Wirtschaftssystem von Startrek

  • Es wurde schon im "Was fesselt euch an ST?"-Thread angesprochen, aber ich wollt nich OT werden und denke das verdient einen eigenen Thread.


    Ich fasse nochmal die (mir) bekannten Fakten zusammen, die im wesentlichen aus Picards Erläuterungen aus TFC stammen:


    -Es gibt kein Geld
    -Die Anheufung von Reichtum ist nich mehr die treibende Kraft
    -Die Menschheit arbeitet anstattdessen, um sich - individuell und als Ganzes - zu verbessern
    -Das Geld wurde im 22. Jahrhundert abgeschafft (Zitat, Tom Paris)


    ...man muss dazu sagen, dass es insbesonders in vorherigen Episoden auch einige widersprüchliche Hinweise gibt. (Ich erinner mich z.b. daran dass Dr. Crusher mal Stoffballen auf einem Landgang mit "Credits" bezahlt hat)


    Meine Meinung:


    Für mich hört sich das wie eine Art vollendeter Kommunismus an, natürlich ohne den ganzen stalinistischen und maoistischen Propagandakram und ohne den Terror und die Unterdrückung. Aber selbst dieser würde nach klassischer Theorie, Währung nicht unbedingt ausschließen (Es gab ja auch Ost-Mark, Rubel usw.).


    Währung ist ja zuerst einmal nicht unbedingt was kapitalistisches, sondern einfach nur praktisch. Vorher war der Tauschhandel verbreitet, was desöfteren Probleme bereitete:


    Ich habe Kühe, mein Nachbar hat Schweine, Hey dann können wir ja welche tauschen, aber vielleicht will ich auch noch was anderes haben. Ich brauche auch noch Brot, auf das ich meine Leberwurst schmieren kann. Mal sehen ...für eine meiner Kühe, gibt mir Getreidebauer Günther 234 kg Brot! Wow! Das ist aber eine Menge ...aber wo lasse ich das alles, das fault doch weg, und überhaupt ich will doch noch vieles anderes haben, aber nicht für jedes eine meiner Zehn Kühe geben und ich will auch nicht so viel auf einmal haben ?( ..... hey da liegen ja so gelb glänzende Klumpen auf der Erde, vielleicht könnten wir die ja benutzen um den Austausch zu erleichtern 8o .........


    Voila: Währung :thumbsup:


    ...also kurz gesagt: Das Nichtvorhandensein von Währung ist für mich ein eindeutiger Mangel, es macht vieles einfach viel komplizierter.


    Z.b. ich will meine Wohnung im 24. Jhnd. etwas umbauen, damit sie meinen Bedürfnissen besser entspricht. Aber ich brauche Hilfe, denn die replizierten Sachen müssen ja noch angebaut werden. Ich bin neu in San Francisco und hab noch keine Freunde, die mir ohne zu zögern helfen würden, also muss ich irgendwie dritte überzeugen mir zu helfen. Es wartet aber ein ganz schön großer Batzen Arbeit (Zehn Arbeitsstunden Minimum, die mir einer helfen muss). Hmmm, wen frage ich? Irgendwelche Leute auf der Straße? Sie müssten mir ja eigentlich gratis helfen, schließlich haben sich ALLE aber auch wirklich alle der Verbesserung der Menschheit verschrieben. Ich probiers.


    [Stunden später] ... ;( ...es hat sich keiner gefunden, der mir helfen wollte. Entweder war ihnen der Anlass nicht wichtig genug ("...und wie wird die Menschheit verbessert, wenn deine Einrichtung den Feng Shui Regel entspricht?...") oder sie hatten (angeblich) was anderes vor ("ääähhhh, ich muss noch zum äääähhh ...Arzt ...ich bin erkältet, t-t-tut mir leid" *hüstel hüstel*)


    .......


    Man erkennt meiner Ansicht nach ein paar grundlegende Probleme:


    - keine Währung ...Ich hätte ja was geben können dafür dass mir jemand hilft, aber wie misst man dann den genauen Wert dieser Dienstleistung? 4,24 selbstgebackene Kuchen? ...wird schwierig


    - Verbesserung der Menschheit? ...Wer legt fest was eine Verbesserung ist und was nicht?


    - allgemein fehlende Motivation: "Och ich geh heute nicht zur Arbeit und verbring meine Zeit lieber auf dem Holodeck, was wollen die schon machen? Mich feuern? ...Geil noch mehr Zeit auf dem Holodeck"


    Fazit: Ich halte es für extrem unrealistisch




    Was haltet ihr also von dem Wirtschaftssystem von Startrek?

  • Wenn man das ganze aus heutiger Sicht sieht, stimme ich dir zu ^^
    So etwas ist mit dem allgemeinen denken unserer Gesellschaft (wenn ich was gebe muss ich auch was kriegen bla bla) und mit den Leuten die in unserer Gesellschaft die wichtigen Dinge entscheiden nicht machbar (Mit den „Leuten“ meine ich nicht unbedingt unsere Politiker ;) ).


    Die Macher von Star Trek haben das schon recht schlau gemacht, das dieses umdenken erst kam als 2/3 der Menschheit durch den 3. Weltkrieg vernichtet wurden.


    Ich hallte es für möglich weil ich an das Gute im Menschen glaube, auch wenn mir das in letzter Zeit recht schwer fällt, aber wie gesagt nicht in naher Zukunft.


    Edit: Wer entscheidet was besser ist? schwere Frage... Gegenfrage soll das heißen du findest unser Aktuelles System Gut?


    Allgemein kommt das wohl darauf an wem du diese Frage stellst. Die Antwort eines Millionärs der nur in der Karibik faulenzen kann wird sicherlich extrem anders ausfallen als die Antwort eines Obdachlosen der sein Essen aus der nächsten Mülltonne bekommt. Das Problem an unserem System ist, das der erste entscheidet was der zweite kriegen soll…

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  • das ein interessantes thema. wie mortik schon sagte ist so ein system aus heutiger sicht undenkbar. allerdings gibtes noch hoffnung für die menschen da es ja ausnahme fälle gibt z.b freiwillige helfer (feuerwehr) ehrenamtliche helfe für die verschiedstenen dinge und noch paar andere dinge. dies lässt mich hoffen, dass wir in einigen jahrhunderten endlich diese "wenn du mir nix gibst, gebe ich dir auch nix" mentalität ablegen. allerdings sehe ich da noch das problem der arbeit allgemein. es gibt die guten jobs und die weniger guten und körperlichen harten jobs. auch bei star trek gab es die. wie will man jetzt für alle eine arbeit finden die jedem spass macht? über kurz oder lang wird es da probleme geben.
    was das verbessern der menscheit angeht. es wird immer politiker geben die bestimmen und entscheiden wos lang geht. in dem punkt ist star trek nicht anders als unserer heutiges system denn dort wurden im förderationsrat die verschiedensten dinge besprochen, abgesegnet oder nicht. ich wüsste auch nicht wie man das anders regeln kann. da ja nicht alle leute den gleichen IQ oder das verständis von technischen, biologischen oder anderen dingen besitzen, wird es immer leute geben die andere führen und leiten und ihnen die entscheidungen in krisensituationen abnehmen. man darf nur diesen leuten dann nicht das gefühl geben sie seien nichts besonders so wie das der fall heutzutage ist und das wird noch viele jahre dauern bis wir dies überwunden haben.
    fehlende motivation zum arbeiten ist ein guter punkt. bei star trek haben die verschiedensten crewmitglieder ein hohes maß an pflichtbewustsein gezeigt allerdings ist die sternenflotte sowas wie das militär aus heutiger sicht. ich weiß nicht ob das die zivilbevölerung ebenso sieht. ich könnte mir vorstellen das mit harten strafen zu rechnen ist wenn jemand nicht arbeiten will, was aber dann bedeuten würde, dass der mensch nichts dazugelernt hat und eben nicht arbeitet um sich und andere zu verbessern.


    ich denke wir sollten diese frage nochmal in 2000 jahren aufgreifen. vielleicht sind wir dann soweit aber in den nächsten jahrzenten ein ding der unmöglichkeit.

  • Was denkbar wehere das nur in der Sternen Flotte diese Wirtschaft ist und nicht in der Zivilbevölkerung, denn dann wer es denkebar man geht in die Sterne Flotte um durchs All zufliegen ( und im Rang aufzusteigen ) also arbeiten wir auch da für im All. Für Raumschiefe Stationen und Mehr .

  • Also... ich finde das Thema eigentlich viel zu spekulativ, um es kritisch betrachten zu können.
    Vor allem kann man das nicht mit heutigen Maßstäben tun. Ich halte das System für realistisch, mit Einschränkungen.


    Aber mal von vorne:
    Widersprüchliche Hinweise gibt es nicht. Geld spielt für die Menschen keine Rolle mehr, gut. Aber das gilt ja nicht für andere Völker. Die würden sich freuen, wenn die Menschen kommen und sagen: "Gib mir das bitte Umsonst, denn für uns ist Geld nicht mehr wichtig."
    Insofern sind die Menschen doch noch ein wenig von Zahlungsmitteln abhängig, denn zumindest was sie selbst, oder sagen wir wenigstens die Föderation nicht selbst herstellen kann oder will, das müssen sie bezahlen. Deshalb muss auch Beverly ihren Stoff auf Farpoint Station bezahlen. Woher sie allerdings das Geld hat und wie sie es bekommt, bleibt unklar.


    Dein Vergleich zur Währung hinkt, Mortik sagte es auch schon. In unserer geldabhängigen Gesellschaft können sich das anscheinend nur wenige begreiflich machen. Zuerst einmal ist die Mentalität, die Erziehung ja ganz anders. Es gibt ein anderes Grundverständnis vom Leben. Deshalb ist sowohl die Einstellung "ich helfe doch niemandem Umsonst" als auch "Ich verbringe meine gesamte Zeit auf dem Holodeck" irrelevant. Das träfe auf die heutige Zeit zu, aber Star Trek ist einfach mal eine Entwicklungsstufe höher. Wenn erst mal das Grundprinzip wegfällt "ich brauche Geld zum überleben", wer weiß schon, wie sich das ganze dann weiterentwickelt?


    Ich denke, alle Arbeiten werden von Leuten gemacht, die ihre Arbeit wirklich mögen (und auch bei solcher Arbeit gibt es nun mal immer wieder unangenehme Momente, aber Motivationstiefen werden dann vielleicht einfach mal durch Pflichtbewusstsein ausgeglichen), denn für fast jede Arbeit gibt es jemanden, der Spaß daran hat, oder sich dort verbessern möchte. Und die richtig doofen, oder körperlich anstrengenden Arbeiten werden mit Sicherheit ohne menschliche Arbeitskraft erledigt werden können. Die Technik machts möglich.

  • sehe das genau so Kara ^^


    zu dem ganzen fällt mir eine nette Szene aus DS9 ein in der Dr. Bashir und Quarks Bruder Rom über das System der Ferengi diskutieren. Rom ist bei der Arbeit umgekippt weil er seit Wochen eine Ohr Entzündung mit sich rum schleppt und nicht zum Arzt darf weil er dafür keine Freizeit bekommt (Standard Regel im Ferengi System ^^). Bashir fragt ihn warum sie das System nicht ändern wenn es ja angeblich Fehler hat und er und andere von einigen wenigen Ausgebeutet werden. Darauf sagt Rom: wenn das System geändert werden würde könnten wir ja nicht mehr selber zu Ausbeutern werden.


    Das gibt ziemlich genau die Einstellung vieler in unserer Welt wieder.


    Erstens: Geld haben ist Geil (meiner Meinung nach totaler Schwachsinn).


    Zweitens: jedem wird die Möglichkeit vor gegaukelt er könne selbst viel Geld haben.


    Genau da liegt nämlich der Irrglaube in unserem System, genau so wie im System der Ferengi können nur einige wenige Reich sein und Macht ausüben, wenn alle Reich wären (nicht unbedingt nur Reich an Geld), niemand Hungern müsste und alle zufrieden wären (Das würde übrigens Kriege obsolet machen), dann würde unser System in sich zusammen brechen und das zeigt meiner Meinung nach das unser System nix taugt.

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  • - allgemein fehlende Motivation: "Och ich geh heute nicht zur Arbeit und verbring meine Zeit lieber auf dem Holodeck, was wollen die schon machen? Mich feuern? ...Geil noch mehr Zeit auf dem Holodeck"

    ich könnte mir vorstellen das mit harten strafen zu rechnen ist wenn jemand nicht arbeiten will, was aber dann bedeuten würde, dass der mensch nichts dazugelernt hat und eben nicht arbeitet um sich und andere zu verbessern.

    wenn ein Arbeitnehmer z.B. statt zu seiner arbeit, ins Holodeck oder sich anderwärtig Vergnügen geht könnte ihm z.B. der Zutritt zu solchen Einrichtungen verboten werden bzw. die heimischen Einrichtungen vorrübergehend entzogen werden oder er könnte unter Arrest gestellt werden, in einer Arrestzelle mit einer Pritsche einem Tisch einem Stuhl, und einer Toilette. Und dort würde er sich doch dann nur langweilen und dann wieder seine Arbeit aufnehmen.

  • Das gibt ziemlich genau die Einstellung vieler in unserer Welt wieder.


    Erstens: Geld haben ist Geil (meiner Meinung nach totaler Schwachsinn).



    Hmm...., das musst du mir nochmal genauer erklären! :)


    Also, ICH finde es auch geil wenn man Geld hat. :) Ich hätte gerne ein so gut gefülltes Bankkonto, so dass ich nicht jedesmal 5mal überlegen muss, wenn ich mir was kaufen möchte. Sicherlich muss ich kein Milliardär sein.. Mir würde es einfach reichen wenn ich mir finanziell meine Träume erfüllen kann und niemanden auf der Tasche liege. Ganz ehrlich würde ich dann auch nur arbeiten wenn ich Lust habe und ich könnte mir meine Arbeit dann auch noch aussuchen.


    Wofür gehst du denn Studieren, sicherlich auch um nach dem Studium einen höhergestellten Posten zu bekommen, wo man mehr Kohle bekommt, oder nicht?!


    Ich hoffe ich habe deinen Beitrag nicht komplett falsch verstanden? :)

  • Ich sag es mal so, wenn ich nicht Studieren würde, müsste ich meinen Lebensunterhalt durch eine ziemlich monotone Arbeit verrichten die mir in der Ausbildung und in dem Jahr als Geselle schon keinen Spaß gemacht hat ^^


    Nur Geld als Motivation für ein Studium bringt dich nicht weit.


    Geld spielt leider in unserer Gesellschaft immer irgendwo eine Rolle auch bei meiner Entscheidung zu studieren, aber es darf nicht an oberster Stelle stehen.


    Würde ich studieren wenn Geld keine Rolle Spielt? Jain ich würde wohl schon studieren mir aber mehr Zeit dabei lassen und vielleicht sogar ne Zeitlang in unterschiedliche Studiengänge rein schauen oder sogar andere Berufe austesten und mich dann irgendwann festlegen.
    Das Problem ist halt das man gar nicht genug Zeit hat um sich selber genau klar zu werden was man machen will bzw. man hat nicht genug Zeit auszutesten und auszuprobieren weil immer das Geld im Hintergrund steht. Und wenn ich denn höre: „Ausbildungen sollen verkürzt werden“ - „die Kinder sollen schneller ihre Schulabschlüsse machen“ dann fasse ich mir echt an Kopf.


    Das was ich mit "Geld haben ist Geil" meinte, war das einem heutzutage überall wo man hinguckt gesagt wird: du bist nur was wenn du Sachen von der oder der Marke hast, wenn du die dickste Karre fährst (Umwelt ist uns ja scheiß egal ^^) und das Größte Haus hast (welches am besten fünf Schlafzimmer hat und 10 Bäder auch wenn du alleine lebst :)). Das ist jetzt klar übertrieben, aber das ist halt das was in unserer Welt als oberstes Ziel vorgegeben wird.

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  • Edit: Wer entscheidet was besser ist? schwere Frage... Gegenfrage soll das heißen du findest unser Aktuelles System Gut?


    Allgemein kommt das wohl darauf an wem du diese Frage stellst. Die Antwort eines Millionärs der nur in der Karibik faulenzen kann wird sicherlich extrem anders ausfallen als die Antwort eines Obdachlosen der sein Essen aus der nächsten Mülltonne bekommt. Das Problem an unserem System ist, das der erste entscheidet was der zweite kriegen soll…

    Ob ich unser derzeitiges System gut finde? ...Das lässt sich wirklich schwer sagen. Die Grundprinzipien der Marktwirtschaft, dass Nachfrage, Angebot und die daraus resultierenden Preise, haben sich in vielen Situation als die beste und einfachste Weise erwiesen, bestimmte Ressourcen zu verteilen.
    Aber diese Ressourcen sind in der Realität nunmal extrem begrenzt und von daher werden, die Leute, die besonders talentiert mit diesem Mechanismus umgehen können, reich werden (z.b. durch das Entdecken einer Marktlücke), und viele andere, die weniger geschickt mit solchen Dingen sind, werden untergehen.


    Ich finde man kann nicht sagen, dass Millionäre nur faulenzen. Die allermeisten haben hart für ihren Erfolg gearbeitet. Natürlich gibt es auch viele Erben, aber relativ gesehen sind es weniger.


    Aber du hast schon recht, der Wohlstand ist sehr ungleichmäßig verteilt. oftmals auch zu unrecht.


    ...Das eigentliche Problem aber sehe ich darin, dass die westlichen reichen Länder sich nicht an ihre eigenen Spielregeln des "freien Marktes" halten und ihre eigenen Märkte gegenüber potenziellen Mitbewerbern aus der dritten Welt abschotten, nur weil sie ihnen keinen größeren Stück des Kuchen gönnen. Wirklich ein Skandal ...man denke z.b. an die Agrarsubventionen der EU ...


    Aber das ist kein grundlegendes Problem des Grundsystems ...nur an der Umsetzung hapert es gewaltig.



    Zitat

    Was denkbar wehere das nur in der Sternen Flotte diese Wirtschaft ist und nicht in der Zivilbevölkerung, denn dann wer es denkebar man geht in die Sterne Flotte um durchs All zufliegen ( und im Rang aufzusteigen ) also arbeiten wir auch da für im All. Für Raumschiefe Stationen und Mehr .

    Stell ich mir schwierig vor. Die Bundeswehr kann sich auch nicht von unserem Wirtschaftssystem abkoppeln und muss mit ihrem begrenzten Budget sein Personal und die Waffenhersteller (HK, Mauser, Rheinmetall ...usw) bezahlen, die wiederrum ihre Mitarbeiter bezahlen muss.

    Dennoch wird es trotz aller guten Erziehung sehr viele Leute geben, die bei den fehlenden Anreizen (kein direkter Lohn), garnicht oder nur auf Sparflamme arbeiten. Dadurch würde extrem viel Effektivität flöten gehen und marktwirtschaftliche Mitstreiter, wie die Ferenghi aber auch viele andere hätten zwar eine geringere soziale Gerechtigkeit innerhalb ihrer Grenzen, aber wären sehr viel effektiver pro Kopf und hätten die Föderation von vornherein nicht so groß werden lassen, wie es nunmal im 24. Jahrhundert ist.


    Größtenteils wenig motivierte Arbeiter mit geringer Effektivität hätten nie zu dieser großen technologischen, wirtschaftlichen und militärischen Dominanz der Föderation geführt, wie wir sie im 24. Jahrhundert nunmal offensichtlich haben.


    Natürlich kann man jetzt wieder argumentieren: "Es wird aber wegen der neuen Einstellung der Menschen nur sehr wenige unmotivierte geben."


    ...das halte ich einfach nicht für glaubwürdig, man schreibt ja nicht das Genom der Menschheit neu. Menschen sind nun mal so gestrickt.

    Genau da liegt nämlich der Irrglaube in unserem System, genau so wie im System der Ferengi können nur einige wenige Reich sein und Macht ausüben, wenn alle Reich wären (nicht unbedingt nur Reich an Geld), niemand Hungern müsste und alle zufrieden wären (Das würde übrigens Kriege obsolet machen), dann würde unser System in sich zusammen brechen und das zeigt meiner Meinung nach das unser System nix taugt.

    Da gebe ich dir Recht. Der Kapitalismus funktioniert nicht ohne Ungleichheit, ... aber wäre es wirklich besser, wenn alle Leute so arm wären wie die Ärmeren im Kapitalismus oder sogar noch ärmer, denn dies war bis jetzt immer in kommunistischen Systemen der Fall.
    Der Wohlstand wurde auf alle gleich verteilt, aber auf sehr niedrigem Niveau. Eben deswegen weil die Produktivität und Effektivität in den Keller gehen (s.o.). Dazu kommt noch, dass Nachfrage und Angebot als Instrument zur Erkennung von Bedürfnissen wegfallen und man in der Föderation daher auf Planwirtschaft zurückgreifen muss. Und diese hat sich als sehr anfällig herausgestellt. Sehr aufwendig muss versucht werden den Bedarf jedes einzelnen Gutes vorherzusagen... "Fabrik A, du baust jetzt in den nächsten 5 Jahren 10000 Replikatoren des Typs D" ...hiermit wird der Plan festgelegt, aber wenn zwischendurch unvorhersehbar der prognostizierte Bedarf von 10000 fällt oder steigt (z.b. Dürre auf Alpha Centauri oder so), dann hat man einen Überschuss oder Mangel.
    Lange Rede, kurzer Sinn: uneffektiv

    wenn ein Arbeitnehmer z.B. statt zu seiner arbeit, ins Holodeck oder sich anderwärtig Vergnügen geht könnte ihm z.B. der Zutritt zu solchen Einrichtungen verboten werden bzw. die heimischen Einrichtungen vorrübergehend entzogen werden oder er könnte unter Arrest gestellt werden, in einer Arrestzelle mit einer Pritsche einem Tisch einem Stuhl, und einer Toilette. Und dort würde er sich doch dann nur langweilen und dann wieder seine Arbeit aufnehmen.

    Ja ok, absolute Verweigerung könnte man wie du sagt tatsächlich bestrafen (kann ich mir von der Fed aber auch schwer vorstellen), aber wie sieht es mit Arbeiten auf Sparflamme aus? ...Wieso sollte sich jemand bei der Arbeit besonders ins Zeug legen? Gehaltserhöhungen sind nicht in Sicht und Beförderungen führen wohlmöglich zu noch mehr Verantwortung und Arbeitspensum, aber nicht mehr Geld.
    Gerade so wenig anstrengen, dass man dafür keinen auf die Finger bekommt.

    Aha, keine Geldsorgen, kein Druck ---------> keine Motivation --------> keine Effektivität


    ...das hört sich hart an, aber es ist nunmal so. Neben meinem wohl kaum verwerflichem Vorhaben nachher gut zu verdienen, habe ich bei meinem Studium zwar auch ein persönliches Interesse und Spaß am Fach, aber ich würd wohl eine sehr, sehr ruhige Kugel schieben, wenn die laufenden Kosten nicht währen, oder man nicht endlich an die Kohle wollen würde. So geht es denk ich mal jedem.

  • nix für ungut aber die meisten Millionäre haben sicherlich hart dafür gearbeitet aber härter als andere die nicht Reich sind? ich denke nicht. (das mit dem nur Faulenzen war klar übertrieben)


    Desweiteren kann man im heutigen Wirtschaftssystem nicht Reich werden (von Lotto mal abgesehen) ohne andere Menschen auszubeuten. Entweder wird im Ausland wo die Arbeiter zu gut wie oder eben gar keine Rechte haben produziert oder es werden halt Dinge Produziert die anderen Schaden z.B. Chemikalien, Waffen, Lebensmittel, Brennstoffe usw.


    Auch son typisches Argument von Befürwortern des Kapitalismus, "der Kommunismus hat ja auch nicht funktioniert" ist deshalb der Kapitalismus das non plus Ultra???


    Das mit dem Märkte Abschotten hat vor und Nachteile, das was du sagst stimmt ganz sicher nur unter welchen Umständen produzieren denn diese Länder? wenn die Westliche Welt das nicht machen würde hätten wir "Sklaven" Haltung wie in Chinesischen Fabriken hier in Deutschland.


    Man merkt schon ich bin Wirtschaftliche gesehen ein totaler Feind der Globalisierung denn sie füllt nur die Taschen der Reichen.


    Du bist irgendwie immer noch viel zu sehr im hier und jetzt. Außerdem die größte Motivation die ein Arbeiter in unserer Zeit haben kann ist Beständigkeit und Sicherheit. Diese beiden Dinge bringen nicht das Geld mit sich sondern ein Sozialer Umgang mit den Menschen und ein Soziales Wirtschaften. Beides ist heutzutage nicht sehr weitverbreitet.


    Man kann das am besten anhand eines Forschers in unserer Zeit Erklären.


    Die meisten Forscher die wichtige Dinge entdecken oder erfinden und was weiß ich noch alles machen sind nicht annähernd so Reich und bekommen nicht annähernd so dicke Gehälter wie Manager, Vorstandsmitglieder, Aktienspekulanten oder Firmenchefs.
    Ein Forscher hat viel mehr im Blick anerkannt zu werden oder eben das Forschen an sich und denkt nicht an den dicken Gehaltscheck. Ihn Interessiert eigentlich nur dass er davon gut leben kann.


    Klar gibt es überall ausnahmen aber ein Forscher der nur ans Geld denkt wird nicht lange Forscher bleiben.


    Zum Thema wenn ich keine Geldsorgen bezüglich Studium hätte und nach einer Zeit keine Motivation mehr hätte.
    Dann ist halt Studieren nicht das richtige das hat dann aber immer noch nix mit dem Geld zu tun. Klar gibt es Leute die sich durchs Studium schleppen weil sie am Ende die dicke Kohle sehen, aber wirklich erfolgreich werden diese Leute nie sein.


    Noch ein Beispiel warum ich denke dass unser Wirtschaftssystem auf Dauer nicht funktioniert.


    Arme Menschen in Afrika brauchen Medizin. Amerikanische oder Europäische Firma könnte diese Medizin ohne große Probleme und ohne hohe Produktionskosten herstellen, macht es aber nicht weil der Gewinn zu niedrig wäre, denn die Armen Leute haben eben nicht genug Geld.


    Und auf solche Dinge trifft man sehr, sehr häufig in unserer Welt.


    Wie gesagt ich halte es nicht für möglich das wir in naher Zukunft so ein Paradies wie es in Star Trek beschrieben wird bekommen könnten, aber vieles wäre schon heute möglich, auch ohne die besseren Technologien, es wird halt nur von Leuten zurück gehalten die angst haben etwas abgeben zu müssen oder von Leuten die in ihrem Glauben und ihren Meinungen festgefahren sind.


    So ich sehe aber das es langsam irgendwie ausm Ruder läuft ^^ und nicht mehr so richtig mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Also ich würde sagen jeder der jetzt dazu noch etwas zu sagen hat darf sich dazu durch einen post äußern und dann geht es BTT ansonsten müssen wir halt nen extra Thema zum heutigen Wirtschaftssystem aufmachen :)

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  • Zitat

    nix für ungut aber die meisten Millionäre haben sicherlich hart dafür gearbeitet aber härter als andere die nicht Reich sind? ich denke nicht. (das mit dem nur Faulenzen war klar übertrieben)


    Desweiteren kann man im heutigen Wirtschaftssystem nicht Reich werden (von Lotto mal abgesehen) ohne andere Menschen auszubeuten. Entweder wird im Ausland wo die Arbeiter zu gut wie oder eben gar keine Rechte haben produziert oder es werden halt Dinge Produziert die anderen Schaden z.B. Chemikalien, Waffen, Lebensmittel, Brennstoffe usw.

    Ich glaube schon, dass Leute, die sich ihre Millionen selbst erarbeitet haben, in der Regel einfach besser waren und härter gearbeitet haben als andere weniger Reiche. Natürlich spielt hier auch der Faktor Glück/Pech eine Rolle. Wenn ich eine Idee habe und diese bis zum Ende durchziehe, geschickt ein eigenes Geschäft nach ökonomischen Maßstäben führe und so meine Millionen ehrlich mache, beute ich doch nicht unmittelbar andere aus. Man war halt schlicht besser als die die weniger erfolgreich waren, aber das ist nicht automatisch Ausbeutung.
    Ich würde sagen dass der Westen als Ganzes die Dritte Welt ausbeutet, aber nicht ein wirtschaftlich klug agierendes und dadurch erfolgreiches Individuum beutetandere in jedem Fall aus. Wenn dies illegal passiert, sollte das natürlich verboten werden, aber wenn man seine Mitarbeiter mies bezahlt ist das auch keine Ausbeutung, sie könnten ja kündigen und sich eine besser bezahlte Arbeit suchen.


    Und das mit den Waffen und Chemie war ja wohl auch nicht ernsthaft ersnt gemeint, oder ^^


    Ich glaube nicht, dass ein großer Prozentsatz der vielen Hunderttausend Millionäre in Deutschland schädliche Güter produzieren. Die meisten sind entweder alt und haben sich ordentlich was angespart oder haben es durch Dienstleistungen geschafft, also IT-Startups, Management usw.

    Zitat

    Auch son typisches Argument von Befürwortern des Kapitalismus, "der Kommunismus hat ja auch nicht funktioniert" ist deshalb der Kapitalismus das non plus Ultra???

    Wenn du mit Kapitalismus, die unsrige heutige Ausprägung der freien Marktwirtschaft meinst, welche weite Teile der Weltbevölkerung absichtlich ausschließt dann auf keinen Fall.


    Und naja die einzigen beiden ernstzunehmenden heute vorhandenen Grundideen der Wirtschaft sind nun mal Kapitalismus und Kommunismus. Verkorkster Kommunismus wie in der Sowjetunion, China, Kambodcha usw. führt zu Abermillionen Toten, Terror, Unterdrückung etc. ...verkorkster Kapitalismus wie wir ihn heute haben, führt halt zu all den Mängeln, die wir heute erleben. Ich ziehe letzteres momentan vor, solange es keine Theorie für was völlig neues gibt, was nicht nur eine Abwandlung, der schon bekannten Systeme ist.

    Zitat

    Das mit dem Märkte Abschotten hat vor und Nachteile, das was du sagst stimmt ganz sicher nur unter welchen Umständen produzieren denn diese Länder? wenn die Westliche Welt das nicht machen würde hätten wir "Sklaven" Haltung wie in Chinesischen Fabriken hier in Deutschland.

    Da kann ich nicht zustimmen. In einem freieren Welthandel würde sich jedes Land den Bereichen zuwenden in denen es einen komparativen Vorteil gegenüber anderen Ländern hat. Für China wäre dies hauptsächlich Industrie. Für Deutschland wären "niedere" Industrien "Zeitverschwendung", der höhere durchschnittl. Bildungsgrad impliziert Hochtechnologie und Dienstleistungen. Für Afrika wäre das dann die Nahrungsmittel-Produktion, aber diese wird durch westliche subventionierte Billigimporte kaputt gemacht, hinzu kommt noch die instabile politische Situation, für die die Europäer auch nicht ohne Schuld sind.


    Globalisierung ist nicht persee etwas schlechtes, eine einseitige Globalisierung schon. Der Kommunismus sieht übrigens eine noch extremere Globalisierung vor, was viele Linke Globalisierungskritiker immer vergessen, womit ich jetzt nicht dich unbedingt meine ^^

    Zitat

    Du bist irgendwie immer noch viel zu sehr im hier und jetzt. Außerdem die größte Motivation die ein Arbeiter in unserer Zeit haben kann ist Beständigkeit und Sicherheit. Diese beiden Dinge bringen nicht das Geld mit sich sondern ein Sozialer Umgang mit den Menschen und ein Soziales Wirtschaften. Beides ist heutzutage nicht sehr weitverbreitet.

    das ist ja nun sehr subjektiv ...ich hätte lieber einen unsicheren gut bezahlten, als einen sicheren billigjob ;)

    Zitat

    Man kann das am besten anhand eines Forschers in unserer Zeit Erklären.


    Die meisten Forscher die wichtige Dinge entdecken oder erfinden und was weiß ich noch alles machen sind nicht annähernd so Reich und bekommen nicht annähernd so dicke Gehälter wie Manager, Vorstandsmitglieder, Aktienspekulanten oder Firmenchefs.
    Ein Forscher hat viel mehr im Blick anerkannt zu werden oder eben das Forschen an sich und denkt nicht an den dicken Gehaltscheck. Ihn Interessiert eigentlich nur dass er davon gut leben kann.


    Klar gibt es überall ausnahmen aber ein Forscher der nur ans Geld denkt wird nicht lange Forscher bleiben.

    Es gibt sehr viele Berufe, die eine derartige Faszination ausstrahlen und wo die dort arbeitenden, dass nicht primär des Geldes wegen machen.


    Aber warum sollte jemand irgendwo im Management einen stressigen, arbeitsintensiven Job annehmen, der einen hohen Grad an Ausbildung in teilweise extrem trockenen Fächern (Ich weiß wovon ich rede ^^) erfordern, sowie eine oftmals große Verantwortung mit sich bringen, wenn er dafür nicht mehr bekommt als einfacher Verkäufer?


    ...ich hätte mich in meinem Werdegang z.b. völlig anders entschieden.

    Zitat

    Klar gibt es Leute die sich durchs Studium schleppen weil sie am Ende die dicke Kohle sehen, aber wirklich erfolgreich werden diese Leute nie sein.

    ich wär mir da nicht so sicher ...

    Zitat

    Arme Menschen in Afrika brauchen Medizin. Amerikanische oder Europäische Firma könnte diese Medizin ohne große Probleme und ohne hohe Produktionskosten herstellen, macht es aber nicht weil der Gewinn zu niedrig wäre, denn die Armen Leute haben eben nicht genug Geld.

    Sicher, dass das so problemlos und günstig für die Unternehmen ist? Ein Unternehmen kann das nicht in großem Umfang selber leisten, da müssen Staaten einspringen. Und dass sie das nicht tun, hat nichts mit der Schlechtheit des Systems zu tun.
    Was passieren muss, ist eine enorme weltweite Umverteilung in Höhe von mehreren Billionen Euro, um die armen Länder wegen der Kolonialisierung zu entschädigen.

    Zitat

    wie gesagt ich halte es nicht für möglich das wir in naher Zukunft so ein Paradies wie es in Star Trek beschrieben wird bekommen könnten, aber vieles wäre schon heute möglich, auch ohne die besseren Technologien, es wird halt nur von Leuten zurück gehalten die angst haben etwas abgeben zu müssen

    ja, genau das ist der Punkt, aber dadurch werden die Marktmechanismen nicht ungültig

  • Okay, ich versuche es mal wieder mit BTT ... ^^


    Geld:
    Ich habe mir das Ganze in etwa so zusammengereimt, dass Picard mit seiner Aussage "In unserem Jahrhundert gibt es kein Geld ..." usw. nicht meinte, dass man im 24. Jahrhundert für ein Gut nicht mehr bezahlen muss, sondern eher, dass es die typische Art von Geld wie Lily sie aus ihrer Zeit (2063) her kennt, abgelöst wurde. Aus unzähligen verschiedenen Währungen wurde schließlich eine (bargeldlose?) Einheitswährung. Vielleicht in Form von digitalen Credits. Dies würde erklären, warum niemand in den Folgen mit Bargeld für etwas bezahlt.
    (Anmerkung nebenbei: Würde es eine sichere, computergestützte Verwaltung dieser Credits geben, würde es dadurch doch auch keinen Raub und keine sonstigen Überfälle mehr geben, oder? Sprich, die Welt würde um einiges friedlicher und sicherer werden. Ein Schritt näher in Richtung Leben des 24. Jahrhunderts? Oder vielleicht eine zu naive Überlegung? :rolleyes: )
    Wenn die Menschen wirklich im 24. Jahrhundert zu einem einheitlichen Volk zusammengewachsen sind und es nur noch eine einzige Weltnation gibt, dann würde eine Einheitswährung in Form von Credits ja vielleicht auch Sinn machen. Im Weltall hingegen, wo viele unterschiedliche Spezies miteinander Handel betreiben, sieht es dagegen schon wieder anders aus. Da kommt dann unter Anderem das altbekannte, in Gold gepresste, flüssige Latinuum ins Spiel.


    Arbeitsmotivation:
    Vieles von dem bereits Geschriebenen klingt logisch. Eventuell sollten wir noch die globalen Veränderungen im 24. Jahrhundert berücksichtigen. Es gibt inzwischen wie schon erwähnt eine einheitliche Nation auf der Erde bzw. Sektor 001. Probleme aus unserer heutigen Zeit mit z. B. der Energie- und Nahrungsversorgung gehören inzwischen dank der fortgeschrittenen Technik der Vergangenheit an. Der Planet ist nicht mehr überbevölkert, da die Menschen ins All hinaus auf andere Planeten in andere Sonnensysteme ausweichen können. Durch den interstellaren Handel mit anderen Völkern gibt es inzwischen viele weitere Rohstoffe und Verarbeitungsmöglichkeiten. Was in unser heutigen Zeit noch als selten und wertvoll angesehen wird, ist in der Zukunft vielleicht gar nicht mehr von Bedeutung (z. B. Gold). Der Grund, warum die Menschen in der Zukunft noch "arbeiten" ist nicht mehr der Selbe wie heutzutage. Heutzutage ist die Arbeit noch die Grundvoraussetzung zum finanziellen "Überleben". Im 24. Jahrhundert dient sie vielleicht dagegen eher nur noch zur Steigerung der eigenen Lebensqualität. Die Aussage: "Jeder arbeitet nur so viel wie er unbedingt muss." stimmt natürlich. Auch daran wird sich in der Zukunft nicht viel geändert haben. Allerdings ist die Grundmotivation inzwischen eine ganz andere. Man arbeitet nun mehr aus eigenem Interesse und eigenem "Drang" heraus. So etwas ähnliches kennt ihr ja auch. Jeder hat mindestens ein oder mehrere Hobbies, denen er gerne und häufig auf mal zeitintensiver nachgeht. Der eine schreibt Geschichten, der Zweite bastelt gerne an Autos, der Dritte betreibt eine Website usw..
    Dies sind alles Dinge, die heutzutage (meistens) nur als Hobbie geführt werden können, weil die restliche Zeit für die eigentliche Arbeit (Geldverdienen) draufgeht. Im 24. Jahrhundert jedoch fällt diese "Arbeiterei" weg, da sie meistens von Maschienen etc. übernommen werden. Die Menschen haben in der Zukunft so viel mehr Zeit, um sich mit den Dingen zu beschäftigen, die ihnen mehr liegen und denen sie viel lieber ihre Zeit widmen möchten. Und da wohl ein Großteil der Menschen einen instinktiven Schaffens- und Forscherdrang haben, fällt es mir nicht schwer zu glauben, dass die Menschen in der Zukunft nicht überwiegend nur faul in der Gegend rumliegen werden, sondern sich eher wie in Star Trek aufgezeigt aktiv mit ihrem Zutun am Gesellschaftsleben beteiligen und für dessen Weiterbestehen einsetzen.

  • Zitat

    Geld:
    Ich habe mir das Ganze in etwa so zusammengereimt, dass Picard mit seiner Aussage "In unserem Jahrhundert gibt es kein Geld ..." usw. nicht meinte, dass man im 24. Jahrhundert für ein Gut nicht mehr bezahlen muss, sondern eher, dass es die typische Art von Geld wie Lily sie aus ihrer Zeit (2063) her kennt, abgelöst wurde. Aus unzähligen verschiedenen Währungen wurde schließlich eine (bargeldlose?) Einheitswährung. Vielleicht in Form von digitalen Credits. Dies würde erklären, warum niemand in den Folgen mit Bargeld für etwas bezahlt.
    (Anmerkung nebenbei: Würde es eine sichere, computergestützte Verwaltung dieser Credits geben, würde es dadurch doch auch keinen Raub und keine sonstigen Überfälle mehr geben, oder? Sprich, die Welt würde um einiges friedlicher und sicherer werden. Ein Schritt näher in Richtung Leben des 24. Jahrhunderts? Oder vielleicht eine zu naive Überlegung? :rolleyes: )
    Wenn die Menschen wirklich im 24. Jahrhundert zu einem einheitlichen Volk zusammengewachsen sind und es nur noch eine einzige Weltnation gibt, dann würde eine Einheitswährung in Form von Credits ja vielleicht auch Sinn machen. Im Weltall hingegen, wo viele unterschiedliche Spezies miteinander Handel betreiben, sieht es dagegen schon wieder anders aus. Da kommt dann unter Anderem das altbekannte, in Gold gepresste, flüssige Latinuum ins Spiel.

    Die Frage ist nicht ob es Geld im Sinne von Banknoten und Münzen in Zukunft noch geben wird, sondern überhaupt Währung, was dieses von dir erwähnte allein elektronisch vorhandene Zahlungsmittel einschließen würde. Bei Vorhandensein solchen virtuellen Buchgelds hätte Picard ja einen monetären Wert für die Enterprise gegenüber Lily angeben können. Sicherlich hätte er nicht alle nominalen und inflationsbedingten Effekte im Kopf ausrechnen können um den Wert in Größenordnungen anzugeben, die Lily aus ihrer Zeit bekannt sind (Wie will man Admiral Nelson heutzutage schon den Wert eines neuen Flugzeugträgers von mehreren Milliarden Dollar erklären?), aber zumindest hätte er dann den Wert in der gerade aktuellen Währung sagen können, also z.b. 10 Billionen Föderations-Credits, oder in ungefähren Prozentsätzen zum BIP der Erde, also vielleicht 0,0001 %.


    Zitat

    Arbeitsmotivation:
    Vieles von dem bereits Geschriebenen klingt logisch. Eventuell sollten wir noch die globalen Veränderungen im 24. Jahrhundert berücksichtigen. Es gibt inzwischen wie schon erwähnt eine einheitliche Nation auf der Erde bzw. Sektor 001. Probleme aus unserer heutigen Zeit mit z. B. der Energie- und Nahrungsversorgung gehören inzwischen dank der fortgeschrittenen Technik der Vergangenheit an. Der Planet ist nicht mehr überbevölkert, da die Menschen ins All hinaus auf andere Planeten in andere Sonnensysteme ausweichen können. Durch den interstellaren Handel mit anderen Völkern gibt es inzwischen viele weitere Rohstoffe und Verarbeitungsmöglichkeiten. Was in unser heutigen Zeit noch als selten und wertvoll angesehen wird, ist in der Zukunft vielleicht gar nicht mehr von Bedeutung (z. B. Gold).

    da sprichst du sicherlich etwas wichtiges an, es wird wesentlich weniger mangel geben, da alles extrem effektiv produziert/repliziert werden kann. Die Produktivität ist um ein vielfaches höher und es wird mit Sicherheit weniger Arbeit geleistet werden müssen, vorallem in Industrie und Landwirtschaft. Nun ist nur die Frage ob man Dienstleistungen auch automatisieren kann und wenn ja ob man das will. In ST will man das anscheinend nicht, überall laufen mäenschliche Kellner, Pagen und allgemein Service-Personal rum. Vieles kann man aber auch einfach nicht an Maschinen abgeben, z.b. vieles in der Verwaltung, Forschung und Entwicklung, natürlich der Sternenflotte und noch einigen anderen Bereichen.


    Der Grund, warum die Menschen in der Zukunft noch "arbeiten" ist nicht mehr der Selbe wie heutzutage. Heutzutage ist die Arbeit noch die Grundvoraussetzung zum finanziellen "Überleben". Im 24. Jahrhundert dient sie vielleicht dagegen eher nur noch zur Steigerung der eigenen Lebensqualität. Die Aussage: "Jeder arbeitet nur so viel wie er unbedingt muss." stimmt natürlich. Auch daran wird sich in der Zukunft nicht viel geändert haben. Allerdings ist die Grundmotivation inzwischen eine ganz andere. Man arbeitet nun mehr aus eigenem Interesse und eigenem "Drang" heraus. So etwas ähnliches kennt ihr ja auch. Jeder hat mindestens ein oder mehrere Hobbies, denen er gerne und häufig auf mal zeitintensiver nachgeht. Der eine schreibt Geschichten, der Zweite bastelt gerne an Autos, der Dritte betreibt eine Website usw..
    Dies sind alles Dinge, die heutzutage (meistens) nur als Hobbie geführt werden können, weil die restliche Zeit für die eigentliche Arbeit (Geldverdienen) draufgeht. Im 24. Jahrhundert jedoch fällt diese "Arbeiterei" weg, da sie meistens von Maschienen etc. übernommen werden. Die Menschen haben in der Zukunft so viel mehr Zeit, um sich mit den Dingen zu beschäftigen, die ihnen mehr liegen und denen sie viel lieber ihre Zeit widmen möchten. Und da wohl ein Großteil der Menschen einen instinktiven Schaffens- und Forscherdrang haben, fällt es mir nicht schwer zu glauben, dass die Menschen in der Zukunft nicht überwiegend nur faul in der Gegend rumliegen werden, sondern sich eher wie in Star Trek aufgezeigt aktiv mit ihrem Zutun am Gesellschaftsleben beteiligen und für dessen Weiterbestehen einsetzen.

    Aber das ist nun mal die Krux ...Arbeiten ist nicht unbedingt immer eine Steigerung der eigenen Lebensqualität. Nicht jede Arbeit, die auch in Zukunft nötig sein wird, kann gleichzeitig ein Hobby sein und nicht jedes Hobby lässt sich auf irgendeine produktive Arbeit übertragen. Es gibt natürlich viele Leute, die Hobbies haben wie z.b. am Chemiebaukasten tüfteln, Rumschrauben an versch. Dingen, Programmieren oder andere Tüfteleien ...für sie fände sich sicherlich eine Tätigkeit, die ihnen Freude macht und in der sie sich auch ohne Bezahlung begeben würden. Aber was ist mit den Fußballern, den Videospielern, den Skateboardern, für sie wird die auch noch so angenehme Arbeit oftmals nur eines Sein, etwas was ihnen Zeit für ihre wirklichen Hobbies oder Zeit für ihre Familien nimmt. Und was ist wenn der Föderation ein kriegerische Zeit ins Haus steht und auf einmal extrem viele Ingenieure für neue Schiffe und Waffen benötigt werden. Wird diese größere Nachfrage nur durch "Hobby-Bastler" ausgeglichen werden können? In einer Marktwirtschaft würde man den Lohn für diese begehrten Arbeiter drastisch erhöhen, was mehr Leute in diese Berufe ziehen würde.
    Um mal ein Beispiel zu nennen: Aus meinem Jahrgang und Freundeskreis haben viele Leute, die nicht genau wussten was sie machen sollten nach dem Abi zum größten Teil deshalb die Ingenieursstudien mit ihrem arbeitsintensiven und aufwändigen Studiums-Umfang aufgenommen, weil sie vorraussichtlich sichere Jobs bringen und sehr gut bezahlt werden. Natürlich waren das keine absoluten Mathe-Legasteniker oder Technik-Nieten, aber auch nicht unbedingt die absoluten geborenen Tüftler, mehr solche Allrounder, für was ich mich auch eher halte.
    Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt in diesen Bereich zu gehen, allerdings hat mir mein NC ein Strich durch die Rechnung gemacht. Geschichte hätte mich auch sehr interessiert, aber nicht als Lehrer, mehr in Richtung Forschung. Aber da ist die Nachfrage nicht sehr groß, die Konkurrenz allerdings ist gewaltig. Schließlich bin ich bei VWL gelandet, ein weiteres Thema, was mich sehr interessiert, nebenbei sind Berufsaussichten und Bezahlung später bei gutem Abschluss recht ordentlich.
    Allerdings bin ich von keinem dieser Tätigkeitsfelder derart fasziniert, dass ich später ohne Lohn arbeiten würde, oder überhaupt mit der Ausbildung anfangen würde. Vielleicht würde ich aus Eigeninteresse einiges Lesen, was im Studium auch drangekommen wäre, aber dann nicht im Akkord im Bus auf dem Weg zur Uni, sondern in einem Liegesessel an einem Karibikstrand während ich von holographischen Schönheiten die Füße massiert bekomme und einen Cuba Libre schlürfe. Also vielleicht 10 Seiten am Tag.
    Ich kenne extrem viele Leute, die genau wie ich, wenn sie finanziell unabhängig wären, nur noch rumgammeln würden :D ...Man muss ja bedenken, dass neben dem angenehmer werden der Arbeit in der Zukunft auch die Freizeitmöglichkeiten exorbitan zunehmen: Holodecks, Kurztripps zu den Saturnringen, ...
    Jeder Bürger wird sich genau wie heute fragen müssen wieviel er arbeiten will und wieviel Freizeit er haben möchte. Also ich persönlich würde das Holodeck nie wieder verlassen. Ein bezahlter Arbeiter muss natürlich noch seine Einnahmen im Blick haben. Ich als Holodecksüchtie in der Zukunft scheinbar nicht mehr.


    ...ich könnte ewig weitermachen und beschreiben warum auch in der Zukunft gelten muss: "Ohne Moos, nix los."

  • Föderations Credits? meiner Meinung gibt es sowas nur um
    nach außen Handel zu betreiben, aber nicht Intern. Wie das genau aussieht wurde
    in Star Trek nie geklärt und habe ich jetzt auch keine Lösung parat, man wird
    da schon irgendeine Lösung finden. aber selbst wenn man solche Credits hätte
    wäre die Aussage wir haben kein Geld immer noch richtig.


    Was das Thema Enterprise angeht: Der Wert der Enterprise wurde nie berechnet,
    warum auch interessiert in der Zukunft eh keinen. Sie werden höchstens wissen
    wollen wie viele Ressourcen das Schiff verschlingt und wie viele an ihr
    arbeiten müssen bis sie fertig ist. Also es wäre eher eine Frage wie viel Zeit
    brauchen wie viele Leute um die Enterprise zu bauen und zusätzlich noch die
    Zeit die für die Gewinnung der Ressourcen nötig ist als Querverweis.

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