarantäne für meine Familie. Und das will man wirklich nicht haben.


    5. Täglich über alle Medien und meinen Arbeitgeber.


    6. ja


    7. Nein, bisher habe ich mich geweigert. Es war eher irrational, ich habe eh nicht so viel Platz zu Hause und man befeuert damit einen Teufelskreis. Selbst wenn man nicht glaubt, dass man auf Grund des Virus solche Vorräte braucht... du Leute stehen in den Läden vor leeren Regalen, sehen, dass andere Hamsterkäufe tätigen und steigen dann mit ein aus Sorge, sie bekommen nichts mehr ab. Eine Spirale, die schlimm enden kann.


    Langsam setzt sich allerdings der Gedanke fest, was passiert, wenn die Durchseuchung weiter voranschreitet und dann so viele Leute erkrankt und/oder in Quarantäne sind, dass die Versorgungsketten nicht mehr aufrecht erhalten werden können. Insofern wäre ein kleiner Vorrat wohl doch nicht so ganz verkehrt.


    8. ja

  • nachtrag: Posting von Tang erst jetzt gesehen. Vielen Dank dafür. Jetzt bin ich noch mehr besorgt ;) . Hoffen wir, dass es bei uns nicht so schlimm wird, wie in Italien ^^

  • 1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hyterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?


    Nein. Ich bin definitiv besorgt. Und bei manchen Kommentaren (in meinem Umfeld, nicht hier) kann ich nur den Kopf schütteln. Da wird dann gerne darüber referiert, wie überzogen das alles sei - und es beträfe ja eh nur Alte und Menschen mit Vorerkrankungen, die Wirtschaft sei sensibel. Und überhaupt, man selbst steht ja über sowas. Selbst einfachste Vorsichtsmaßnahmen wie Hände waschen werden in Frage gestellt. Das ist in meinen Augen schon Menschenverachtend. Selbst wenn es einen selbst nicht betreffen sollte - haben diese Risikogruppen kein Recht, geschützt zu werden? Hat jetzt neuerdings keiner mehr Eltern, Bekannte oder Verwandte, die davon betroffen wären?


    Meine Frau ist ja Italienerin - und dort steht die Regierung unter starkem Beschuss. Ein Großteil der Bevölkerung sieht nicht ein, warum das alles notwendig ist und ich ziehe meinen Hut vor den Verantwortlichen, die zu Schutz der Bevölkerung die Abriegelung trotzdem beschlossen haben - obwohl das sicher einem politischen Selbstmord gleichkommt.



    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?


    Ja, kürzlich. Ein Spielkamerad eines meiner Söhne aus Italien.



    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?


    In den Supermärkten stehen jetzt vor jedem Gang Dosenpaletten... die Schule für meine Kinder (sind aktuell in Italien eingeschrieben) erfolgt online. Wir schauen viel öfters auf einschlägige Seiten um uns zu informieren, Gespräche mit Familie aller Art enden oft beim Thema. Und natürlich macht man sich Gedanken um die Zukunft und was die wirtschaftlichen Folgen für einen selbst mit sicher bringen könnten.



    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?


    Ja. Viel mehr Hygiene und Vorsichtsmaßnahmen, ich gehe zu anderen Zeiten einkaufen (Abends kurz vor Schluss), ich nehme die Kinder nicht mehr mit und wir meiden aktuell Spielplätze oder andere Orte, an denen sich viele Menschen tummeln. Beruflich wird es gerade kompliziert - ich habe bereits eine Fortbildung abgesagt, da sie engen Kontant zu vielen Menschen aus ganz Deutschland voraussetzt die ich irgendwann später nachholen muss und ein Praktikum steht an... natürlich in NRW. Das versuche ich auch grad abzusagen, wie mein Arbeitgeber darauf reagiert weiß ich noch nicht.



    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?


    Einschlägige Medien, italienische Kontakte.



    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?


    Ja.



    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?


    Das kommt auf die Definition an. Wir sind im Moment einschließlich Schwiegermutter sechs Personen, da geht einiges durch. Schon wenn ich den Empfehlungen der Regierung folge (ohne Hamsterkauf) sieht es bei uns im Keller aus wie im Supermarkt. Allerdings habe ich in den letzten Wochen auch damit begonnen, ein paar Sachen einzukaufen, die ich sonst nicht kaufen würde. Halt Dinge die länger halten. Ich habe in Italien live miterlebt, wie schnell es da gehen kann und die Leute dann plötzlich vor leeren Regalen stehen. Sorry, mit Kindern kann ich mir das Risiko nicht leisten und habe daher im Verlauf der letzten zwei Wochen zumindest einen kleinen zusätzlichen Vorrat angelegt, der über die Empfehlungen hinausgeht. Ich schätze, dass ich jetzt Nahrung von ca. 1.5 bis maximal 2 Wochen habe. Von Hamsterkauf würde ich persönlich da noch nicht reden, zumal das über einen längeren Zeitraum angehäuft wurde - ein bisschen mehr ist es aber.


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?

    Nein.

  • 1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hyterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?


    Bisher nicht besorgt oder verängstigt, ob es übertrieben ist, kann ich nicht einschätzen


    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?


    nein


    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?


    bisher nein, seit gestern sind auffällig weniger Leute in den Geschäften oder beim Sport. An der Uni sind ja im Moment Ferien, drum sind da zurzeit eh kaum Leute. Wenn das so weiter geht, erwarte ich aber, das Uni-Veranstaltungen abgesagt werden. Dann bin ich gespannt, wie der Unterricht geregelt werden soll. Sportveranstaltungen werden mehr und mehr abgesagt, wahrscheinlich werde ich davon auch demnächst betroffen sein.


    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?


    nein, bin aber eh selten in Menschenmengen unterwegs


    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?


    nicht gezielt, aber mehrfach täglich über diverse Onlinemedien


    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?


    nein, würde vermuten, dass ich das Meiste eh umsetze, werde mich gleich aber informieren...


    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?


    nein


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?


    nein, gleich ja ;)

  • 1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hyterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?


    Weder, noch, Ich kanns nicht ändern und Panik hilft nicht weiter.


    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?


    Nein


    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?


    Nicht wirklich, bis auf das normale (keine Hand geben und so)


    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?


    Handschuhe bei meiner Arbeit, aber die trage ich auch so oft.


    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?


    Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt


    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?


    Die vom Robert Koch Institut ausgegebenen


    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?


    Nein


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?


    Hausarzt oder Krankenhaus, denke ich mal (natürlich vorher anrufen und nicht einfach vorbeigehen)

  • Danke für den Link, Tang, das ist sehr eindrucksvoll.


    1. Findet ihr meinen Titel, bzw. die Hysterie um das Coronavirus übertrieben? Oder seid ihr besorgt oder gar ängstlich?

    Klar, gibt es immer Leute oder Medien, wo zu viel Panik betrieben wird, aber insgesamt haben wir es mit einer ganz schlimmen, weltweiten Sache zu tun, die man nicht belächeln oder verharmlosen sollte. Vermutlich ist das für mich wegen meines Berufs deutlicher zu erkennen, aber eigentlich ist es für jeden sichtbar, der in der Lage ist, über den Tellerrand seiner Blase zu schauen. Und ja, ich bin besorgt, wegen des Virus um meine Familie, aber auch wegen der Sorglosigkeit vieler. Und dass auch zu wenig rigoros auf politischer Ebene getan wird, zumindest in Berlin. Viel zu zögerlich. Das war auch Italiens Fehler.


    2. Kenn ihr jemand, der positiv getestet wurde oder sich in häuslicher Quarantäne wegen eines Kontaktverdachts befindet?

    Patienten natürlich, aber niemanden persönlich.


    3. Hat sich euer Alltag geändert seit dem Ausbruch des Coronavirus?

    Auf jeden Fall. Privat muss ich mehr für meine Eltern tun, um ihnen zu ermöglichen zu Hause zu bleiben, leere Supermärkte, abgesagte Vorstellungen, aber vor im Arbeitsalltag. Kämpfen gegen Unwissenheit, Sorglosigkeit, übertriebene Panik und Diebstahl. Vor einigen Tagen sind aus dem Lagerschrank einer Station bei uns alle Flaschen mit Desinfektionsmittel und alle Pakete mit Mundschutz gestohlen worden. Wir sind ein Krankenhaus, verdammt, wir brauchen das! Wenn unser Personal erkrankt, ist niemand mehr da, der sich um die anderen Fälle kümmern kann.


    4. Unternehmt ihr irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, um eine Ansteckung möglichst zu vermeiden?

    Die üblichen schon genannten, ich versuche mich von Menschenmengen fernzuhalten.


    5. Wo und wie oft informiert ihr euch über die aktuelle Sachlage?

    Krankenhausintern erfahren wir vieles zuerst, sonst RKI und WHO. Taya, ihr habt gerade COVID-19 zur Pandemie erklärt, nicht wahr? Schon ein krasses Statement. Was war die letzte richtige Pandemie? Die Pest?


    Für die Ausbreitung in Deutschland ist die Seite ganz gut:

    https://experience.arcgis.com/…4c454480e823b17327b2bf1d4


    Bin mal gespannt, wie lange unsere Sterberate noch so niedrig ist. Das ist wirklich seltsam… einerseits ein großes Glück, andererseits wiegt das zu viele Leute in Sicherheit.


    6. Kennt ihr die nationalen Empfehlungen und Richtlinien zur Verhaltensanpassung?

    klar.


    7. Beteiligt ihr euch an sogenannten "Hamsterkäufen"?

    ähm… nein, bisher nicht.


    8. Wisst ihr, wo eure nächste Anlaufstelle für einen Testabstrich ist, falls ein Verdacht bestehen sollte?

    Ja, zum Beispiel in unserer Klinik.

  • Da ist die Frage was "richtig" definiert. Seit der Spanischen Grippe scheint es laut WHO schon 3 Grippe Pandemien gegeben zu haben.

    Zitat

    Since 1918 three influenza pandemics have occurred - in 1957, 1968 and 2009 (H1N1)

    https://www.who.int/news-room/…-about-pandemic-influenza

    Pandemie beschreibt ja nur die Verbreitung nicht die Schwere einer Krankheit.

    Aber COVID-19 könnte die gefährlichste Pandemie seit der spanischen Grippe sein. (Persönliche Meinung, habe dazu keine Quellen)

    Auch ganz interessant: https://www.heise.de/newsticke…False-Number-4679338.html


    Trotzdem würde ich behaupten, dass es eine Hysterie um COVID-19 gibt wegen solcher Aktionen:

    Vor einigen Tagen sind aus dem Lagerschrank einer Station bei uns alle Flaschen mit Desinfektionsmittel und alle Pakete mit Mundschutz gestohlen worden. Wir sind ein Krankenhaus, verdammt, wir brauchen das!

    Das Zeug ist auch ohne COVID-19 Ausbruch in einem Krankenhaus wichtig.



    Nebenbei:

    Beruflich wurde bei mir übrigens eine interne "Großveranstaltung" verdigitalisiert.

    There are two hard things in computer science: cache invalidation, naming things, and off-by-one errors.


    Smart software development is avoiding as much work as possible, yet getting the job done.

  • Danke für den Link Tang, obwohl ich den doch sehr reisserisch geschrieben finde.


    Fakt ist:


    In China, China wurde aufgrund der Tatsache gewählt da es da einfach am meisten Erkrankte gibt, sind laut Studien die bisher vorliegen (kann sich ja stündlich ändern) bisher ca. 80% der Erkrankungen milde bis moderat verlaufen, bei mehr als 55.000 Erkrankungen. 14% verliefen schwer aber nicht lebensbedrohlich und in 6% der Fälle waren die Pat. kritisch bis lebensbedrohlich erkrankt.


    Ausserhalb Chinas deutet der Verlauf darauf hin, dass die Erkrankung in mehr als 80% der Fälle milde verläuft.


    Ca. 78% der Fälle sind in einem Alter von 30 - 69 Jahren beschrieben die unter 20 Jährigen mit ca. 2,4%.


    Die Risikogruppen für schwere Verläufe sind:


    - Ältere Personen (Risiko für einen schweren Verlauf steigt stetig ab einem Alter von 50 - 60 Jahren)

    - Raucher

    - Personen mit bestimmten Vorerkrankungen: Herz, Lunge, chron. Lebererkrankungen, Diabetes, Krebs, geschwächtes Immunsystem (immunsupressierte Pat.)


    Das sind erstmal die Fakten.


    Und wenn man das nüchtern betrachtet ist der Verlauf weit weniger schlimm als medial oft verbreitet wird. Und diese Pat. sind und waren, auch immer bei "normalen" Infekten stärker gefährdet.


    Das Problem und das wird auch öffentlich kommuniziert, ist das rasche auftreten sehr vieler Pat. innerhalb kürzester Zeit. Wenn das passiert gibt es einfach nicht genügend Kapazitäten um alle bestmöglich zu versorgen. Dazu reicht aber auch eine Welle der "normalen" Grippe schon aus. Dieser Fall muss verhindert werden! Jeder Beatmungsplatz den man hat ist auch ohne Corona schon Gold Wert. Man muss mittlerweile schon echt suchen wenn man für "normale" Pat. einen Beatmungsplatz braucht, wenn man nicht gerade in einer Stadt wie Berlin wohnt! Auch ohne Corona.


    Und ja damit sage ich wir sind auf Corona so überhaupt nicht vorbereitet! Man muss sich aber auch vor Augen führen dass es Erkrankungen gibt die wirklich gefährlicher sind als Corona, die Masern z.B. und da gehen die Menschen auf die Straße weil sie sich nicht impfen lassen wollen! Das ist schizophren!


    Nur mal so als Denkanstoß!

    Fortschritt ist wie eine Herde Schweine. Es hat etwas gutes, doch muss man sich nicht wundern, wenn alles voller Scheisse ist. - Zoltan Chivay


    Die Gesellschaft hat aus mir das gemacht, was ich bin.

    4 Mal editiert, zuletzt von Lun'Dario ()

  • Hm. Also, das würde ich so nicht ohne Weiteres unterschreiben.


    Die Zahlen aus China als Fakten zu bezeichnen, halte ich beispielsweise für sehr leichtfertig wenn man bedenkt, woher sie stammen. Die Welt arbeitet mit den Zahlen - weil sie halt nichts anderes hat. Die chinesische Regierung hat wie bei allen negativen Dingen von Anfang an darauf gesetzt, sämtliche Informationen zu verschleiern, bis es nicht mehr ging. Und selbst dann haben sie auf die übliche Salami-Taktik gesetzt. Kontrollen durch ausländische Beobachter gibt es nicht, immer wieder leaken Fotos von Orten, wo sich die Leichensäcke türmen. Das ist ja auch nicht überraschend. Das größte Ziel der kommunistischen Staatsführung ist es stets die eigene Bevölkerung zu beschwichtigen und die wirtschaftlichen Auswirkungen so weit es geht auf ein Minimum zu reduzieren.


    Trotzdem haben sie dann über Monate alles abgeriegelt, ihre Industrie komplett lahm gelegt - wieso? China ist nicht gerade für seine Fürsorge gegenüber seinen Bürgern bekannt. Hier darf man also zumindest wohl anzweifeln, dass es sich tatsächlich größtenteils nur um eine milde Krankheit handelt - denn in China gibt es keine unabhängigen Medien, welche die Krankheit hätten aufbauschen können so dass die Regierung unter Zugzwang steht. Stattdessen gibt es aber durchaus immer wieder Berichte aus den Zonen, die die Situation als viel schlimmer beschreiben als angegeben.


    Unabhängig davon können "Fakten" aber auch verschieden gedeutet werden. Das wird gerade in Italien im Moment sehr deutlich.


    Ja, die Sterberate ist (noch) relativ gering, doch die Tendenz ist steigend. Und das sind nicht nur Alte und Vorbelastete.


    Das Problem ist, dass viele Fälle, die in die Statistik dann später als unbedenklich und geheilt einfließen, trotzdem vorher ins Krankenhaus mussten weil sie nicht mehr atmen konnten. Sie müssen dann für eine gewisse Zeit dort versorgt werden. Die Leute werden dann dadurch geheilt, wieder einer weniger der gestorben ist. Ohne Behandlung wäre das jedoch anders gelaufen.


    Das funktioniert auch nur solange (wie du ja auch angemerkt hast), wie freie Plätze und völlig überarbeitetes Personal zur Verfügung stehen. In dem Moment, wo zu viele Infizierte auf einmal aufschlagen, wird auch die Sterberate steigen - und das ist es ja auch, was alle in Italien zurzeit fürchten. Letzten Endes ist der allseits oft als leicht bezeichnete Krankheitsverlauf (den es durchaus auch gibt, gerade bei Kindern) aber eben offenbar nur in der Statistik die Norm. Zahlreiche Berichte aus den betroffenen Gebieten wie der, den Tang gelinked hat, lassen das vermuten. Wer Rai 1 empfangen kann und italienisch versteht, kann da zurzeit auch einige Live-Schaltungen zu Ärzten sehen, die in dasselbe Horn blasen.


    Was Deutschland betrifft: Wir haben bisher Glück gehabt. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Familien in Deutschland nicht so eng zusammenleben wie die in Italien. Das muss jedoch nicht heißen, dass die Krankheit sich hier nicht auch groß ausbreiten kann - gerade wenn wir weiter so fahrlässig sind und wir uns weiterhin in größeren Menschenmassen aufhalten und selbst die simpelsten Hygiene-Vorschriften als übertrieben abtun (mit "wir" meine ich jetzt Deutschland allgemein, wo es leider immer noch genug Menschen mit dieser Ansicht gibt). Wenn Berlin ein Fußballspiel mit Tausenden Zuschauern erst nach Kritik des Gesundheitsministers zum Geisterspiel macht, sagt das viel.


    Am Ende des Tages haben wir hier eine Krankheit, die hochgradig ansteckend ist und scheinbar oft bei weitem nicht so lapidar verläuft, wie es gerne im Wirtschaftsstandort Deutschland herbeigeredet wird. Sie mag nicht so tödlich sein wie die Pest im Mittelalter, aber es reicht - und wenn es zu viele auf einmal trifft, hat sie durchaus das Potential andere Seuchen zu übertreffen. Unmittelbare Sterberate ist eben nicht alles.


    Ich bin weiß Gott kein Anhänger davon, Panik zu verbreiten und das Haus zu verbarrikadieren. Aber man sollte nicht zuletzt aus Rücksicht anderen gegenüber schon gewisse Vorkehrungen treffen und das Ganze nicht unterschätzen.


    Das schulden wir nicht zuletzt den vielen völlig unterbezahlten Menschen in den zahlreichen medizinischen Berufen, auf die es im Ernstfall ankommen wird. Menschen, die schon jetzt täglich einem erheblich höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind und auf deren Rücken die ganze anfallende Mehrarbeit ausgetragen wird.

  • Da hast du auf jeden Fall recht Tanner. Ich will das auch nicht verharmlosen. Aber diese Statistik stammt vom RKI und ja das ist alles mit Vorsicht zu geniessen weil ich auch um die Informationspolitik der Chinesen weiss.


    Aber nehmen wir z.B. mal die Diamond Princess. Ein perfektes Beispiel da ein in sich geschlossenes System. Da gab es 703 Infektionen mit nur 3 Todesfällen bei etwa 3000 Passagieren. Die hygienischen Bedingungen waren sehr schlecht. Daraus kann man durchaus auf die Gefährlichkeit Schlüsse ziehen.


    Du schreibst, dass Pat. in die Statistik als unbedenklich einfließen weil sie behandelt wurden, aber ohne Behandlung gestorben wären.


    Das passiert auch bei einer Grippe. Die kann auch ohne Behandlung zum Tod führen. Daran sind mit Behandlung dieses Jahr schon mehrere Hundert Menschen gestorben!


    Aber die Pat. die Ich selbst gesehen habe waren alle wirklich mild erkrankt. Ja es gibt auch schwere Fälle, keine Frage, und das ganze ist auch nur die Spitze des Eisberges aber solche "geleakten" Videos mit sich stapelnden Leichensäcken würde ich genauso hinterfragen.


    Bei der Abriegelung geht es nur darum die Ausbreitung zu verlangsamen um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Nicht darum die Infektionen zu stoppen. Dass sich das Virus ausbreitet kann man auch nicht mit einer Abriegelung verhindern.


    Ich wohne hier im Grenzgebiet zu einem Risikogebiet, was hier abgeht an Panikmache kann man sich nur schwer vorstellen. Da werden teilweise in den Medien Pat. als Covid-19 Pat. dargestellt die keine sind (2 mal nachweislich negativ abgestrichen). Solche Pat. die einfach eine schwere Lungentzündung haben und auch beatmet werden müssen zur Panikmache zu benutzen ist sehr fragwürdig. Von daher würde ich auch was deutsche Medien angeht vorsichtig sein.

    Fortschritt ist wie eine Herde Schweine. Es hat etwas gutes, doch muss man sich nicht wundern, wenn alles voller Scheisse ist. - Zoltan Chivay


    Die Gesellschaft hat aus mir das gemacht, was ich bin.

    6 Mal editiert, zuletzt von Lun'Dario ()

  • So, dann werde ich jetzt auch mal was dazu schreiben.


    Von einigem, was ich hier lesen musste, bin ich ziemlich entsetzt, anderes kann ich zumindest verstehen und wieder anderes stimmt absolut. Insgesamt geht es aber leider eher in die Richtung, die Tanner, Ryan und Kara angeben, aber auch Lun hat mit einigem Recht, zum Beispiel


    Zitat

    Bei der Abriegelung geht es nur darum die Ausbreitung zu verlangsamen um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Nicht darum die Infektionen zu stoppen.


    Aber auf Wunsch einer einzelnen Person ;) verzichte ich hier jetzt darauf, Meinungen auseinanderzunehmen, damit es keinen Streit gibt, sondern präsentiere noch nochmal ein paar Ergänzungen aus Sicht der WHO. Wir hier zählen als letzte "echte" Pandemie eigentlich die Spanische Grippe, wobei die Hong Kong Grippe '68 auch schon übel war. Laut Definition fallen aber auch die kleineren Influenza Sachen darunter, auch HIV. Bei der Bewertung muss aber tatsächlich einbezogen werden: wie schnell erkrankt und stirbt die globale Bevölkerung an dem Virus?


    Aber zu ein paar Fakten, was wir hier wissen, falls es euch interessiert. Das meiste kann man sicher auch woanders nachlesen.


    Die Inkubationszeit beträgt in Schnitt 5 Tage, maximal 3 Wochen, nur 1% mussten auf den Ausbruch länger als 14 Tage warten, daraus ergibt sich dann auch die empfohlene Quarantäne-Zeit.


    Der große Unterschied von CoV-2 (ältere, andere Formen kennt man schon seit 50 Jahren) zu SARS-Typen von früher oder Influenza: Das Virus vermehrt sich nicht nur in den tieferen Atemwegen und der Lunge, sondern schon bereits im Rachen. Dadurch hat man per Tröpfcheninfektion eine viel höhere Virusausscheidung, was zu einer ziemlich hohen Weitergaberate führt. Nach aktuellem Stand steckt ein erkrankter 3,5 andere Personen an, bei Influenza ist es zum Beispiel nur 1 zu 1.


    Nach 7 bis 10 Tagen ist im Rachenabstrich kaum noch Virus nachweisbar, was nicht bedeutet, dass die Krankheit dann vorbei ist, eine Lungenentzündung manifestiert sich im Schnitt nach 5 Tagen. Allerdings ist dann zumindest die Ansteckungsgefahr nicht mehr so hoch, weshalb wir 7-10 Tage auch als Isolationsdauer empfehlen.


    Weiter erschwerend kommt hinzu, dass die Symptomatik sehr unspezifisch und CoV dadurch schwerer zu diagnostizieren ist. Eigentlich müssten bei der breiten Bevölkerung Untersuchungen gemacht werden, leider gibt es auch in Deutschland viel zu wenig Testsets und Labore, die das untersuchen können. Man richtet sich momentan also bei den Abstrichen nicht nach dem Bedarf, sondern nach den Laborkapazitäten.


    Habe mir Deutschland rausgesucht, da ist es immerhin momentan so: mehr als 80% haben Erkältungssymptome, 90% Fieber, ca. 15 % erkranken schwer. Noch sind die Zahlen so, andere Länder zeigen, dass es sich noch verschieben wird.


    Bei der Therapie gibt es tatsächich nur die Möglichkeit, symptomatisch zu behandeln, leider. Es gibt keine Medikamente, um das Virus zu bekämpfen, einen Wirkstoff wird es frühestens 2021 geben.


    Wie auch schon mehrfach von euch geschrieben wurde, ist das Problem eben vor allem die rasend schnelle Verbreitung und damit der drohende Kollaps der Gesundheitssysteme. Und einer solchen Gefahr waren wir (seit Bestehen der Gesundheitssysteme) in der golbalen Art noch nie ausgesetzt. Das zu ignorieren oder zu verharmlosen ist mehr als fahrlässig. Die Ausbreitung ist wie Lun schrieb nicht zu verhindern, wir gehen momentan davon aus, dass sich mindestens 60% der Weltbevölkerung infizieren wird. Aber wir müssen alles tun, um die Geschwindigkeit zu verringern. Und dazu zählen alle Maßnahmen, die von vielen als Hysterie und Panikmache abgetan werden. Das individuelle Wohl des einzelnen (ich will ins Theater, Kino, Fußball) wird über das Wohl aller gestellt, aber wenn die Systeme zusammenbrechen werden nicht nur die Alten mit Vorerkrankungen sterben.


    Wenn wir Erkrankte versorgen oder untersuchen, tragen wir übrigens nicht nur Schutzkittel, Haube und Mundschutz, sondern auch eine Schutzschürze und Schutzbrille. Es sind Erreger in Konjunktivalflüssigkeit gefunden wurden, aber wir wissen noch nicht, wie stark diese als Auslöser sind. Die Lethalität durch Hitze beim Virus sind mind. 65 Grad Celsius, daran sollte man denken, wenn man Geschirr oder Wäsche von betroffenen wäscht. Das Überleben auf Totstoffen beträgt je nach Untergrund immerhin Stunden bis Tage, der indirekte Übertragungsweg ist also ein großes Problem.


    Eine dauerhafte Immunität wird es übrigens wohl nicht geben, man kann es nicht wissen bisher, aber wir gehen davon aus, dass ein Schutz, zum Beispiel wenn man schon mal erkrankt war, maximal 1-2 Jahre hält. Das gilt auch für Impfungen. Aber das sind größtenteils Spekulationen.


    Eine Übertragung von Mensch zu Tier und andersherum ist wahrscheinlich möglich, aber auch da fehlen noch Untersuchungen. Aber das Virus kommt ja aus dem Tierreich, eine Variante bei Pferden kennen wir schon lange. Übrigens ist unsere bisherige Entstehungsvermutung, die ziemlich sicher zutrifft nach unseren Recherchen: Patient Null kommt von einem Fischmarkt in Wuhan. Dort werden nicht nur Fische angeboten, sondern allerlei "Delikatessen", was die Menschen als das so empfinden, also exotische Tiere, die dort lebend angeboten und vor Ort geschlachtet werden. Ideal für so eine Verbreitung. Vermutlich haben sich CoV-Varianten von einer Fledermaus und einer Schlange bei einem der Menschen dort angesiedelt. Beide normalerweise einzeln nicht für Menschen gefährlich, aber zusammen haben sie sich ausgetauscht und sind zu einem humaninfektiösen Erreger mutiert. Tja... so schnell kann es gehen.


    Falls ihr noch Fragen habt: nur zu. Ich versuche sie gerne zu beantworten.